Interview

Unser Interview mit Tina Podstawa 

  1.  Beschreibe dich in drei Wörtern

Kreativ,ehrgeizig,organisiert

2.   Was ist dein Lebensmotto

Do it from the heart,or not at all (Tu es mit ganzem Herzen oder gar nicht)

3.  Was fandest du bei „Luther“ am Besten?

In der ausverkauften Olympiahalle in München vor 10.000 Leuten zu spielen,das war schon was ganz Besonderes.Normalerweise spielt man in den großen Musical-Häusern maximal vor ca.2000 Zuschauern,aber das war nochmal eine ganz andere Größenordnung. Außerdem war meine Position als Swing und Dance Captain bei diesem Projekt eine Herausforderung,da ich auch für die Einstudierung der Kinderdarsteller vor Ort und für die Choreos des Chors(oft mehrere tausend ChorsängerInnen) verantwortlich war,und ich liebe Herausforderungen;)Zu sehen,wie alles zusammenkommt und funktioniert,war ein Wahnsinns-Gefühl, mit so vielen Menschen gemeinsam zu singen,begleitet von Band und Orchester,das gibt es in dieser Form nur noch selten. Dass in unser Cast sehr viele erfahrene DarstellerInnen waren,die fast alle irgendwo schon einmal zusammengearbeitet hatten,war auch sehr schön,das machte die Zusammenarbeit nochmal runder.

4. Sehr gute Freundschaften im Musical Business möglich oder nicht?

Auf jeden Fall möglich,wobei man sich natürlich nicht so regelmäßig sieht,wenn jeder in einer anderen Stadt arbeitet oder man seine Home-Base in verschiedenen Städten hat. Über soziale Netzwerke bleibt man heutzutage aber auch einfacher auf dem Laufenden,das ist in unserem Job schon praktisch.

5. Was machst du,um über eine schlechte Phase hinwegzukommen?

Ich versuche mir ins Gedächtnis zu rufen,was ich schon alles geschafft habe,und was ich alles habe,wofür ich dankbar sein kann. Yoga hilft mir immer, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich zu erden.

6.  Was machst du lieber?Yoga unterrichten oder auf der Bühne stehen?

Im Moment noch auf der Bühne stehen.Meine zweite Leidenschaft ist aber definitiv das Unterrichten,ich habe schon als Jugendliche gerne kleinere Kinder im Bereich Tanz unterrichtet,und besonders beim Kinderyoga kann ich auch viele Elemente aus dem Bereich Tanz und Schauspiel einfließen lassen,da darf man schon kreativ sein.Wenn ich nach einer Yogastunde in lauter entspannte und strahlende Gesichter schaue,dann macht mich das auch glücklich,ein bisschen zu vergleichen ist das schon mit dem Gefühl,beim Applaus in die Gesichter des Publikums zu schauen.

7.  Gibt es einen Song aus einem Musical,welchen du besonders gerne singst?

Ach,da gibt es schon viele,aber „Science Fiction“ aus „The Rocky Horror Show“ ist wirklich einer meiner absoluten Lieblings-Musical-Songs,weil man so toll mit dem Text (und auch mit dem Publikum)spielen kann,und ich bin dankbar,dass ich diese Rolle letztes Jahr endlich spielen durfte,denn das ist wirklich mein Herzens-Stück.

8.  Hattest du schonmal einen Blackout auf der Bühne,oder hast dich versungen?

Natürlich!Ich glaube,das passiert jedem mindestens einmal im Laufe der Spielzeit eines Stückes.Entweder,wenn du das Stück zu oft spielst,und du dich dann auf einmal wieder fragst,was da jetzt textlich kommt,worüber Du Dir sonst eigentlich gar keine Gedanken machst,weil es einfach „drin“ ist.Oder aber,wenn Du das Stück nach langer Zeit wieder spielst,und es da immer diese eine Stelle gibt,die in Gefahr gerät,vergessen zu werden.Lieder mit ganz vielen Strophen zum Beispiel…

9.Wenn du selbst die Rolle wählen könntest,welche würdest du wählen,und warum?

Ich bin sehr dankbar,dass ich in den letzten 20 Jahren bereits viele tolle Rollen und Stücke spielen durfte,aber ein paar Rollen und Stücke stehen da noch auf meiner Liste.Ich habe zum Beispiel noch nie ein Sondheim-Stück gespielt,also die Hexe oder Bäckersfrau in „Into The Woods“ würde mich schon sehr reizen.MorticiaAddams in „TheAddams Family“ wäre auch eine tolle Rolle für mich(hat auch ein bisschen was „Magenta“-artiges;) und natürlich Norma Desmond in „Sunset Boulevard“ (da muss ich aber noch ein paar Jährchen warten).Spannend fände ich es auch in „Kiss Me Kate“ die Kate zu spielen,weil ich als junge Darstellerin ja bereits die Bianca gespielt habe,also quasi das gleiche Stück in einer anderen Rolle.Aber da gibt es noch so Einiges…

10. Bist du bei dem neuen Chorprojekt „Bethlehem“ von Dieter Falk und Michael Kunze dabei?

Aktuell habe ich noch keineAudition-Ausschreibung gesehen oder bekommen,aber wenn es soweit ist,und etwas für mich dabei sein sollte,werde ich mit Sicherheit zum Vorsingen gehen.

11.  Wie sieht dein Jahr 2019 noch aus?

Ab dem 14.Oktober werde ich die Rolle der Schwester Margaretha in „Sister Soul und ihre Schwestern“ an der Komödie im Marquardt in Stuttgart übernehmen,darüber freue ich mich sehr,weil ich dort so einige ehemalige Kolleginnen wiedertreffen werde,mit denen ich unheimlich gerne zusammengearbeitet habe. Außerdem gibt es für unser Chanson-Programm „Für eine Nacht voller Seligkeit“ für September schon ein paar neue Termine im Ruhrgebiet ,in dem ich zusammen mit meinem Mann Stefan Stara deutsche Chansons der 20er und 30er -Jahre präsentiere,und wir arbeiten gerade daran,dass es noch ein paar mehr Termine werden. Ansonsten darf da dieses Jahr aber gerne noch etwas kommen,leider ist es manchmal nicht so einfach,wenn sich zwei Jobs überschneiden,scheitert es oft nur an ein paar Terminen!

Ich bedanke mich für eure Fragen,und hoffe,dass wir uns bald in irgendeinem Theater sehen:)

Wir bedanken uns bei Tina Podstawa für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr weiterhin viel Erfolg.

10 Fragen an Stefan Leonard

1)Wie würdest Du dich in drei Worten beschreiben?

Sensibel, Kreativ, Zielorientiert

2) Was fasziniert dich als Regisseur zu arbeiten?

Die Verantwortung in der eigenen Hand zu haben und nach eigenem Geschmack zu kreieren.

3) Was ist es für ein Gefühl, wenn das Stück wo Du Regie führst („Herbstgold) im Altonaer Theater aufgeführt wird?

Das Gefühl mit unserer Produktion für den Monika Bleibtreu Preis nominiert zu sein ist unglaublich und schön. Wir freuen uns riesig.

4) Du bist in der Hausproduktion „ Heiße Ecke“ im Schmidts Tivoli zu sehen, was fasziniert dich nach den Jahren immer noch dort zu mit zu wirken? 

Wenn das Publikum begeistert ist, von dem was wir leisten, weiß ich immer noch, warum ich es tue.

5) Was ist dein größter Traum?

Beruflich: eine größere Rolle in einem Kinofilm. Privat: eine große Amerikareise zu machen

6) Auf welche Bühne würdest Du gerne mal stehen und mit welchem Stück?

Im Thalia Theater in Macbeth

7) Du spieltest bis vor kurzem noch im Ohnsorg Theater in Hamburg. Was bewegt dich immer wieder auch ein Plattdeutsches Stück zu spielen?

Ich werde immer wieder gefragt😂Es ist spannend in einer anderen Sprache zu spielen und bedeutet eine wesentlichere Konzentration als im Hochdeutschen.

8) Was machst Du in deiner Freizeit?

Wenn ich mal Zeit habe, liebe ich es zu reisen, Schaufenster bummeln oder Kino

9) Welchen Beruf hättest Du gemacht, wenn es nicht mit deinem jetzigen Job geklappt hätte?

Grosshandelskaufmann

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Darfst/Kannst du schon was verraten?

Ich werde ab Oktober in dem Stück VENEDIG IM SCHNEE im kleinen Hoftheater spielen und gehe danach auf Tournee mit dem Ohnsorg Theater und Heidi Mahler EIN MANN MIT CHARAKTER. Natürlich spiele ich auch weiterhin HEISSE ECKE

Wir danken Stefan für seine Zeit und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg. Und drücken Ihm und dem ganzen Ensemble von „Herbstgold“ die Daumen für den 19.06.2019

  Auf Facebook könnt Ihr noch mehr von Ihm erfahren. https://www.facebook.com/stefanleonardschauspieler/