Interviews

Interview mit Mathias Schlung

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

faul, eitel, cholerisch

2. Mitte August standest du nach 12 Jahren wieder mit Mark Seibert auf der Bühne. Wie war euer Wiedersehen?

Tatsächlich als wäre es gestern gewesen. Wir haben am „Schuh des Manitu“ immerhin fast 4 Jahre zusammengearbeitet und hatten eine sehr intensive Zeit. Das schweisst zusammen. Und auch wenn wir uns dazwischen kaum gesehen haben – Blutsbruder bleibt Blutsbruder.

3. Du bist gerade in Salzburg, für die Proben von „Der Schuh des Manitu“, wie ist es nach so einer langen Zeit wieder auf der Bühne zu stehen?

Ich kann das kaum in Worte fassen und glaube, dass das Menschen ausserhalb dieses Berufes schwer zu vermitteln ist. Für mich persönlich war die lange Auszeit mit die schlimmste Zeit meines Lebens. Mein Beruf ist meine Identität. Diesen Beruf nicht mehr ausüben zu können, bedeutete im Umkehrschluss, als Mensch nicht mehr vorhanden oder zumindest wertlos zu sein. Diese Abhängigkeit ist sicher nicht gesund aber in 25 Jahren war das kein Problem, weil ich ja immer arbeiten konnte.

Jetzt also wieder proben zu dürfen – und zwar zumindest auf der Bühne ohne Abstände und Einschränkungen, da man in Österreich in dieser Hinsicht mutiger ist und das Ensemble in regelmässigen Abständen getestet wird – ist ein großes Glück. Und unabhängig davon, ob die Produktion in diesem Jahr auf die Bühne kommen kann oder nicht, bin ich sehr dankbar für diese Zeit grade.

4. Was hast du in der „Auszeit“ durch Corona gemacht?

In erster Linie musste ich gegen die Lähmung des Lockdowns ankämpfen. Ich habe versucht, mir einen straffen Zeitplan zu machen, bin regelmässig um 8 aufgestanden und habe pünktlich um 9 dann Sport gemacht. Laufen, Youtube-Workouts, Yoga. Jeden Tag. Leider konnte ich das seitdem ich wieder arbeite nicht durchalten.

Ansonsten habe ich vor allem sehr viel gelesen.

5. Du stehst schon länger auf der Bühne, mit welchem Kollegen/Kollegin würdest Du gerne mal auf der Bühne stehen und warum?

Schwere Frage, weil ich wirklich schon mit vielen tollen Kollegen arbeiten durfte, mit denen ich immer wieder arbeiten möchte und viele meiner Vorbilder schon tot sind. Das reizvolle an diesem Beruf ist ja auch, immer wieder neue Menschen kennenzulernen, von denen man noch garkeine Vorstellung hat.

Insofern kann ich da keine Namen nennen.

6. Dein Name wird immer wieder mit Diversen TV-Produktionen in Verbindung gebracht, wie z.B. Die Dreisten Drei (Sat 1). Wo schlägt dein Herz mehr für, fürs TV oder für die Bühne?

Der Unterschied zwischen Bühne und Kamera ist so gross, dass man das kaum vergleichen kann. Insgesamt aber mag ich die Bühne lieber. Die Arbeit ist intensiver, man hat größeren Freiraum, kann sich länger ausprobieren und hat vor allem die Chance, mit jeder Vorstellung besser zu werden.

Nach einem Drehtag, sind die einzelnen Szenen unabänderlich festgebrannt und man hat weniger Einfluss auf das Endprodukt.

7. Wie bist du für deine Ausbildung nach Wien gekommen?

Wie die meisten mit diesem Berufswunsch habe ich mich damals an nahezu allen deutschsprachigen staatlichen Schauspielschulen zur Aufnahmeprüfung angemeldet.

Mit unterschiedlichsten Ergebnissen. An einigen bin ich schon in der ersten Runde gescheitert. Letztendlich war ich in Rostock, Leipzig und Salzburg angenommen und wollte eigentlich nach Rostock.

Die letzte Prüfung war in Wien. Es war Sommer, ich war verliebt in eine Frau, die ich auf einer anderen Prüfung kennengelernt hatte und die auch nach Wien fuhr. Also bin ich mitgefahren und habe auch dort noch vorgesprochen. Mit Erfolg.

Die Frau ist in der ersten Runde rausgeflogen.

8. Du wirst zu einer Audition eingeladen und darfst das Stück frei wählen, das Du vorträgst – gibt es ein Wohlfühlstück, das Du auf jeden Fall singst (egal, ob Pop, Musical oder anderer Bereich)?

Na dann würde ich auf jeden Fall einen beliebigen Sinatra-Song wählen! Ich bin Fan, seit ich 12 bin und kann alle Lieder auswendig.

9. Hast du ein Ritual bevor du auf die Bühne gehst?

Meistens höre ich tatsächlich kurz vorher Sinatra. Das gibt mir Sicherheit. Ich kann mich focussieren. Abgesehen von der üblichen Routine des Einsingens.

10. Wirst Du auch in München beim Musical „Der Schuh des Manitu“ dabei sein?

Aber natürlich! Sowohl in München als auch in Salzburg. Und ich kann die Premiere kaum erwarten.

11. Wie sieht für dich dein restliches Jahr 2020 aus?

Das hängt entscheidend von der weiteren Corona-Entwicklung ab. Mit viel Glück hat „Der Schuh des Manitu“ am 15. Oktober Premiere am Deutschen Theater in München und würde dann bis Anfang Januar dort en-suite laufen.

Wenn die Premiere allerdings nicht stattfinden kann, wird es ein langer, dunkler Winter.

Interview mit Anja Backus

1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern?

Perfektionistisch, Bewusst, Lustig

2) Wie geht es dir in dieser Pandemie Zeit?

Am Anfang war es sehr schwer für mich und ich hatte unzählige schlaflose Nächte, bis mir endlich bewusst wurde, dass nicht nur ich still stehe sondern die ganze Welt. Nun nutze ich die „geschenkte“ Zeit für liegengebliebene Projekte wie zum Beispiel die Planung von Konzerten und meiner Website.

3) 2015 warst du bei „The Voice of Germany“ wie war diese Zeit für dich?

Sehr spannend ! Die Fernsehwelt ist nochmal eine komplett andere Welt und es hat sehr viel Spaß gemacht einmal die Chance zu haben da rein zu schnuppern. Immer wieder gerne !

4) Erzählst du uns von deiner schönsten oder schlimmsten Erfahrung auf der Bühne?

Schlimmste : Text vergessen
Schönste : Erste Mal auf einer großen Bühne vor Publikum spielen .

5) Wenn Dein Leben ein Musical wäre, welches wäre es?

Mhhhhhhhh… ich glaube ein Mix aus vielen 🙂

6) Du wirst zu einer Audition eingeladen und darfst das Stück frei wählen, das Du vorträgst – gibt es ein Wohlfühlstück, das Du auf jeden Fall singst (egal, ob Pop, Musical oder anderer Bereich)?

Das ist bei mir entweder Pirate Queen ( Woman) oder One Night Only aus Dreamsgirls .

7) Hast du ein Ritual bevor du auf die Bühne gehst?

Kurz danke sagen und um Beistand bitten.

8) Welche Geschichte (fiktiv oder real) sollte Deiner Meinung nach zu einem Musical gemacht werden?

Puhhh es gibt im moment so viele Ereignisse da kann ich mich garnicht entscheiden!

9) Was waren für dich die größten Herausforderungen in deiner ersten Zeit als Darsteller?

Das viele Rumreisen und der Verzicht auf die Familie .

10) Wie ist dein Jahr „2020“ geplant?

Mal sehen was kommt, aber ich hoffe, dass bald die Proben in Stuttgart anfangen und ich würde

Interview mit Gniechel

1.)Beschreibe dich bitte mit drei Worten

Ich bin gniechelig

2.)Wie ist es so das Gefühl vor einer Musical Premiere (Lampenfieber)?

Ich habe wenig Lampenfieber. Es sind eher die 5 Minuten vor der Show. Wo der Puls hoch geht.

3.)Durch Corona, ist alles zum Stillstand gekommen, was würdest Du zur Zeit beruflich machen? Ich halte mich mit Youtube und als Autor und Songwriter über Wasser. Vermisse die Bühne aber sehr.

4.)Stehst Du lieber als aktiver Darsteller auf der Bühne oder doch lieber neben der Bühne?

Beides ist sehr interessant. Lieber allerdings auf der Bühne.

5.)Wann kommt dein erstes eigenes Stück auf die Bühne?

Das gab es schon 🙂 Ist aber schon ziemlich lange her. Ich habe es damals mit zwei Schulkameraden geschrieben. Ein „Schüler Theaterstück“. Ich habe schon Ideen für noch mehr Stücke. Vielleicht ein „Doktessor Musical“?

6.)Bist du der Scherzkeks zur Zeit in der Gruppe?

Das sind wir alle. Ich liebe es gemeinsam Spaß zu haben und sich gegenseitig hochzuschaukeln. Das geht alleine nicht so gut, obwohl ich eigentlich schon ein verrückter Haufen bin.

7.)Was bedeutet es „den Gniechel“ zu machen?

Das bleibt bei uns. Lach das verrate ich nicht. Aber ich ahne, wer diese Frage gestellt hat. 😉

8.)Was würdest Du machen wärst Du 24 Stunden eine Frau?

Eigentlich nur mal einen Orgasmus erleben, oder gleich mehrere hintereinander. lach.

9.)Du bist mit zur Zeit mit vielen Stücken auf Tour , kannst Du dir auch eine „Festanstellung“ vorstellen, also das Du z.B. beim Theater angestellt bist oder sowas in der Richtung?

Fest angestellt bin ich auch mit Tourneetheater. Aber ich denke, die Frage ist die, ob ich lieber an einem festplaziertem Theater spielen würde. Ich kann mir das schon vorstellen. Hat auch seine Vorteile. Ich liebe es aber auch auf Tour zu sein. Das Reisen ist toll. Und vor allem muss ich nie mein Bett machen oder aufräumen. Das ist doch super.

10.)Wie ist dein Jahr 2020 noch „geplant“?

Leider kann ich, wie jeder andere Schauspieler momentan, überhaupt nicht fest planen. Ich werde auf jeden Fall erstmal als Schauspieler vor der Kamera stehen und weiterhin auch selbst Videos produzieren. Werde die Zeit nutzen, um die zweite Staffel von „Der Doktessor“ zu schreiben. Aktuell produziere ich gerade mit Marti Fischer zusammen einen Song, den ich mit Maddin Schneider performen werde. Ab September ist voraussichtlich geplant, weiter auf Tour zu gehen mit „Jan und Henry“, „Der kleine Drache Kokosnuss“ und „Das Dschungelbuch“ vom Theater Lichtermeer. Außerdem gibt es noch ein paar Überaschungen, über die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht reden darf. Aber ich halte jeden auf Instagram auf dem Laufenden.

Interview mit Fynn Duer-Koch

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.

Challenge accepted 🙂

Lustig, begeisterungsfähig und zielorientiert.

2. Wann hast du entdeckt, dass du Talent für Gesang & Schauspiel hast und es für mehr als Auftritte unter der Dusche reicht?

Ich trete eigentlich immer noch täglich unter der Dusche auf, so ist das nicht 🙂

Nein, Spaß beiseite. Wenn ich zurückdenke, hatte ich schon immer Freude daran zu singen und in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Als Kind und Jugendlicher habe ich auch in verschiedenen Laienproduktionen von Musicals und Theaterstücken mitgespielt und die Resonanz darauf war eigentlich immer positiv. Es ist ehrlich gesagt schwer zu sagen, ob es da jetzt einen bestimmten Punkt gab, an dem ich gemerkt habe, dass ich genug Talent habe. Die Überzeugung, dass ich gut genug bin und das schaffen kann, war einfach irgendwann da.

Talent ist ja aber nur der eine Faktor, mindestens ebenso wichtig ist harte Arbeit, Kritikfähigkeit und der Wille immer besser zu werden, als man es im Moment ist.

3.Du hast 2018 Deinen Abschluss an der Stage School in Hamburg gemacht. Was war dein Lieblingsfach in der Ausbildung?

Hm, schwierige Frage, denn mir hat irgendwie alles Spaß gemacht und das eine Lieblingsfach hatte ich eigentlich nicht so wirklich. Was mir aber immer sehr viel Spaß gemacht hat waren die Gruppenfächer, in denen man also mit anderen zusammengearbeitet hat. Alleine singen oder Monologe erlernen kann man ja irgendwie immer und das macht viel Spaß.

Aber um mit 20 Leuten eine Nummer wie „Ewigkeit“ aus Tanz der Vampire zu erlernen, gemeinsam zu singen und zu tanzen, dafür braucht man halt noch 19 andere Leute 😉

Das waren dann so meine kleinen Highlights.

4.Wie viel Zeit, Energie und Kraft kostet es den Weg durch die Ausbildung zum Musicaldarsteller zu gehen?

Also ein Zuckerschlecken ist das nicht so wirklich. Aber was ist schon einfach im Leben?

Man beschäftigt sich intensiv mit sich selbst und seinen eigenen Erlebnissen, was ziemlich anstrengend sein kann. Manchmal läuft man gefühlt gegen eine innere Mauer und muss probieren, sie einzureißen. Dann kommen auch immer mal wieder Zweifel auf, ob man überhaupt gut genug ist. Ob das, was man macht, ausreicht oder ob überhaupt jemand sehen möchte, was man macht. Und es gibt auch Momente, in denen man erkennt, dass man das, was man können möchte, im Moment einfach noch nicht kann.

Es gibt also Phasen, in denen es sehr anstrengend sein kann am Ball zu bleiben und die Motivation nicht zu verlieren. Aber es ist auch ein unbeschreibliches Gefühl wenn man merkt, dass man Fortschritte macht, wenn man auf einmal Sachen kann, die man vor ein paar Wochen oder Monaten noch nicht konnte.

Lange Rede, kurzer Sinn: Manchmal ist es ziemlich anstrengend, aber wenn man es wirklich will zahlt es sich doppelt und dreifach aus und macht auch verdammt viel Spaß 🙂

5.Bei der Wiederaufnahme von Fame im Jahr 2019 warst Du nicht dabei. Wie war es für dich nicht bei der Produktion dabei zu sein?

Fame wird für mich immer einen besonderen emotionalen Touch haben, denn es war die Abschlussproduktion meiner Ausbildung. Sozusagen der „krönende Abschluss“ eines dreijährigen, anstrengenden, lehrreichen und wunderbaren Kapitels. Als ich dann das Angebot bekommen habe in der Wiederaufnahme mitzuspielen, fiel es mir schon schwer, das abzusagen. Aber ich habe es getan, weil ich zu dem Zeitpunkt ein anderes Engagement hatte und das nicht miteinander kombinierbar war.

Zur Premiere der Wiederaufnahme war ich trotzdem eingeladen und ich habe mich ehrlich gesagt gefreut, viele meiner ehemaligen Mitschüler wieder auf der Bühne zu sehen.

Und ich fand es toll diese Inszenierung mal als Zuschauer zu sehen, wenn man achtmal die Woche auf der Bühne steht ist das ja eher schwer 😉

6. Wie sah Dein Weg bisher aus? Und was ist Dein Ziel?

Ich bin nicht wirklich direkt dazu gekommen Musicaldarsteller zu werden. Natürlich hatte ich schon immer Freude daran zu singen und in verschiedene Rollen zu schlüpfen, aber ich habe mich lange einfach nicht getraut, diesen Weg einzuschlagen, Stichwort brotlose Kunst.

Ich habe also erst ein langes Praktikum im Krankenhaus gemacht, war über zwei Jahre Flugbegleiter und habe den ersten Pilotentest bei der Lufthansa bestanden.

Es gab dann zwei Schlüsselmomente für mich, die mich bewegt haben, Musicaldarsteller zu werden.

Der erste war ein Urlaub in New York, wo ich unter anderem „Das Phantom der Oper“ gesehen habe. Das war der Moment an dem mir klar wurde, dass ich das unbedingt machen möchte und auch auf die Bühne will.

Der zweite war ein Workshop an der Stage School. Dort habe ich mich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt und von den Dozenten gutes Feedback erhalten.

Ich habe dann eine Weile überlegt, ob das wirklich mein Weg werden soll, und bin zu dem Schluss gekommen, dass man im Leben manchmal einfach das machen muss, was man will, allen eventuellen Zweifeln zum Trotz. Und was soll ich sagen? Ich bin froh, dass ich diesen Schritt gegangen bin.

Zum Thema Ziel: Natürlich hat man gewisse Rollen oder Stücke, die man spielen möchte, aber das liegt ja nicht nur in meiner Hand. Mein wichtigstes Ziel ist es also, dass ich glücklich bleibe, von meinem Beruf leben kann und es schaffe, Leute auf eine Reise mitzunehmen und ihnen eine Geschichte zu erzählen. Wenn ich das schaffe, bin ich zufrieden, alles andere wäre dann die „Kirsche auf der Sahne“ (die ich aber trotzdem gerne nehme, so ist das nicht).

7.Was würdest Du zur Zeit machen, wenn es nicht diese „Zwangs“ Pause gäbe?

Wenn es Corona nicht geben würde, dann stünde ich jetzt im Schmidt Theater auf der Hamburger Reeperbahn mit dem Stück „Tschüssikowski“ auf der Bühne. Das vermisse ich schon sehr, denn ich liebe das Stück, die Kollegen auf und hinter der Bühne, das Theater, die Location…eigentlich das Gesamtpaket.

Aber ich hoffe, dass es bald wieder losgeht und dass sich die Kulturszene schnell wieder erholt

8.Wie ist dein Umfeld damit umgegangen? Wurdest du unterstützt? Wurde dir davon abgeraten?

Mein Umfeld ist damit fast durchweg positiv umgegangen. Es gab schon einzelne, zum Teil auch heftige Widerstände, aber alle Menschen, die in meinem engsten Umfeld sind, haben mich von Anfang an unterstützt und tun es auch immer noch. Dafür bin ich auch sehr dankbar, denn ansonsten wäre das manchmal schwer geworden.

Lustigerweise, und das wusste ich zu dem Zeitpunkt nicht, stand meine Mutter ungefähr in meinem Alter auch vor der Wahl, ob sie auf die Bühne möchte oder einen etwas „familienfreundlicheren“ Beruf wählen soll. Sie hat sich für Letzteres entschieden, konnte meinen Wunsch daher aber umso besser verstehen und war in dem Moment, in dem ich von meinem Plan erzählt habe, direkt Feuer und Flamme.

9.Hast Du ein Lieblingsstück, das dich vielleicht sogar inspiriert?

Jeder der mich kennt wird jetzt laut lachen, denn das ist kein Geheimnis.

Es gibt unglaublich viele tolle Musicals, aber mein absolutes Lieblingsstück ist „Das Phantom der Oper“. Ich liebe die Geschichte, die Musik, das Bühnenbild…eigentlich alles.

In meiner Wohnung habe ich an einigen speziellen Stellen auch ein paar Dinge verteilt. Zum Beispiel steht auf meinem Klavier die Affen-Spieluhr. Jedes Mal wenn ich sie sehe, also eigentlich täglich, erinnert sie mich daran, warum ich diesen Beruf ergriffen habe und motiviert mich, immer mein Bestes zu geben

10.Hast du ein Vorbild? Und wenn ja, wen?

Wenn sich die Gelegenheit ergibt, beobachte ich sehr gerne Kollegen. Nicht um sie zu bewerten, sondern vielmehr um mich inspirieren zu lassen und eventuell etwas Neues lernen zu können. Wie setzen sie Pointen, wie benutzen sie Pausen, wie bauen sie Spannungsbögen auf und so weiter.

Und dann schaue ich, warum mir manche Dinge so gut gefallen und ob und wie ich sie in mein eigenes Spiel einfließen lassen kann.

Es gibt also nicht nur ein Vorbild, einige wissen auch davon, aber sie alle jetzt zu nennen würde den Bogen überspannen 🙂

11.Wie ist dein Jahr 2020 noch „geplant“?

Ja, das ist wohl die Gretchenfrage im Moment. Es gibt schon einige Dinge, die sich andeuten, allerdings ist davon noch nichts spruchreif und es bleibt ja auch abzuwarten, wie sich die Situation entwickelt.

Von daher ist der wichtigste Plan dieses Jahr, dass ich und meine Lieben gesund bleiben (und hoffentlich alle anderen auch) und die große Hoffnung ist, dass wir bald wieder auf die Bühne dürfen.

Interview mit Stephan Luethy

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern neugierig, positiv, perfektionistisch
  2. Was würdest Du spielen, wenn es keine „zwangs“ Pause wäre?Ich hätte gerade die letzten beiden Gastspiel-Vorstellungen mit PIPPI LANGSTRUMPF gespielt und wäre in die Proben für die diesjährigen Gandersheimer Domfestspiele gestartet: Als Mogli im DSCHUNGELBUCH und in FLASHDANCE im Ensemble und als Dance Captain.

  3. Würdest Du einmal bei einem Chormusical mit machen?Was meinst Du genau mit „Chormusical“? Fast ein jedes Musical hat ja chorische Anteile – an Stadttheatern singt z.B. oft der ganze Opernchor mit. Ich habe auch schon in Musicalproduktionen gespielt, wo mit grossen Laienchören gearbeitet wird, wie z.B. an den Freilichtspielen Tecklenburg oder den Thuner Seespielen. 2014 habe ich bei einem Chormusical die Choreographie gemacht, an der Seite von Martina Lory als Regisseurin – das war HÄXEFÜÜR in Urdorf.
    Ich finde, gerade in der Zusammenarbeit zwischen Theaterprofis und begeisterten Amateuren (in Form von „Liebhaber“ gemeint, nicht abwertend!!) kann sehr viel Spannendes und emotional Berührendes passieren, weil Amateure meist unglaublich viel Herzblut und Freude in die Arbeit einbringen!

    Ich denke aber, Du sprichst von Chormusicals in den riesigen Dimensionen, wie zuletzt MARTIN LUTHER KING unterwegs war/ist?
    Selbstverständlich kann ich mir vorstellen, da mitzumachen, diese Konzepte klingen spannend! Natürlich muss ich einschränken, es kommt darauf an, in welcher Form: Die Bühne ist mein Beruf und mein Mitwirken in so einem Projekt müsste mir also ein Gehalt sicherstellen.

  4. Wer war Dein liebster Garderobenmitbewohner und Kollege in Darmstadt?Diese Frage lässt sich leicht beantworten, da unsere Garderoben in Darmstadt recht klein waren. 😉 Ich habe neben Stefan Reil gesessen und hab mich auch supergut mit ihm verstanden – bis heute hat sich da eine schöne Freundschaft gehalten.
    Ich muss der Fairness halber aber ergänzen: Viele Kolleg*innen aus Darmstadt sind mir ans Herz gewachsen und begleiten mich bis heute und hoffentlich auch noch lange weiter!

  5. Welche Rolle die Du bis jetzt gespielt hast, ist deine Lieblings Rolle gewesen und warum?Oh, da schaffe ich es nicht, eine Auswahl zu treffen. Ich durfte schon etliche schöne Rollen spielen, von denen mir jede wunderschöne Erinnerungen beschert hat.
    Oft werde ich aufgrund meiner optischen Erscheinung auf „niedliche“ Rollen besetzt. Das macht Spass und ist auch dankbar, da das immer Sympathieträger sind – die Paradebeispiele sind hier natürlich Moq (WICKED) und Pinocchio (SHREK).
    Aber ganz besonders geniesse ich die Momente, wenn ich mal aus diesem Schema ausbrechen darf: Sei es als böser Fiesling Anselmo (DIE SCHWARZEN BRÜDER), als romantisch-tragischer Liebhaber Veit (SEELENHÄNDLER) oder als strahlender Held mit spektakulärem Fecht-Showdown (PETER PAN).
    Vielleicht sticht eine Rolle ganz leicht heraus – da hat irgendwie alles gestimmt: Eine humorvolle und tiefgründige Geschichte, wunderbare und intelligente Musik und eine vielschichtige Rolle in einer höchst phantasievollen Inszenierung: Eugen in MEIN NAME IST EUGEN. Ich war Zweitbesetzung der Titelrolle und habe einmal pro Woche gespielt, die anderen Vorstellungen war ich im Ensemble. Das war eine besondere Herausforderung und ein spannender Lernprozess, so eine umfangreiche Partie zu stemmen, ohne je eine Routine kriegen zu können – dazu fehlte schlicht die Regelmässigkeit.
    An der Produktion waren in verschiedensten Bereichen auch sehr gute und langjährige Freunde beteiligt, das war natürlich umso schöner!


  6. Du hast Deine Ausbildung zum Musicaldarsteller in Bern gemacht. Wieso gerade Bern? Und nicht z.B. Wien oder Hamburg?Ich hatte Angst! Ganz ehrlich. Ich war mir nicht sicher, ob die Musicalwelt was für mich ist. Ursprünglich wollte ich Klavier studieren und Pianist oder Klavierlehrer werden. Musicals fand ich toll, aber erst die Entdeckung, dass es ganz in meiner Nähe eine Ausbildungsstätte gibt, liess mich überhaupt mit dem Gedanken spielen. Irgendwann machte ich dann die Aufnahmeprüfung, um mir nie vorzuwerfen „hätt ich´s doch versucht“. Gleichzeitig machte ich auch Aufnahmeprüfungen zum Klavierstudium. Ich habe beides bestanden, aber an den Konservatorien wurde ich auf eine Warteliste gesetzt. Damit war die Entscheidung gefallen. Diese Chance schien mir einmalig und ich habe sie ergriffen, ohne je darüber nachzudenken, dass es dafür auch im Ausland Studienmöglichkeiten gäbe. Ich denke, ich habe auch nie wirklich daran geglaubt, dass mich eine andere Schule aufnehmen würde.
    Hätte es die Musicalschule in Bern nicht gegeben, wäre mein Leben sicher ganz anders verlaufen!


  7. Wie war Deine Arbeit als Dance Captain in den Jahren 2017 und 2019?Ich würde lügen, wenn ich sage, es fiel mir leicht. Ich hatte viele schlaflosen Nächte.
    2017 bei ANNA GÖLDI war ja eher eine kurzfristige Hauruck-Geschichte: Leider ist kurz vor der Premiere unsere Choreographin ausgefallen und Ursula Lysser ist eingesprungen, um in den verbliebenen 2 Wochen die Arbeit zu Ende zu führen und das Stück zur Premiere zu bringen. Da es eine Uraufführung war, hatte sie als Aussenstehende nur eine Chance, wenn jemand assistiert, der das Stück inzwischen kennt. Das war ich. Es war ein enormer Druck, aber ich bin absolut happy, wie wir das geschafft haben.
    2019 bei HAIR in Gandersheim durfte ich dann zum ersten Mal von Anfang an als Dance Captain mitwirken. Ich war natürlich aufgeregt, eine gewisse Verantwortung mitzutragen und wusste nicht, ob ich das kann. Wir haben aber im Team extrem gut zusammengearbeitet mit Marc Bollmeyer (Regie & Choreographie), Patricia Martin (musikalische Leitung) und Maria Floiger (Regieassistentin), das hat mich sehr getragen.
    Ich habe viel Freude daran herauszufinden wie jemand „tickt“, wie jemand denkt und welche Sprache er spricht. Ich glaube, ich kann mich ganz gut darauf einstellen, um bestmöglich zu unterstützen und zu vermitteln, was wir erreichen möchten.
    Dass ich einen Hang zum Perfektionismus habe hilft mir hier genauso wie es mich auch hindern kann. Zum einen arbeite ich gerne exakt und kann auch Präzision einfordern. Zum anderen ist es aber auch wichtig, nicht verbissen zu sein, sondern mal alle fünfe gerade sein lassen zu können, um sich und die anderen nicht zu frustrieren und kaputt zu arbeiten…
    In beiden Produktionen hatte ich zum Glück liebe Freunde, die mir den Rücken gestärkt und mir geholfen haben, mein Vorgehen immer wieder zu reflektieren, da das ja Neuland war für mich. Dafür bin ich enorm dankbar!
    Und letztlich durfte ich auch beide Male auf ein professionelles Ensemble vertrauen: Alle waren aufmerksam, konzentriert und stets offen für Korrekturen und Vorschläge – es gab keine Querulanten. Das ist ein Traum, so die ersten Erfahrungen sammeln zu können. Denn ich kann als Dance Captain ja nur so gut sein, wie die Mitarbeit des Ensembles dies ermöglicht!

  8. Würdest Du sagen, dass Deine Stärke im Tanz ist?Ja. In der Ausbildung hat sich bald gezeigt, dass ich im Tanz die schnellsten Fortschritte mache. Ich würde mich nicht als Tänzer bezeichnen, denn mit einem Ballettensemble kann ich mitnichten mithalten. Aber in der Dreifachkombination der Disziplinen Tanz, Gesang und Schauspiel liegt meine Gewichtung vermutlich schon im Tanz.
    Ich sehe mich als Bewegungsmensch: Über die Bewegung finde ich einen Zugang zur Kreativität, oder auch zu einer Rolle. Und ich finde ein Gefühl von Sicherheit im Bewegen/Tanzen.
    Gesang zum Beispiel fühlt sich für mich oft noch ein Bisschen an, wie über eine Eisfläche zu gehen: Ich weiss, ich kann mich auf dem Eis halten, ich habe Spass daran – aber ein bisschen rutschig ist es halt schon…
    Daher liegt mein Hauptaugenmerk im Weiterbilden und Trainieren auf Gesang und Schauspiel – ich möchte hier mehr Selbstvertrauen finden.


  9. Eigentlich bist du ja schon ein Alter Hase auf der Bühne. Was würdest Du deine Ich sagen, vor 15 Jahren? Vor 15 Jahren, da war ich mitten in meiner Musicalausbildung und bin gerade in die Proben gestartet für die Sommerproduktion von HEIDI in Walenstadt. Das war meine erste professionelle Musicalerfahrung, im Ensemble und als Cover Geissenpeter.
    Ich denke, ich würde mir dazu raten, bei allem Ehrgeiz nicht vor Fehlern zurückzuschrecken. Das hat mich oft im Lernen gebremst, dass ich alles gleich beim ersten Mal richtig machen wollte. Man darf das ruhig entspannter sehen und angehen: Fehler sind wichtig, um weiterzukommen und daraus zu lernen!
    So war ich in den ersten Jahren meiner Karriere eigentlich nie mit einer Vorstellung zufrieden und habe mich über jeden Patzer geärgert. Inzwischen habe ich zum Glück gelernt, dass es keine perfekte Vorstellung gibt – das ist ja das Schöne am Live-Theater! Es passieren immer kleine (manchmal auch grössere) Fehler und Ausrutscher, was aber nicht bedeutet, dass deswegen die Leistung schlecht war.
    Ein Lehrer von mir sagte mal: Wenn man Perfektion sehen will, geht man ins Kino. Theater ist Live, da passieren Fehler und die Zuschauer*innen wollen auch mal Fehler sehen, das macht die Vorstellung und das Erlebnis einmalig.
    Ich habe Jahre gebraucht, um das wirklich zu verstehen…

  10. Was ist für das Jahr 2020 noch „geplant“?Mein 2020 war richtig gut aufgestellt, das hat Corona leider komplett durchkreuzt.
    Sollte aber im Herbst wieder Theater möglich sein – was ich fest hoffe – gehe ich wieder nach Zürich: Wir holen dort die im März/April ausgefallenen Vorstellungen von PIPPI LANGSTRUMPF nach und werden Ende Oktober in die neue Märchen-Saison starten mit URMEL AUS DEM EIS.
    Ausserdem bin ich angefragt worden, in der Wiederaufnahme eines anderen Stücks einzuspringen und die Rolle eines Kollegen zu übernehmen. Aber dazu kann ich zur Zeit noch nichts Genaueres sagen, das ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Interview mit Kathrin Finja Meier

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

loyal, reflektiert, leidenschaftlich

2. Wie hältst du deine Stimme fit, jetzt wo keine Vorstellungen stattfinden?

Coole Frage, denn mit der Gesundheit meiner Stimme muss ich mich seit einigen Monaten etwas intensiver beschäftigen als ich es mir gewünscht habe. Die Belastung während des Vorstellungsbetriebs kann manchmal sehr anstrengend für die Stimme sein, weil es keine oder nicht genügend Ruhephasen gibt. Meine Stimme hat dann mal kurz entschieden: „So geht das nicht Kleine, wenn du willst, dass ich mir weiterhin den Arsch aufreiße für dich und dafür sorge, dass du Geld verdienst, dann kümmere dich verdammt nochmal besser um mich!“ Und das versuche ich gerade zu tun. Ich genieße es sehr meine Stimme in dieser vorstellungsfreien Zeit etwas auszuruhen. Ich habe wöchentliche Zoom Meetings mit einer Stimmtherapeutin und ich gehe hin und wieder zu meinem Gesangslehrer des Vertrauens. So kann ich gerade gezielt und bewusst meine Stimme beanspruchen ohne Druck und mit viel Liebe und Zuneigung. Das macht richtig Spaß sag ich euch. 

3. Kannst Du dir auch eine Gesangskarriere Solo, mit Band oder ähnliches vorstellen?

Grundsätzlich ja. Soloauftritte und Konzerte sind immer etwas Besonderes für mich. Ich habe das früher vor meiner Ausbildung relativ häufig getan auf Hochzeiten oder anderen Veranstaltungen. Manchmal vermisse ich das auch ein bisschen. Allerdings kann ich mir nicht vorstellen die Theaterbühne dafür aufzugeben. Ich würde mich immer wieder fürs Geschichten erzählen entscheiden, denn das ist was ich an meinem Beruf am meisten liebe. Nichts desto trotz wenn sich beides vereinbaren ließe, würde ich nicht eine Sekunde mit der Wimper zucken und eine fulminante Gesangskarriere starten. Hm obwohl, kann ich das überhaupt? Würde sich das überhaupt jemand anhören? 😀 Keine Ahnung. Wird man ja dann sehen.

4. Du hättest im April mit Trash Island Premiere gehabt. Wie geht es dir damit, dass die Premiere verschoben werden musste?

Ach, das ist so traurig. So eine neue Produktion ist immer wahnsinnig aufregend und intensiv. Die Probenphase verlangt Einem volle Energie und Leidenschaft ab. Das liebe ich. Aus dieser heißen Phase wurden wir ja quasi von 100 auf 0 rausgerissen. Und das ist natürlich kein schönes Gefühl. Die anfängliche Enttäuschung hat sich aber ziemlich schnell in Perspektive gesetzt. Ich bin super dankbar Teil dieses tollen Teams zu sein und freue mich um so mehr, wenn wir wieder loslegen dürfen und dann zu späterem Zeitpunkt unsere Premiere feiern. Immer heiter weiter.

5. Warum sollte man sich Trash Island anschauen?

Dieses Stück schießt den Bogen ab! Ich kenne nichts Vergleichbares. Es ist verrückt, abgefahren, anders, gefühlvoll, unterhaltsam und eigentlich ein Actionmovie. Das Ganze auf einer intimen Bühne wie dem Schmidtchen auf der Reeperbahn ist eine explosive Kombination, die man nicht verpassen sollte. Ich glaube es wird ein authentischer, aufregender Abend, der unsere Phantasie ankurbelt und Spaß macht. Ich freue mich schon soooo sehr darauf, die Reaktionen des Publikums zu spüren. Denn eins kann ich sagen. Es macht extrem viel Spaß zu spielen und fordert unsere komplette Energie. Wir geben alles und wir lieben es. Also guckt es Euch an, das würde mich sehr glücklich machen

6. Du hast 2017 deine Ausbildung beendet. Würdest Du sagen, dass man erst nach der Ausbildung richtig lernt?

Nein das würde ich nicht sagen. Ich würde sagen man lernt andere Dinge. Aber die Ausbildung war für mich, glaube ich, die lehrreichste Zeit bisher in meinem Leben. Innerhalb von drei Jahren habe ich so viele hilfreiche neue Fähigkeiten erlangt und meine eigenen Grenzen immer wieder gelernt zu durchbrechen. Und neben den fachlichen Bereichen waren Zeitmanagement, Disziplin, Durchhaltevermögen, Teamfähigkeit und Verantwortung auch sehr wichtige Lernfaktoren für mich. Nichts desto trotz musste ich Vieles was zu meinem Beruf dazugehört natürlich auch erst nach der Ausbildung kennen(lernen). Wie sagt man so schön. Man lernt nie aus. Das finde ich tatsächlich extrem wichtig zu verstehen, dass man als Darsteller/in und Mensch generell nie fertig, perfekt oder vollkommen sein wird, sondern immer weiterwachsen darf und soll.

7. Was ist dein Lieblingsmusical?

Ich habe keins. Es gibt viele, die ich sehr liebe und die mir besonders am Herzen liegen. Rent, Dogfight, Cindy Reller, Tanz der Vampire, Waitress und viele andere 

8. Was würdest Du zur Zeit machen, wenn nicht die Corona Pandemie gekommen wäre?

Ich würde die abgefahrene Urlaubsrevue „Tschüssikowski“ im Schmidt Theater spielen sowie auch das Musical „Trash Island“ im Schmidtchen. Wahrscheinlich würde ich die ersten warmen Sommerabende mit meinen überaus attraktiven, tollen Kollegen und Kolleginnen mit einer Kiezmische auf dem Spielbudenplatz verbringen. Mich morgens zum späten Frühstück verabreden und mich tagsüber noch in BauchBeinePo-Fitnesskursen oder in einer Jazz Funk Klasse verausgaben. Die ersten Frühlings- und Sommermonate sind die Schönsten im Jahr. Die kann ich sogar mit Corona gerade sehr genießen. Ich habe zwei Wünsche

9. Dein größter Wunsch wäre?

Ich habe zwei Wünsche – Gesundheit für meine Familie – Dass mehr Menschen an sich glauben und Selbstvertrauen haben

10. Wie ist dein Jahr 2020 „geplant“?

Sobald die Theater wieder öffnen, werde ich wieder im Schmidt Theater auf der Bühne stehen. In verschiedenen Stücken bis Ende des Jahres. Ich werde meinen 27. Geburtstag feiern, meine beste Freundin wird im Sommer heiraten und ich werde meinen Traumprinzen kennenlernen. 😉

Interview mit Nikko Forteza

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

Warmherzig, Verständnisvoll, lachen.

2. Wie hast du auf deine Zusage für Harry Potter und das verwunschene Kind reagiert?

Ehrlich gesagt, anders als erwartet. Ich hatte für meinen Abschluss gerade eine Unterrichtsstunde, als der Anruf kam. Ich bin dran gegangen und als dort die Nachricht kam, dass sie mich haben wollten und zwar als Swing – da war ich erst fassungslos, dann überfordert und dann kam die Panik vor der großen Aufgabe, die es bedeutet Swing zu sein. Im Großen und Ganzen habe ich mich sehr gefreut, schließlich ging damit ein Traum in Erfüllung.

3. Lieblings Harry Potter Charakter?

Dobby

4. Wieso sollte man sich das Stück anschauen?

Der Zuschauer wird schon beim Betreten des Mehr Theaters in eine neue, magische Welt eingezogen. Ich finde, es ist ein ganz anderes Gefühl, die Magie dieser Welt dann auch auf der Bühne live zu erleben, als bloß auf dem Sofa sitzend die Filme zu schauen.

Es geht aber nicht nur um die Magie. Wir zeigen Menschen auf der Bühne, die mit Ihren Problemen kämpfen und daran wachsen, Entscheidungen treffen, sich verlieben oder trauern. Als ich das Stück in London geschaut habe, war ich sehr beeindruckt von der Natürlichkeit und emotionalen Tiefe, die durch einfachste Mittel auf der Bühne dargestellt werden.

Harry Potter Fans kommen auf jeden Fall auf Ihre Kosten, aber auch Zuschauer, die noch nie etwas mit Harry Potter zu tun hatten. Und das macht unser Stück aus!

5. Ihr hattet bis jetzt nur Previews. Ist man als Darsteller dann nicht traurig, dass die offizielle Premiere verschoben wurde?

Uns allen war es klar, dass irgendetwas passieren wird. Wir hatten schon einige Vorstellungen mit reduziertem Publikum.Es war aber dann schon ein Schock, dass die Premiere und damit die Wiederaufnahme erst im Oktober stattfinden wird. Mittlerweile kristallisiert sich ja heraus, dass nicht nur wir bis Oktober eine Pause einlegen. Wir haben das Glück, dass wir in Kurzarbeit geschickt wurden, was leider nicht auf alle Kollegen im Business zurzeit zutrifft. Für mich persönlich war es schade, dass ich einen Off-Day hatte als diese Entscheidung verkündet wurde und ich mich so nicht von vielen verabschieden konnte.

6. Wie ist es, an einem Tag zwei Stücke (Teil I und Teil II) zu spielen. bzw beide Teile an zwei Tagen?

Ich war bis jetzt nur als Swing auf der Bühne und kann daher noch nichts sagen, was endgültig besser ist. Aber ich glaube es ist besser, an einem Tag beide Stücke zu spielen, dann hat man den emotionalen Bogen. Es ist viel und anstrengend, aber dennoch erfüllender.

7. Bist Du stolz auf das, was du bisher erreicht hast?

Mit 23 Jahren habe ich erst angefangen, diesen Weg zu gehen. Jetzt bin ich schon bei Harry Potter und das verwunschenes Kind. Darauf kann ich stolz sein.

8. Kennst Du masterclass.de? Wenn ja, kannst du da Kurse empfehlen?

Ich habe gerade erst angefangen. Und mir somit etwas gegönnt für dieses Jahr. Ich kann noch nichts Genaues sagen. Die Kurse von Helen Mirem und Nathalie Porten sind sehr zu empfehlen.

9. Du hast 2019 deine Ausbildung an der Universität der Künste in Berlin beendet. Anschließend warst Du in Hanau bei Jacob und Wilhelm-Weltenwandler. Wie fandest Du deine Zeit dort?

Es war eine tolle Zeit. Es war zwar stressig, da ich zur gleichen Zeit meinen Abschluss gemacht habe. Gleichzeitig aber auch toll, mein erstes Engagement in Hanau zu haben, da ich dort zur Schule gegangen bin. Heimspiel sozusagen!

10. Bist du Tee oder Kaffeetrinker?

Tee. Schwarz

11. Was machst Du, um dich fit zu halten?

Workouts. Meistens mit unserem Dance-Move-Captain und dem Ensemble. Das ist lustig und macht Spaß.

12. Wie sieht dein Alltag zur Zeit aus?

An guten Tagen strukturiert 🙂 Morgens früh meistens zwischen 9-9:30 Uhr aufstehen, danach nehme ich mir meistens die Zeit und schaue in den Social Media Kanälen ein wenig oder mach Sudokus und frühstücke. Dann um 12:00 Uhr eine Stunde Workout. Und dann ab 14:00 Uhr widme ich meine Zeit Projekten oder treffe mich mit Freunden (selbstverständlich einzeln und mit 2 Metern Abstand) um z.B. spazieren zu gehen.

An schlechten Tagen wird selten die Couch verlassen.

13. Wie hast Du deine Ausbildung erlebt?

Sehr stressig, aber auch sehr erfüllend. Es waren vier Jahre Ich-Studium. Daran bin ich sehr gewachsen.

14. Wie findest Du Hamburg?

Toll. Ich wollte schon immer einmal nach Hamburg oder nach Wien. Ich finde es überall in Hamburg schön. Und ich fühl mich sehr wohl.

15. Wo siehst Du dich in fünf Jahren?

🙂 Ich möchte singen und tanzen und spielen. Ich hoffe – und darauf arbeite ich auch hin – dass ich gut im Geschäft bin und Projekte mache die mir am Herzen liegen.

16. Wie sieht dein Jahr 2020 „geplant“ aus?

Ab Oktober 2020 hoffentlich wieder Harry Potter 🙂

Interview mit Maik Lohse

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Ich mache das jetzt mal anders 😉 Ich habe 3 Freunde gebeten, mich mit 3 Worten zu beschreiben. Hier ist was sie gesagt haben : „Weltoffen, Sensibel und Quietschfidel“, „Loyal, hilfsbereit, ehrlich“ und „Sympathisch, Gentleman, wortgewandt“ (Vielen Dank an Euch 3 – der Scheck ist in der Post :- D)


2) Wie bist du zum Musical „Heiße Ecke gekommen“?

Also wenn ich nur den Teil erzähle, wäre es vielleicht etwas langweilig, denn wie das halt IMMER so ist – ich habe eine Audition gemacht und den Job bekommen (mega spannend!). Muss dazu aber sagen, daß ich schon damals, als ich meine ersten Engagements in Hamburg hatte (*hust* 1992 *hust*) ich ein großer Fan des Schmidt und des Schmidt Tivoli war. Dann habe ich ja von 1994-2018 nicht in Hamburg gelebt und/oder gearbeitet. Und als ich 2018 mit „Mary Poppins“ wieder nach Hamburg kam, habe ich sehr schnell gemerkt, daß sich daran nichts geändert hat und ich die „Atmosphäre“ und die „Art“ wie dort Theater gemacht wird, sehr mag UND es auch etwas ist, was ich wirklich noch nie (oder zumindest SEHR SEHR lange nicht) gemacht habe. In dieser Zeit sagten auch ein paar Kollegen von mir, die dort (teilweise schon sehr lange) arbeiten, daß ich wohl sehr gut in die „Schmidt“ Familie passen würde – und ehrlich gesagt – das Gefühl hatte ich auch. Also bin ich im Sommer 2019 auf eine „generelle“ Audition gegangen, bei der sich das Schmidt Team einfach nur mal Leute für alle möglichen aktuellen und zukünftigen Produktionen anschauen wollte. Im November bekam ich dann eine Einladung für eine „Heisse Ecke“ Audition Anfang Dezember….und Anfang Januar begannen meine Proben 😉


3) Auf was könntest Du in Deinem Leben nicht verzichten?

Also ich nehme das jetzt mal als wirklich „existenzielle“ Frage und nicht als „auf dein Handy“, auf „Pizza“. Von daher würde ich sagen teilen sich den ersten Platz „Familie, Freunde und Musik“


4) Warum macht du heute den Job, den Du heute machst?:)

Weil ich nix anderes kann :-P. Also ich muss in meinem Fall wirklich sagen, daß mir mit ca 16 schon klar war, daß ich IRGENDWAS in diesem Feld machen möchte – „Musical“ wie heute gab es zu der Zeit in Deutschland ja kaum oder gerade erst. Aber ich fühle mich nirgends und bei keiner Tätigkeit so wohl, wie beim Singen, Schauspielern und Leute zum Lachen bringen.

5) Du hast sowohl in Stuttgart als auch in Hamburg im Musical „ Mary Poppins“ gespielt. Was war dein schönstes Erlebnis ?

Natürlich sind „Premieren“ und „Dernieren“ immer mit die schönsten Erlebnisse, weil da immer so eine schöne bzw traurig schöne Stimmung herrscht. Aber ich erinnere mich immer gerne an unsere „Mitarbeiter Preview“ (das ist wenn aus ganz Deutschland Leute aus allen Stage Theatern und Abteilungen eingeladen werden um eine Vorstellung eines neuen Stückes zu schauen) in Stuttgart war. Die Stimmung an diesem Abend werde ich nie vergessen – ich war so unfassbar stolz auf unsere Show und man hat in jeder Minute an den Reaktionen der Kollegen gemerkt, daß wir das auch sein konnten

6) Welches Theater von Stage fandest du schöner? Stuttgart?

Also ich bin da natürlich etwas befangen oder vorbelastet. Ich habe mittlerweile 10 Jahre meines Lebens im Apollo Theater in Stuttgart gearbeitet und halte in dem Theater zumindest auf der Darsteller Seite auch immer noch den Rekord glaube ich. Von daher ist das Apollo einfach mein „Zu Hause“ Theater und ich freue mich jedes Mal, wenn ich dorthin zurückkehren darf.

7) Du warst eine lange Zeit in den USA tätig. Wieso gerade USA? Und wie war deine Zeit dort?

Wieso gerade USA kann ich einfach beantworten. Während meiner „Miss Saigon“ Zeit haben ich und eine Kollegin uns sehr ineinander verliebt – und sie war Amerikanerin – also haben wir den Entschluss gefasst zu heiraten und zusammen „zurück“ (zumindest für sie) nach Amerika zu ziehen. Die Zeit dort war für mich in vielerlei Hinsicht sehr interessant und lehrreich. Zuerst einmal hatte ich natürlich die Chance mit der National Tour von „Miss Saigon“ fast 2 Jahre durch das ganze Land zu ziehen (ich sage nur 2 Monate Hawaii baby!) und hatte somit nicht nur die Möglichkeit dieses wundervolle Stück auch noch mal auf englisch zu spielen, sondern habe auch SO viel von dem Land gesehen in der Zeit – wahrscheinlich mehr als manche Amerikaner in ihrem ganzen Leben. Es war aber auch die (zum Glück einzige) Zeit in meinem Leben, wo es mal eine richtige „Trockenphase“ gab und ich wirklich JAHRE auf keiner Bühne gestanden habe. Aber genau diese Zeit hat mir gezeigt, wie sehr ich das Singen, das Spielen und die Bühne brauche und hat mir eine große Wertschätzung dessen, was ich hier mache gelehrt.

8) Als Schauspieler standest Du schon u.a. mit Christoph Maria Herbst und Bully Herbig vor der Kamera. Wie war die arbeit? Und für welche Produktion standest Du vor der Kamera?

Ich war ja 2008 bei der Castingshow „Bully sucht die starken Männer“ dabei. Bin dazu gekommen , wie die Jungfrau zu Kinde ;). Meine damalige Freundin sagte zu mir „Da MUSST Du hin!“…ja und dann musste ich da wohl hin. Hatte mir keinerlei Chancen ausgemalt und wie das bei solchen Shows manchmal so ist, nimmt das alles auf einmal so ein Eigenleben an und Schwupps…stand ich im Finale der Show live auf Pro7. In diesem Finale habe ich die Rolle dann doch leider gegen meinen „Kontrahenten“ verloren und dachte, das wars. Ein paar Monate später rief mich jedoch der Regieassistent an und bot mir eine kleine Rolle in dem Film an. Es waren im Endeffekt 7 Drehtage und wenn man im Film mal kurz nicht aufpasst, verpasst man meine 2-3 Momente auch ganz schnell. Aber ich durfte zwei Mal nach Malta fliegen für eine Woche für mehrere Drehtage und der Film war damals der grösste und teuerste Film der in Deutschland gedreht wurde in dem Jahr von daher war es toll dabei zu sein.
Bully ist genau so wie man ihn sich vorstellt. Ein unfassbar lieber, witziger und geduldiger Mensch. Ich habe in meiner ganzen Zeit bei der Show oder bei den Dreharbeiten nicht einmal das Gefühl gehabt, der Bully den man „so kennt“ ist gar nicht so. Wir haben uns später noch mal bei der „Schuh des Manitu“ Premiere im TdW getroffen und auch da war er sofort wieder unglaublich nett, zuvorkommend und „nahbar“. Jetzt habe ich einen Roman zu Bully geschrieben und jetzt kommt Christoph Maria Herbst : Christoph Maria Herbst ist einfach geil! 😀 Toller Schauspieler, toller Kollege, UNFASSBAR lustig. Der Mann hat es auf jeden Fall verdient, da zu sein wo er ist.

9) Wie vertreibst Du dir zur Zeit deinen Tag ?

 Oh Gott. Das ist für uns alle glaube ich momentan so ein Problem. Also zumindest für alle, die nicht mehr zur Arbeit „können“ oder dürfen. Das ist wirklich ein sich täglich oder wöchentlich evolutionierendes Gebilde :-D. Es gibt Tage, da ist man wirklich einfach der „Blob“, der den ganzen Tag vor dem Rechner/auf der Couch etc rumhängt und sich einfach nur berieseln lässt. Und dann natürlich die „Nein! Genug damit! Heute mache ich was SINNVOLLES!“ Tage. Das wechselt sich halt immer ab. Ich versuche halt wirklich so viel wie möglich zu Hause zu bleiben und halt nur zum einkaufen, spazieren gehen oder vielleicht mal EINEN Freund treffen nach draussen zu gehen. Das schöne Wetter macht es einem natürlich einerseits angenehm (stellen wir uns mal vor während dieser Zeit wäre es JEDEN TAG nur grau und regnerisch – ich glaube, daß würde noch mehr aufs Gemüt schlagen) auf der anderen Seite eben auch „zu angenehm“ für die Leute, die diese ganze Sache vielleicht noch nicht so ernst nehmen….oder jetzt schon NICHT mehr so ernst nehmen.
Ich nehme manchmal Songs auf….ich mache Interviews für Musical Blogs ;-). Wir stellen gerade für nächsten Sonntag einen „Miss Saigon Stuttgart“ Reunion zusammen – also virtuell – wo wie uns alle teilweise seit 30 Jahren zum ersten Mal wieder sehen und manche von uns auch performen werden. Da freue ich mich sehr drauf. Allerdings (bevor jemand fragt) ist dieses Event nicht „öffentlich“ sondern nur für uns.

10) Was ist für 2020 „geplant“?

Tja, das ist die Frage aller Fragen oder? Momentan kann man einfach gar nichts planen. Leider (und natürlich aus verständlichen Gründen) gehörten Theater zu den ersten Dingen, die geschlossen wurden und genau so leider werden sie auch zu den letzten Dingen gehören, die wieder geöffnet werden – und dann unter welchen Auflagen und Voraussetzungen ist ja auch noch niemandem klar. Denn – und ich hoffe das ist allen klar – „So wie vor Corona“ wird es wenn überhaupt, erst wieder werden, wenn es einen Impfstoff gibt. Denn egal wie sehr wir jetzt zu Hause bleiben und „social distancing“ betreiben – das Virus „verschwindet“ ja nicht einfach. Von daher sind selbst in einer „flat curve“ Welt Veranstaltungen mit vielen Menschen immer ein Risiko. Von daher sage ich mal nicht, was für 2020 „geplant“ ist, sondern was von mir „gehofft“ wird : Und das ist, daß die gesamte Kunst- und Kulturbranche aus dieser Geschichte irgendwie mit einem „blauen Auge“ davon kommt. Das es die kleinen und großen Theater schaffen, sich über Wasser zu halten und auch nach der Krise Mittel und Wege finden um weiter existieren zu können – und dasselbe gilt für alle meine Kollegen. Wenn von dem was man kann auf einmal einfach nichts mehr gemacht wird… nirgendwo…dann ist das schon ein ziemlich beklemmendes Gefühl, daß natürlich auch mit starken Zukunftsängsten verbunden ist. Aber (um hier zum Ende hin noch die Kurve zu kriegen), eine meiner grössten Stärken glaube ich ist, daß ich immer positiv denke und, egal was kommt, immer daran glaube, daß irgendwie „alle gut“ werden wird. Von daher – bleibt zu Hause (wenn ihr könnt), wascht Euch eure verdammten Hände 😉 und vor allem….bleibt bitte alle gesund

Interview mit Johanna Zett


1)Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Diese Frage habe ich direkt an meinen Mann weiter gegeben, weil ich sie so schwierig finde. Er hat es erst auf meinen Job bezogen und meinte Perfektionist, kollegial und (gut) vorbereitet. Und persönlich fügte er hinzu (gute) Mutter 😉

2) Wie sieht momentan dein Alltag zuhause aus?

Puh, ich weiß nicht, wie spannend das für euch ist. Da ja alle Kindergärten geschlossen sind, besteht mein Alltag darin, mein Töchterchen zu Hause zu unterhalten und so weit es geht zu unterrichten. Das macht sie mir zum Glück sehr leicht. Aber Zeit, um kreativ an mir selbst zu arbeiten bleibt dafür leider nicht.

3) Wie war es für dich damals Tarzan zuspielen ?

Es war das größte Abenteuer meines jungen Lebens 😉 Ich habe es so genossen, 3 verschiedene Parts spielen zu dürfen und es gab kaum Wochen, an denen ich durchweg Ensemble gespielt habe. Die Abwechslung war also trotz En Suite sehr groß und ich bin von dem Stück nie gelangweilt oder ermüdet gewesen. Es wäre der Wahnsinn, wenn das nochmal in Deutschland aufgenommen wird! Große Umarmung an meine Affen-Familie <3

4) Wenn du eine berühmte Persönlichkeit -egal ob lebendig oder tot- treffen dürftest. Wer wäre es und warum?

Oh, wie schwierig! Ich würde so gern Musikunterricht bei Mozart nehmen! Zusätzlich würde ich mich gern bei einem langen Dinner-Abend von Merryl Streep und Michael Jackson inspirieren lassen. Und ich würde wahnsinnig gern einmal mit Cobie Smulders und Alyson Hannigan arbeiten, egal, ob vor der Kamera, auf der Bühne oder im Schnellrestaurant 😉

5) Welche war die beste Entscheidung in Deiner beruflichen Laufbahn?

Trotz allem Hören-Sagen, Gerüchten über das Karriere-Aus o.ä. war es die beste Entscheidung, Mutter zu werden und uns damit den größten Wunsch zu erfüllen. Natürlich entschleunigt es mich als Künstlerin aber das ist es allemal wert.

6) Welchen Beruf haben sich Deine Eltern für Dich vorgestellt?

Haha, ich komme aus einer Arztfamilie. Es lag nahe, dass ich auch Medizin studiere, wie meine Schwester. Das war auch lange der Plan. Mein Papa hat mich immer als Chirurgin, spezialisiert auf Hand-Chirurgie, gesehen, weil ich so gut in fummeliger Feinmotorik bin und um mich herum alles ausblenden kann, wenn ich mich konzentriere. Ich gebe zu, manchmal denke ich, ich wäre doch lieber eine gute Ärztin geworden aber das Studium war mir zu viel Auswendig-Lernerei. Ich wollte direkt praktisch und effizient arbeiten.

7) Was macht dir an Deinem Job am meisten Spaß?

Es wäre einfacher zu beantworten, was mir NICHT Spaß macht 😉 Ich liebe es natürlich an erster Stelle zu singen. Und wenn das auch noch bei Leuten so ankommt, dass sie berührt waren und mir dann schreiben (auf welchem Kanal auch immer), geht mir natürlich das Herz auf. Eine Rolle zu erarbeiten, genau in den Proben zu besprechen, sich einzufühlen und nachzuempfinden erfüllt mich so sehr. Und somit habe ich mich im Schauspiel entwickelt und heran getastet, bis ich meinen Weg gefunden habe. Ich liebe auch den Moment, wenn die Proben für ein neues Stück bevorstehen und das Material, das Text- und Notenbuch, in der Post sind. Dann bin ich immer ganz aufgeregt und schmeiß mich damit sofort in die Ecke und lese das neue Projekt komplett durch.

8) Du hast 2014 dein Schauspielstudium an der Hochschule für Musik und Theater in Leipzig beendet? Wie bist du dadurch zum Musical gekommen?

Ich habe auch Popularmusik studiert, was Musical, Rock, Pop und Jazz enthielt und Gesangspädagogik. Die Aufnahmeprüfung hatte ich auch im Klassischen Gesang gemacht. Aber als ich schon im Popular-Fach angenommen wurde, habe ich die zweite Runde dort abgesagt.

9) Für die Amerikanische Serie „ Orange is the new black“ hast du Debbie deine Stimme geliehen. Wie war für dich die Arbeit als Synchronsprecherin?

Wirst du das nun öfters machen wollen?

Ja, ich habe danach noch die Rolle Adelaide in der Netflix-Serie „Maniac“ gesprochen. Und in einer Folge „The Good Fight“ habe ich sogar eine Gesangssequenz synchronisiert. Ich hoffe sehr, dass ich noch mehr synchronisieren darf. Aber wie überall ist es auch dort sehr schwer, Rollen und überhaupt Jobs zu bekommen. Ich bleibe aber dran, denn das macht unheimlich viel Spaß und ist etwas, das ich hier in meiner Heimatstadt easy machen kann.

10) Wie ist Dein Jahr 2020 „geplant“? Was steht regulär bei dir auf deinem Plan?

Tja, ich habe immer noch nicht die Hoffnung aufgegeben, dass „Robin Hood“ in Fulda stattfindet, das würde mir sonst das Herz brechen. Ich liebe den Musicalsommer und habe mich so gefreut, die Erstbesetzung als Marian angeboten zu bekommen, was mir die Freiheit und Ehre gibt, diese Rolle komplett zu entwickeln und im Probenprozess aufleben zu lassen (siehe Frage 7). Ich freue mich auch schon so sehr, mit dieser super Cast zusammen zu arbeiten. Ich drücke weiter die Daumen.

Die Shows im Boulevardtheater Dresden, die ich jetzt bis Anfang Mai spielen würde, sind auch erstmal abgesagt. Und die Auditions für die Produktionen im Herbst sind auch alle bis auf Weiteres verschoben. Es bleibt also ungewiss, wie ich mein 2020 verbringen werde.

11) Was machst Du an einem Freien Tag?

Wir sind Gamer! Früher hat man das mit Couchpotatoe gleichgesetzt, heute spielt fast jeder Videospiele. Der Sport kommt aber nicht zu kurz. Außerdem besuchen wir die Familie, kaufen ein o.ä.

12)  Hast du ein Ritual bevor du auf die Bühne gehst?

Eigentlich nicht. Je nach Show singe ich mich eventuell mehr oder weniger ein, aber ich quatsche vor der Vorstellung meist noch ein bisschen mit den Kollegen oder konzentrier mich einfach.

13)  Welche Bühne hat dich bis jetzt am meisten beeindruckt?

Auf jeden Fall die Tarzan-Bühne in Stuttgart. Die konnte schon einiges .Und viele Mitarbeiter waren für die Pflege der ganzen Seile und Fluggeschirre zuständig, zusätzlich zum „normalen“ Theaterbetrieb. Es war so cool in der „Hüpfburg-Wand“ zu sitzen, die um die ganze Bühne verlief, damit wir nicht gegen Metall knallen, wenn wir von einer zur anderen Wand fliegen. Sehr abenteuerlich.

14) Nimmst du selbst noch Gesangsstunden, wenn ja bei wem bist du ?

Leider komme ich nur sehr wenig dazu, Stunden zu nehmen. Aber in letzter Zeit haben mir zwei befreundete Kollegen sehr geholfen, mich auf eine Audition vorzubereiten. Ich empfehle wärmstens Konstantin Zander und Julian Wejwar, die beide mit dem Estill Voice Modell arbeiten, was für mich ziemlich gut funktioniert. Aber ein Arzt operiert sich nicht selbst, deshalb komme ich bei mir selbst nicht allein darauf, wo es klemmt 😉

15) Dein größter Traum?

Hoffentlich komme ich noch viel rum. Wir würden gern nochmal Asien bereisen, Japan und/oder China sehen, ein Musical am Broadway besuchen und New York erkunden und vieles mehr. Kurzum: Reisen!

16)  Wie willst Du mal von der „Bühne des Lebens“ treten?

Puh, so direkt habe ich darüber noch nicht nachgedacht. Natürlich denkt man immer mal über einen Plan B und C nach, vor allem in der derzeitigen Situation. Aber zu einem eindeutigen Ergebnis bin ich dabei noch nicht gekommen. Ich hoffe, ich verstehe die Frage richtig und ihr wollt wissen, wie ich mal meine Karriere beenden will, und nicht, wie ich sterben will, hahaha.

17)  Was ist dein Lebensmotto?

Wenn du es WIRKLICH willst, dann schaffst du es auch!

18)  Mit wem würdest Du gerne einmal oder noch einmal zusammen auf der Bühne stehen?

Ich freue mich ja tierisch auf die Robin Hood Cast in Fulda! Außerdem würde ich so gern mal wieder mit meiner Freundin Anna Thorén spielen! Wir hatten immer unheimlich viel Spaß und sie ist eine meiner größten Idole, zu dem ich aufschaue.

19) In welchem Land würdest Du gerne Leben und warum?

Ich könnte mir vorstellen, als Rentnerin auf die Kanarischen Inseln auszuwandern. Vor allem wegen des Wetters/Klimas. Die Leute sind auch sehr herzlich und das Essen fantastisch. Und das Beste: MEER

20) Was würdest Du tun, wenn du unendlich viel Geld hättest?

Eigentlich „nur“ ein Haus bauen, mit meiner Familie teilen und alle absichern und für die Ausbildung der Kinder zurücklegen. Leider ist das schon ein Vermögen.

Mit unendlichen Ressourcen würde ich spenden, spenden spenden! Reinigt die Ozeane, lasst niemanden auf der Welt hungern, forscht und findet alle Heilmittel, die wir brauchen können, erhaltet den Lebensraum der Tiere…. die Liste ist so unendlich wie das imaginäre Geld.

Interview mit Karolin Konert

1)    Beschreibe dich mit drei Wörtern

Liebevoll, Lustig, Zielstrebig

2)    Wie geht es Dir zur Zeit?

Mal so- mal so. Ich vermisse die Bühne sehr. Aber ich versuche diese Zeit für mich zu nutzen (z.B. im Garten ;))

3)    Was würdest Du grade tun, wenn es nicht diese Corona Zeit wäre?

Ich würde THIS IS THE GREATEST SHOW und MARTIN LUTHER KING spielen. Mit beiden Shows wäre ich auf Deutschland- Tour gewesen.

4)    Würdest Du gerne neben der Künstlerkarriere noch andere Berufe ausprobieren?

Das mache ich schon: Ich studiere Psychologie und coache angehende Studierende, die an die Musicalschulen / Unis möchten und helfe ihnen, sich zurecht zu finden.

5)    Wie oft arbeitest Du an deiner Stimme und was hältst du von CVT?

Mit meiner Stimme „arbeite“ ich täglich. Singen gehört für mich einfach dazu. Ich bin mit CVT durch Workshops und durch die Literatur des Buches in Kontakt gekommen. Für mich hat die Technik spannende Aspekte, wobei ich betonen möchte, dass das jeder für sich selber entscheiden muss, welche Technik funktioniert. Das ist hochindividuell.

6)    Wie bist du zum Musical gekommen?

Durch meine Eltern lach. Ich habe damals Jekyll & Hyde gesehen und habe gesagt: „Das möchte ich auch einmal machen. Ich möchte so gerne mal Lucy spielen!“ Anfangs war es ein Hobby, das mich dann einfach nicht mehr losgelassen hat.

7)    Du bist bei Martin Luther King dabei. Wie findest du es mit einem Chor im Rücken zu singen?

Mega. Ich singe viele Passagen mit dem Chor und das Gefühl von Verbundenheit ist überwältigend.  

8)    Hast du eine Traumrolle, die Du unbedingt mal spielen möchtest?

Ich möchte sehr gerne einmal Lucy bei Jekyll & Hyde spielen. Oder auch Elphaba bei Wicked. Um nur zwei von Vielen zu nennen 😉

9)    Was ist dein Größter Wunsch?

Ich möchte nicht mehr so viel planen und mehr im hier und jetzt leben.

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus, bzw. was ist geplant?

Durch Corona weiß ich das noch nicht. Deshalb würde ich sagen: ich plane Geduld zu haben und schaue einfach, was geht.

Interview mit Timm Moritz Marquardt

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Zurückhaltend, zielorientiert, vielseitig

2) Was würdest Du zur Zeit spielen, wenn es nicht diese Corona Zeit gäbe?

Ich würde jetzt im Theater Lüneburg den Janko bei Doktor Schiwago spielen.

3) Wie bereitest du dich für eine Audition vor?

Ich suche mir Informationen zusammen über das Musical, die Charaktere und erarbeite die geforderten Songs oder Monologe meist mit Hilfe des Gesangslehrers.

4) Mit welchem/welcher Kollegen/Kollegin möchtest Du gerne einmal zusammen spielen?

Ehrlich gesagt, habe ich mir darüber noch keine Gedanken gemacht. Ich bin noch im Prozess der Selbstfindung und es gibt sehr viele fantastische Darsteller und sicherlich kann man von jedem auch lernen.

5) Wie sieht deine Fitness Routine aus?

Ich fahre sehr viel Rad und mag Läufe in der Natur, zudem versuche ich dreimal die Woche Krafttraining zu machen. Wenn ich es schaffe, gehört auch dreimal die Woche Tanzen dazu.

6) Wenn Du eine Frauenrolle spielen könntest, welche wäre es? Und warum?

Die Rolle Maureen aus dem Musical Rent, weil das eine vielseitige Rolle mit dem coolen Duett „Take me or leave me“.

7) Was sollten Kinder unbedingt im Musikunterricht lernen?

Ich finde es ganz wichtig, dass Kinder sehr früh sich mit Musik auseinandersetzen und Rythmus lernen. Der Kinderchor bietet eine spielerische, abwechslungsreiche, stimmbildnerische und musikalische Grundarbeit. Ausserdem ist es eine tolle Erfahrung auf der Bühne gemeinsam mit anderen Kindern zu stehen. Und bei mir hat es nicht geschadet 🙂

8) Was war das größte was Du bis jetzt erlebt hast?

In der ausverkauften Barclaycard-Arena in Hamburg mit Robbie Williams auf der Bühne zu stehen. Da hat sich für mich auch ein ganz besonderer Kreis geschlossen.

9) Wo siehst Du dich in 10 Jahren?

Auf der Bühne – in immer wieder herausfordernden Rollen! Wobei ich denke, dass sich die Musicalwelt verändern wird bis dahin. Mehr hin zu mutigen neuen Musicals, mehr zu Stadttheatern und sicher auch mehr Konzerten.

10) Wie ist dein Jahr 2020 „geplant“

Ich werde im Sommer in Merzig bei Jekyll & Hyde spielen und im Herbst in einem anderen Musical noch mitspielen und zudem in einem ehrenamtlichen Musical in Hamburg „Zwischen Himmel und Erde“. Das Projekt liegt mir einfach sehr am Herzen, da es eine Produktion ist, in der ich mich sehr viel einbringen kann und ich habe das Team einfach liebgewonnen. Allerdings muss ich dazusagen, dass ich bei der Premiere leider nicht spielen werde. Drei Konzerte sind in Planung, da bleibt es spannend.

Interview mit Judith Jandl

  1. Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

lustig, immer hungrig, lieb

2. Was würdest Du gerade machen, wenn es nicht die Corona-Krise wäre?

Ich wäre in Hamburg und würde mit meinen wundervollen Kollegen im Hansa Variete Theater in CABARET auf der Bühne stehen! Dieses Stück war/ist einfach so bitterschön, und gut gemacht, mein Gott, ich vermiss es! Aber im Herbst kommen wir zurück !Versucht es zu sehen, es zahlt sich aus!

3.Hast du noch Kontakt zu deinen Kollegen von Knie?

Ja natürlich, mit ein paar mehr, mit ein paar weniger, so wie das halt ist. Nach Produktionen verläuft sich das immer schnell, weil jeder weiterzieht, aber jetzt hab ich ja genügend Zeit um mal durchzuklingeln 😉

4.Wie war deine Zeit bei The Voice?

Sehr cool! Ich hab viel gelernt und tolle Menschen kennen gelernt! Wenn man bei diesem Format gut aussteigt, mit weiterkommen und guten Video Material ist es super. Aber wenn nicht, ist es frustrierend! Ich kenne einige Mega Sänger die nicht weiterkamen, dass es nur noch auf die Stimme ankommt stimmt inzwischen nicht mehr! Die Lieder werden für dich gewählt und je außergewöhnlicher dein Typ und deine Performance desto mehr Zuschauer,desto eher kommst du weiter, desto mehr Klicks, desto mehr Kohle für den Sender…. ich finde es gerade sehr schwer authentische Formate zu finden. Auch auf Insta und Co, poste ich nach meinem Geschmack/Überzeugungen? Oder um mehr Clicks zu bekommen? Oder um mein Selbstwertgefühl durch bearbeitete Selfies zu pushen? Diese Aufregung und Freude über viele Likes kann ungesund werden! Es ist schwer sich treu zu bleiben in dieser TV-socialMeida Umgebung!

5. Du hast letztes Jahr in Fulda. Wie war es für dich dort spielen zu dürfen?

Wunderschön! Der beste Sommer meines Lebens! Wir waren ein so gutes Team, und haben natürlich das Ambiente, den Domplatz und das Stück geliebt! Spotlight bringt einfach jedes Jahr richtig gutes Musical auf die Bühne, Peter Scholz und Dennis Martin machen da einen richtig guten Job. Eine große Ehre und Freude da auf der Bühne stehen zu dürfen!

6. Dieses Jahr heißt es Fulda 2.0. für dich mit Robin Hood. Worauf freust du dich am Meisten?

Eigendlich Fulda 3.0 🙂 Ich durfte ja schon 2018 in Medicus als Mary Cullen auf der Schlossbühne stehen.

Auf das neue Stück, eine Welturaufführung ist immer etwas ganz besonderes, es wird ja komplett neu entwickelt und bei solch einem Prozess dabei zu sein, passiert nicht alle Tage!

Man darf gespannt sein, allein die Cast ist schon …. Hammer!

7. Wirst du beim Musical bleiben?

Ich studiere gleichzeitig Gesangspädagogik für Popularmusik in Wien an der MDW, es ist ein Vollzeitstudium was neben dem Job manchmal eine richtige Herausforderung ist.

Ich möchte gleichzeitig meine Erfahrungen weitergeben und unterrichten wenn es die Zeit erlaubt, ich arbeite gern mit Menschen, auf der Bühne ist man manchmal sehr mit sich selber beschäftigt, in seiner eigenen Welt, da tut es dann gut sich mal auf jemand anderen zu konzentrieren und mit seinen Erfahrungen zu helfen!

8. Was ist zur Zeit dein Lieblings Lied?

Into the Mystic – Van Morrison

When she loved me – Laura Osnes

9. Wo mit kann man dir eine Freude machen?

Kinder Pingui, Kinder Schokolade :)))

10. Wie ist dein Jahr 2020 geplant?

Haha gute Frage…. lernen, kochen, essen, kuscheln und hoffen dass das alles ein baldiges und gutes Ende nimmt, und wir zu uns finden. Seelendetox 😀

Interview mit Maximilian Mann

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

ungeduldig, vergebend, wissbegierig

2. Was verbindet dich mit dem Lied EVERMORE? ( Aus „Die Schöne und das Biest“, dieses hast du auf einem Konzert mit Mark Seibert vor einigen Jahren gesungen, ist nun auf der Gentlemen of Voices-CD)

Ich habe das Lied kennengelernt, als wir gerade „Der Glöckner von Notre Dame“ in Berlin geprobt haben. Alan Menken war zu Besuch und unterbrach mich in einem Musikzimmer, als ich es gerade zum ersten mal sang. Ich weiß leider bis heute nicht, ob er es gehört hat.

3. Was beschäftigt dich diese Zeiten am Meisten?

Die Gesundheit meiner Freunde und Familie

4. Welche deiner Textstellen aus Aladdin magst du am liebsten?

Einer meiner absoluten Lieblingsmomente ist „Al, du bist ja immernoch voll die Prinzenrolle!“. Beim Publikum kommt der Witz eher mäßig an.

5. Bleibst du auch nach deiner Rolle bei der Glatze?

Das werde ich entscheiden wenn es soweit ist.

6. Welchen Kosename würdest du dir selbst geben?

Ich glaube Max ist völlig in Ordnung.

7. Ist ein Solokonzert in Planung?

Ja tatsächlich gebe ich dieses Jahr am 18.5. und am 3.8. meine ersten Solokonzerte im Renitenztheater Stuttgart. Nun warten wir mal ab, ob sich diese aufgrund der momentanen Situation auch realisieren lassen.

8. Du warst bei der Elisabeth -Tour damals dabei, wie fandest Du diese Produktion?

Ich habe Elisabeth geliebt. Die Rolle Franz Josef und das gesamte Stück haben mir sehr viel Spaß gemacht!

9.Bei welchem Musical hast du die meisten Erfahrungen gesammelt?

Immer bei dem jeweils aktuellen. Ich habe aus jeder Produktion sehr viel sehr lehrreiches mitgenommen. Ich bin gespannt, was es noch alles zu lernen gibt.

10. Wie ist dein Jahr 2020 geplant?

Ich fange mit der weiteren Planung an, wenn ich wieder weiß ab wann wir planen können. Bis dahin lebe ich in den Tag hinein, verwirkliche Projekte, die lange liegengeblieben sind und nehme diese Zeit als Chance.

Interview mit Jan- Philipp Rekeszus

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörter

Hartnäckig. Humorvoll. Reflektiert. 

2 .Wo würdest Du zur Zeit auf der Bühne stehen, wenn es nicht Corona gäbe?

In der West Side Story an der Oper Bonn. 

3. Nimmst du noch Schauspiel/Gesangsunterricht?

Schauspiel seltener, Gesangsunterricht so oft es geht. 

4. Welchen Satz hasst du am meisten

Aber das haben wir immer so gemacht!

5. Als Kind wolltest Du sein wie,…..

Darth Maul

6. Wie gehst Du mit negativ Kritik um?

Ich versuche sie nicht persönlich zu nehmen. 

7. Mit wem würdest Du gerne einmal einen Tag tauschen? Und warum?

Mit dem Dalai Lama. Ich würde gerne erfahren, was  in seinem Innern vor sich geht. 

8. Vermindern große Erfolge noch die Leidenschaft am Job?

Nein. 

9. Kannst du beim nichtstun nichts tun?

Das übe ich jeden Morgen einige Minuten. 
 

10.Wie ist dein Jahr 2020 „geplant“?

Wenn alles klappt: Rocky Horror Show in Dresden, WSS in Bonn, Ludwig² in Füssen, Rest folgt 🙂 

Interview mit Christian Richard Bauer

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

Rational, emotional, widersprüchlich.

2. Zur Zeit ist ja das Corona-Virus in Deutschland. Was würdest zur Zeit machen, wenn nicht dieses Virus unterwegs wäre?

Eigentlich spielen wir gerade „Die Tür mit den sieben Schlössern“ von Edgar Wallace am Imperial Theater. Eine total schöne neue Produktion, und wir hoffen alle, dass wir bald wieder spielen können. Außerdem plane und organisiere ich einen Liederabend im Schmidtchen Theater mit dem Alumni-Ensemble meiner Schauspielschule – das wird jetzt auch etwas ins Stolpern geraten, ebenso wie die Premiere des Kinofilms „Boot un Dood“, die eigentlich noch im März stattfinden sollte.

3. 2010 hast du dein Studium zum Schauspieler abgeschlossen. Wieso Schauspiel und nicht Musical?

Ich bin vor der Schauspielschule mit Musical gar nicht wirklich in Berührung gekommen. Ich habe nur immer extrem viel gesungen, auch schon auf der Bühne, und habe ansonsten Sprechtheater gespielt. Auf der Schauspielschule kam ich dann in Kontakt mit Musical und habe mich mit zusätzlichem Gesangsunterricht an der Joop van den Ende Academy breiter aufgestellt. Heute genieße ich es, so viele unterschiedliche Formen von Theater zu spielen wie möglich. Ich liebe Vielfalt und ständige neue Herausforderungen.

4. Du hast 2018 „Hallo, Dolly!“ am Ohnsorg-Theater in Hamburg gespielt. Wer das Ohnsorg-Theater kennt, weiß, dass dieses überwiegend in Plattdeutsch seine Stücke auf die Bühne bringt. Wie war es das Stück auf Platt aufzuführen?

Die plattdeutsche Sprache ist mir ja seit der Kindheit vertraut und ich spiele schon seit achtzehn Jahren auf Plattdeutsch Theater. 2015 hatten wir am Ohnsorg auch schon „La Cage aux Folles“ auf Plattdeutsch aufgeführt – auch das war also kein neues Experiment. Die Sprache macht für mich da keinen Unterschied, außer dass ich diese Sprache sehr liebe und sehr gern auf Platt spiele. Die Übersetzung der Song-Texte war zum Teil herausfordernd – zum Glück konnte ich da viele Wünsche äußern und Änderungen einbringen. Vor allem habe ich „Hallo, Dolly!“ als Produktion geliebt. Es ist ein wunderschönes, lebensbejahendes und positives Stück! Wir hatten einen wundervollen Regisseur, der alles zuallererst mit Herz macht, ein harmonisches und motiviertes Ensemble, wie ich es selten erlebt habe, und dazu die Musik von Jerry Herman. Es war wahrscheinlich das Schönste, was ich bisher spielen durfte.

5. Was ist dein Lieblingssatz auf Plattdeutsch?

Doch allens, wat ik finn, Jehann, dat is – ik stah un ween.

6. Dein Lieblingsplatz in Hamburg

Der Aussichtspunkt oben auf dem Stintfang. Ich hoffe, es wird dort nach den Bauarbeiten wieder so schön wie vorher…

7. Du hast ja schon alles gemacht, ob es Theater, TV, Musical, Hörspiele, Werbung oder Regie. Was ist deine Nummer 1?

Nummer 1 bleibt immer Theater. Zwischen Sprech- und Musiktheater kann und mag ich mich da gar nicht entscheiden. Die Vielfältigkeit von Theater ist ja gerade das Tolle!

8. Du kommst viel rum, welche Stadt gefällt dir neben Hamburg?

Ich bin ein Stadtmensch. Ich liebe Theaterstädte wie London und Wien – Kaffeehäuser, Pubs und viele Theater, das brauche ich.

9.Ab dem 20.3.20 hätte der Film Boot un Dood Kinostart gehabt, aber wegen dem Virus ist dieser Start verschoben. Worum geht es in dem Film?

Ich spiele einen von zwei Kleinkriminellen vom Dorf, die für ihre Machenschaften ein Kanu stehlen. Der Besitzer des Kanus gerät selbst unter Mordverdacht und muss sein Kanu wiederfinden, um seine Unschuld zu beweisen. Dabei stoßen sein Freund und er immer wieder mit uns zusammen – und ich bin nicht ganz ungefährlich, wie sie am eigenen Leib erfahren müssen…

10. Wie sieht dein Jahr 2020 geplant aus?

Abhängig von Corona vor allem… Der Plan ist bisher, hoffentlich bald „Die Tür mit den sieben Schlössern“ weiterzuspielen, parallel den Liederabend im Schmidtchen aufzuziehen, ein Theaterprojekt mit Schülern in Flottbek zu erarbeiten, „Ein Mann mit Charakter“ mit dem Ohnsorg-Theater für den NDR aufzuzeichnen, den einen oder anderen Radiobeitrag zu erstellen und ein Soloprojekt für 2021 vorzubereiten. Also Langeweile kommt nicht auf.

Interview mit Kai Bronisch

1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

emphatisch, emotional, Mensch

2) Du bist als Model zur Zeit unterwegs, woher kommt diese Leidenschaft zu modeln?

Das hat schon während der Ausbildung angefangen, da habe ich meinen ersten Spot gedreht. Seitdem ging es immer weiter. Ich Model ja auch nicht wirklich, ich präsentiere Produkte mit meinem Äusseren 🙂

3) Was machst du Lieber, TV-Werbung oder Fotomodel?

Das sind sehr ähnliche Bereiche, Drehen dauert immer sehr lange, weil der Aufwand sehr gross ist. Ich mag aber auch Fotoshootings, kleines Team, beides ist sehr reizvoll.

4) Du warst Jahre lang im Schmidts Tivoli in der Heißen Ecke aktiv in der Rolle „Pitter“ zu sehen, wieso hast du letztes Jahr aufgehört?

Das ist eine lange Geschichte, die sehr tief geht, im Grunde kann ich dazu sagen, dass ich sicherlich noch weitere 2000 Vorstellungen gespielt hätte, ich habe mich aber aufgrund von Entscheidungen, die am Haus getroffen wurden, dazu selbst entschieden, das Haus zu verlassen. Zwischenmenschliche Werte und Respekt sind mir sehr wichtig.

5) In diesem Zusammenhang, wie hast du deine letzte Show wahr genommen?

Oh, das war eine der schönsten Shows, die ich in 13 Jahren gespielt habe. Ich wusste schon sehr lange, dass dieser Tag kommen würde, wir hatten auf der Bühne alle sehr sehr sehr viel Spass und mein Highlight war, dass Kathi Damerow die Show geschaut hat und mir dann stellvertretend für das Ensemble Blumen auf die Bühne gebracht hat.

6) Welches war deine größte Panne im Stück „Heiße Ecke“?

Uiii viele kleine Pannen, ich bin sehr textsicher, dennoch gab es Situationen die besonders waren, wenn Franziska oder Susi mit mir die Schwaben-Szene gespielt haben, das war immer grosses Kino.

7) Wirst du nur noch als Model tätig sein, oder wirst du nochmal in einem Musical zu sehen sein?

Erstmal arbeite ich als Model und bilde mich weiter fort, es gibt sehr viele Dainge, die mich interessieren, die bekommen jetzt mehr Beachtung, im Theater reizt mich im Moment nichts so richtig, daher lass ich das mal alles in Ruhe auf mich zukommen

8) Wie heißen deine Hunde?

Pippa (12) und Odin (5)

9) Du bist sehr sportlich unterwegs, welchen Sport machst du am Liebsten?

Am liebsten bei mir im Wald, Laufen und vor allem Mountainbike fahren.

10) Was bereitet dir am Meisten Freude?

freundliche, friedliche Menschen

11) Was war der Beste Moment, den Du dank deiner Arbeit erleben durftest?

Eigentlich jeder Moment auf der Bühne, der ungeplant war und man (hoffentlich) witzig und zur Freude aller improvisieren muss. Beim Modeln sind es auch die Reisen, an Orte, die ich allein nie aufgesucht hätte, Husky-Schlittnhunderennen am Polarkreis für „Mydays“ war ein absolutes Highlight.

12) Wie läuft ein Vorsprechen am Theater im Gegensatz zu einem Fernsehcasting ab?

Im Theater spricht, singt und tanzt man vor, am Stadttheater einmal, bei den Grossproduktionen zieht sich das über mehrer Monate und viel Runden. Werbecastings gehen recht schnell, ich werde eingeladen, wenn mein Typ gesucht wird, macht das Casting, im Studio oder per eCasting zuhause und wartet dann auf eine Entscheidung.

13) Was motiviert dich?

Dass ich ein gutes Leben lebe.

14) Mit was kann man dich auf die Palme bringen?

Gier und Dummheit.

15) Was schätzt du an deine Freunden?

Loyalität und dass sie da sind, wenn ich sie brauche.

 16) Wieso sollte der Leser die Lüneburger Heide besuchen?

Weil es, so nah an Hamburg, ein absolutes Naturparadies ist.

17) Bist du glücklich?

Sehr!

18) Welche Frage würdest Du dir gerne selbst einmal im Interview stellen? Und was wäre die Antwort?

Ui, wahrscheinlich private Fragen, lach und ich würde keine Antwort geben.

19) Was ist dein größter Traum?

Ich habe mir sehr viel schon erfüllen dürfen, daher freue
mich auf neue Träume, die ich noch gar nicht erahne.

20) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Ruhig und spannend gleichermassen

Interview mit Christopher Dederichs


1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.

Treu. Offen. Anders.

2) Wie bist du zu Mars2036 gekommen? Und worum geht es im Stück?

Es gab hierfür
tatsächlich ganz normal Auditions im Januar letztes Jahr in Wien, wo ich, wie viele andere auch, hingefahren bin und man hat sich dann für mich und noch weitere Darsteller entschieden. Das Stück war eine Uraufführung aus französischer Feder mit deutscher Übersetzung und handelt grundlegend von dem Gedanken, dass wir vielleicht nicht einmal in all zu ferner Zukunft unseren Nachbarn im Sonnensystem aufsuchen müssen, weil es, wenn wir so weitermachen, bald nicht mehr wirklich lebenswert auf der Erde sein wird. Ein Millionär sucht sich dazu ein Team zusammen, um die erste Besiedelung des Mars vorzunehmen und man begleitet sie auf ihrem Weg dorthin mit allen Hindernissen und Hürden, die es dabei geben kann. Einen Grossteil der Proben hat tatsächlich die Technik für die „Schwerelosigkeit“ in Anspruch genommen, aber der Effekt kann sich wirklich sehen lassen.

3) Du wirst ab April auf Tour sein mit Wahnsinn-Das Musical. Auf was freust du dich am Meisten?

Tatsächlich auf die Musik! Meine Mutter hat früher viele CDs von Wolfgang Petry laufen lassen und ich habe dann immer mitgehört und auch -gesungen, daher sind mir viele Lieder sehr gut bekannt und wecken wirklich schöne Erinnerungen. Und ich finde sie alle sind in „Wahnsinn“ sehr gut und vor allem passend eingebunden und schön für ein grosses Ensemble musikalisch arrangiert worden. Und ich stand schon immer auf Freundschaftsbändchen. 😉

4) Was darf in dieser Zeit niemals in deinem Koffer fehlen?

Definitiv genügend Socken. Ich weiss nicht, was ich da falsch mache, aber die gehen bei mir sehr schnell hinüber. Und mein Onesie. Wenn man soviel unterwegs ist wie auf einer Tournee, will man einfach nur in bequeme Sachen schlüpfen, sodass man sich ein bisschen Zuhause mitnehmen kann.

5) Vor wenigen Wochen warst du als Künstler bei der Schreibmaschine im Schmidtchen dabei. Wie war es für dich ein Neues Stück zu präsentieren?

Ich habe in letzter Zeit an einigen Projekten solcher Art teilgenommen. Ich finde, es ist sehr wichtig, gerade im deutschsprachigen Raum, neue Musicals und Stücke, die hier entstehen, zu unterstützen und ihnen eine Plattform zu geben, wo sie sich präsentieren können. Es gibt leider immer noch viel zu wenige deutsch-deutsche Uraufführungen. Außerdem ist es immer interessant neuen Stoff als erster anfassen und aufführen zu dürfen. Da kann man einfach mal selbst kreativ werden und nicht immer nur „wiedergeben“ zu müssen.

6) Mit wem möchtest Du gerne einmal zusammen Arbeiten?

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich sehr sehr gerne „wieder“ mit Stephen Schwartz zusammenarbeiten. Er war der Komponist von „Schikaneder“ und vielen anderen meiner Lieblingsmusicals wie „Pippin“, „Wicked“ oder „Children of Eden“. Damals hatte ich leider keine Chance, ihn richtig kennen zu lernen, da ich erst nach der Premiere zur Produktion dazugestossen bin. Seine Musik ist für mich mit eine der schönsten im Musical.

7) Du wurdest 2019 mit den Nachwuchspreis bei den Luisenburg Festspielen erhalten. Was geht in jemanden vor, der 2013 seine Ausbildung beendet hat und dann so eine Auszeichnung bekommt?

Ich habe mich sehr geehrt gefühlt. Und
wir vier Piguine von Madagaskar haben ihn ja zusammen als Team-Leistung bekommen, von daher hat mir das gar nichts ausgemacht.

8) Wo möchtest du in 5 Jahren stehen?

Soweit denke ich gar nicht voraus. Das kann man in dem Beruf auf irgendwie gar nicht bzw. so bin ich als Mensch auch nicht gestrickt. Ich lasse eher alles auf mich zukommen und vertraue darauf, dass alles so kommt wie es sowieso kommen sollte. Wenn ich mir was wünschen könnte, dann wäre es definitiv in fünf Jahren zuhause in Hamburg leben und arbeiten zu können.

9) Wenn du auswandern würdest, in welches Land würdest du auswandern und warum?

Ganz genau könnte ich das gar nicht sagen, aber wenn, dann einfach weit weg von dem ganzen Trubel. Vielleicht auf ein kleines Archipel in der Karibik oder so. Hauptsache Sonne und Meer und Ruhe.

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Bisher noch ganz entspannt. Ich mache jetzt erst einmal die Tournee mit „Wahnsinn“ und dann sehen wir mal. Ich habe da auch überhaupt keinen Stress direkt danach etwas machen zu müssen. Im Sommer würde ich gerne mal zwei Wochen nach New York, da ich es dahin immer noch nicht geschafft habe. Und was dann ab Herbst ansteht, wird sich wohl erst in den nächsten Wochen zeigen. Man darf aber gespannt bleiben.

Interview mit Martin Planz

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

Ruhig, idealistisch, keinezwanzigmehr

2. Wann hast du vor wieder einmal im Rheinland zu sein?

Nun, Wallace findet ja leider nicht statt, sonst wäre ich jetzt da. Ich komme aber auf jeden Fall dieses Jahr noch, z.B. am 29.4. mit „Das ist Wahnsinn“ nach Köln in die Lanxess Arena. Ein bisschen Werbung muss sein 😊

3. Du spielst diesen Sommer in Tecklenburg. Worauf freust Du dich am Meisten?

Auf die tolle Bühne und darauf Open Air zu spielen, hoffentlich mit gutem Wetter. Außerdem werde ich viele „alte“ Kollegen wiedersehen, das ist immer schön und darauf, zum ersten Mal mit Ulrich Wiggers zusammen zu arbeiten. Darauf freue ich mich sehr. Und natürlich auf den legendären Apfelgarten. 😊

4. Was machst Du lieber, Musical oder TV Produktionen

Ich habe (noch) keinen richtigen Vergleich. Drehen macht mir Spaß und es ist toll, dass man den einen, vielleicht perfekten Moment festhalten kann. Das Ergebnis lässt aber dann oft lange auf sich warten. Live ist live! Alle gehen gemeinsam auf die gleiche Reise und das finde ich wunderbar. Du teilst das „Ergebnis“ mit den Zuschauern, ganz direkt, was ich als Zuschauer übrigens auch liebe. Wenn man das Gefühl bekommt, dass man heute Abend an keinem besseren Ort hätte sein können, herrlich. Egal ob auf der Bühne oder im Saal. Die Antwort ist also wohl Theater, Musical. Ich freue mich aber auch schon sehr darauf zu sehen, wie die Folge von „Das tote Pferd von Plön“ geworden ist, in der ich dabei war.

5. Du hättest eigentlich bei Wallace mit gespielt. Dieses Stück wurde kurz vor Premiere abgesagt. Was geht da bei dir als Darsteller durch den Kopf, wenn man das gesagt bekommt?

Interessante und schwierige Frage. Ich habe leider schon zum dritten Mal Erfahrung mit diesem Thema gemacht, daher wusste ich, dass es gewisse Absicherungen gibt, war aber trotzdem dankbar für die Hilfe seitens der Insolvenzverwaltung, was den Papierkram angeht.

Wir haben im November Erfahren, dass die vorläufige Insolvenz angemeldet wurde (was ja auch bekannt ist) also kurz bevor die Endproben auf der Bühne anstanden. Da ging mir einiges durch den Kopf. Es war ein sehr unsicheres, da ja versucht wurde, Stück und Theater zu retten und bis Dezember war alles in der Schwebe. Von „was mach ich jetzt“ bis „das wird schon“ waren da alle Gedanken und Emotionen im Mix, aber ich habe versucht positiv zu bleiben. Zeitgleich ging natürlich die Suche nach Alternativen los. Als im Dezember dann klar war, dass es nicht weiter geht, war ich erst froh, dass es endlich Klarheit gab, aber gleichzeitig auch traurig. Die viele Arbeit, die Kollegen, das Theater, die Musik, die Geschichte… Das hätte schon gut und eine schöne Zeit werden können.

6. Wie lernst du am besten deine Texte?

Das ist unterschiedlich. Es kommt bei mir auf den Text an. Ich lerne, Gott sei Dank meist recht schnell und übe oft auf dem Weg zur Arbeit, oder sonst unterwegs so vor mich hin. Den Text für „Bücher“ habe ich in Wien so gelernt. Was die Leute wohl gedacht haben… Bei Catch me if you can habe ich zum Beispiel, wegen der vielen Underscores mit Videos meinen Text und das Tempo gelernt. Am Anfang wird aber immer wieder gelesen bis was hängen bleibt. Bei Liedern ist das nochmal anders, das lernt sich mit der Musik fast leichter und schneller. Und bei den Proben festigt sich das ganze dann.

7. Wirst du bei der Pfingstgala 2020 in Tecklenburg dabei sein?

Nein, leider nicht. Ich werde aber an dem Tag in Darmstadt Catch me if you can Spielen.

8. Nimmst du noch Unterricht (Gesang&Schauspiel) Wenn ja, wo gehst du hin?

Ja natürlich. Allerdings nicht oft und vor allem regelmäßig genug, muss ich zu meiner Schande gestehen. Zum Singen gehe ich zu Enrico De Pieri, vor allem vor Auditions und spielen, da gibt es Workshops, ich lerne aber auch in jeder neuen Produktion von Regisseuren und Kollegen beim Machen oder auch zusehen.

9. Wenn du drei geschichtliche Personen zum Essen einladen könntest, welche wären das?

NUR 3??!!

1) Kaiserin Elisabeth – Ich würde Sie so gerne Fragen, was wirklich „die wahre Geschichte der Sissi“ ist. Ich habe mich über die Jahre so viel mit Ihr beschäftig. Vielleicht zum Frühstück mit Ihr und dem Kaiser.

2) Alfred Krupp –Ich komme ja „ausm Pott“ und die Geschichten um die Villa Hügel würden mich schon interessieren. Das würde aber ein Familienessen werden.

3) Hm. Vielleicht Jesus. Ich meine wer möchte nicht wissen, wie er wirklich war. Ich habe außerdem gerade Messiah auf Netflix gesehen und finde die Idee so spannend, wie wir heute wohl reagieren würden, wenn da auf einmal jemand auftaucht der Dinge tut, die wir uns nicht erklären können… spannend.

Aber eigentlich am liebsten meine Eltern!

Ich bin schlecht, 3 ist einfach zu wenig. 😊

10. Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Es ist ja seit ein paar Tagen offiziell. Ich werde von April bis Juni wieder mit „Das ist Wahnsinn- Das Musical“ auf Tour sein. Natürlich als dänischer Polizist und wieder als Karsten Cover. Danach geht’s nach Tecklenburg für den Besuch der alten Dame und im Winter kommt auch was schönes, das darf ich aber noch nicht sagen. Nur so viel, ich werde 2020 viel Zeit im Bus verbringen. Und ein kleiner Urlaub ist auch geplant, worauf ich mich sehr freue 😊

Interview mit Bart De Clercq

1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

Ehrlich, Gefühlvoll und Kreativ

2) Für welche drei Dinge in Deinem Leben bist Du am dankbarsten?

Meine Gesundheit, Freunde und generell die Menschen in mein leben, mein Talent

3) Welches war das schönste Kompliment, das Die jemand einmal gemacht hat?

Das ist schwer. Da es eigentlich ein paar gibt. Welches ganz oben steht ist, dass nach einer Vorstellung jemand zu mir sagte: „Ich habe deine Handschrift gesehen beim Stück“ Dieses macht mich stolz zu hören.
Ein anderes ist, dass die Darsteller mir sehr viel positives Rückmelden. Dass ich Ihnen z.B. einiges mit auf den Weg geben konnte oder auch das Sie sich sehr wertgeschätzt fühlten.

4) Du bist ja mehr „Hinter den Kulissen“ tätig, vermisst du nicht selbst wieder auf der Bühne zu stehen?

Ehrlich gesagt nein. Wenn dann vermisse ich nur das tanzen für mich selber. Ich muss dazu sagen, ich habe die Zeit genossen als ich selbst auf der Bühne stand. Aber direkt vermissen würde ich es nicht nennen.

5) Du wirst bei „Trash Island- ein Musical zum, wegschmeissen“ dabei sein, was erwartet den Zuschauer dort?

Das weiß ich selbst noch nicht. Die Arbeit fängt jetzt erst an. Ich habe mich zwar schon mit Lukas Nimscheck ausgetauscht und wir haben auch schon Ideen, aber was am Ende rauskommt? Diese Frage kannst Du mir gerne nach dem 16.04.2020 stellen, wenn die Premiere im Schmidtchen war.

6) Was fasziniert dich daran, dass du die „Seiten“ gewechselt hast?

Meine eigene Kreativität ausleben zu können und mit vielen Talentierte Menschen zusammen zu Arbeiten:) Diese kann ich bei jedem Projekt neu entdecken. Ich wusste schon früh, dass es mein Weg sein wird. Auch die Selbständigkeit mit all seine Facetten gute und schlechte Faszinieren mich.
Ich habe schon als Kind im Garten Veranstaltungen gemacht. Da waren meine erste Schritte so zusagen. Mich fasziniert auch die Selbstständigkeit. Auch wenn es sich komisch anhört. Mir macht einfach mein Job Spaß und ich mache diesen mit Leidenschaft.
Eine zwischen Frage Bart: Wie kommst du zu deinen Jobs?
Das ist unterschiedlich, entweder werde ich angerufen mit einem Konkreten Jobangebot oder man trifft sich mal und schaut ob eine Zusammenarbeit passen könnte.
Ich finde es toll immer wieder Chancen zu bekommen Uraufführungen mit zu gestalten.

7) Wie gehst du mit Misserfolgen um?

Das ist eine schwere Frage, da jeder anders mit Misserfolgen umgeht. Was vielleicht als Misserfolg gedeutet wird ist nicht zwangsläufig ein Misserfolg für mich gewesen. Und wenn ich tatsächlich ein Misserfolg habe dann ist zwar scheisse aber dann reflektiere ich das alles und kann ich nur daraus lernen. Ich schaue mir das positive an.

8) Würdest du den Beruf nochmal lernen? Und wenn ja warum?

Jaaaaaaaa. Sofort! Es ist ein großer Teil von mir. Und ich fühle mich wohl in meinem Job. Die Leidenschaft für Tanz, Theater, Film habe ich schon ganz früh gespürt . Und Meine Leidenschaft hat mir meinen Traumberuf gebracht.

9) Welches waren die schönsten Musical, wo du als Choreograph tätig warst?

Das sind viele. Ich kann mich schlecht entscheiden. Die Arbeit für Frühlingserwachen , der Weltenwandler, Jasper in Deadland und Jana&Janis waren was besonderes.

10) Und welches war das Lustigste?

Wir-Familie ist was man daraus macht. 🙂

11) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Bis Mitte August ist es erstmal voll und auch sehr spannend.
Mit Trash Island werde ich die Nächste Zeit in Hamburg tätig sein. Die Teddy Show wird auch wieder auf die Bühne kommen. Dann werden wir bestimmt schon April/Mai haben. Dann werde ich das Musical „ Schneiderlein“ als Choreograph auf die Bühne bringen. Dann geht es ab Ende Juni nach Tecklenburg für Der Besuch der Alten Dame. Wo ich mich schon sehr drauf freue.
Und dann ist schon was geplant für 2020 aber da mehr zu, wenn es spruchreif ist. Aber Kapazitäten

sind noch da. Und ich bin sehr gespannt, was dass Jahr 2020 noch bringt. 🙂

Interview mit Katja Berg

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

temperamentvoll, kommunikativ, frech

2) Welches ist dein Lieblingspart in dem Stück „ Die Drei Musketiere“?

Könnte mich nicht entscheiden. Ich geniesse jede Szene. Aber „Wo ist der Sommer“ kurz vor Miladys Suizid ist für mich emotional besonders bewegend.

3) Was hältst du davon, dass Alexandra Billings (Transfrau) Madam Morrible in Wicked spielt?

Großartig!
Solange die Darstellung glaubwürdig ist, ist mir „wurscht“ was ER oder SIE in der Hose hat.

4) Gibt es einen Unterschied in der Vorbereitung, ob du eine fiktive oder reale Person darstellst?

Der realen Person kann man sich durch Bücher, Filme oder eine Recherche annähern. Bei fiktiven Figuren hat man mehr künstlerische Freiheiten. Es hat beides seinen Reiz.

5) Du hast die Rolle „Magenta“ in der Rocky Horror Show in Amstetten gespielt. Wie war es in Amstetten zu spielen?

Es hat riesigen Spass gemacht, mit den Leuten auf und hinter der Bühne diese Show jeden Abend zu rocken. Wir haben alle die Sau raus gelassen und das Publikum hat das Stück abgefeiert. Das tägliche Pendeln war nicht ohne. Aber der Spass hat dafür entschädigt.

6) Warum machst du heute den Job, den Du heute machst?

Weil ich nicht anders kann. Ich wollte schon als 4jährige vor meiner Familie Gedichte aufsagen oder vor allen was tanzen & singen. Das ist in mir drin. Wenn ich meine Emotion nicht in meinem Beruf rauslassen könnte, wäre ich privat wahrscheinlich unausstehlich. Hahaaa…

7) Welche Entscheidung in Deinem Leben würdest Du im Nachhinein rückgängig machen wollen?

Hab jetzt echt laaaange nachgedacht. Sehr schwierig. Ich habe die großen Entscheidungen in meinem Leben bis heute nie bereut. Ganz im Gegenteil. Denn auch schwierige Zeiten machen Dich ja zu dem was Du heute bist. Ich bin auch absolut nicht nachtragend und schwelge nie allzu lange in der Vergangenheit. Achja, jetzt fällt mir was ein, der Kuchen gestern war zu lang im Ofen. Einfach zu trocken. Hätte ihn paar min früher raus nehmen sollen 😉

8) Wenn Du eine Sache auf der Welt verändern dürftest: Was wäre das?

Ab morgen Wasserstoffautos für Alle weltweit.

9) Wie willst Du mal von der „Bühne des Lebens“ treten?

Ich hoffe dass ich so lange spielen kann bis mir beim Singen die Dritten rausfallen, mein Rücken mich an den Bühnensessel fesselt und ich wegen Demenz den Text vergesse :-))
Dann solls ganz schnell, schmerzfrei und bitte effizient zu Ende gehen- ohne großes Gejammer. Am liebsten in der Nähe meiner Liebsten Menschen in einem Zimmer mit Blick aufs Meer.

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

spannend, hoffentlich stressfrei und vor allem gesund! 😉

Interview mit Henning Mehrtens

1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.

Nobody is perfect

2) Wie sieht für dich ein ganz normaler Arbeitstag aus? Also wann fängst du an?

Es gibt keinen normalen Arbeitstag. Bei mir ist es tagtäglich anders. Normalerweise fange ich zwischen 17:00 Uhr und 18:00 Uhr an.

3) Du bist im Schmidtchen Hausherr. Was sind deine Aufgaben dort?

Ich bin eigentlich ein Mädchen für alles. Ich schaue, dass alle zufrieden sind, sowohl das Publikum als auch die Künstler oder die Angestellten. So bringe ich auch den ein oder anderen Kaffee oder mache die Bühne fertig für die Show. Mittwochs ist mein Bürotag. Da handle ich Verträge aus und mache Aquise. Oder was alles so anfällt bei einem Bürotag.
Da ich ja auch zwei Showreihen mitkonzipiere und –moderiere, fallen darüber hinaus auch immer wieder Vorbereitungen dafür an. Für den MOVIE CRASHER mit Marcel Mann zum Beispiel muss ich Filme mehrfach gucken (besonders schmerzhaft bei Dirty Dancing und Titanic).

4) Welches Stück, das im Schmidtchen lief (läuft), ist dein Lieblingsstück?

Das ist schwer. Ich finde ALLE Produktionen spannend. Die Abwechslung macht es. Egal ob „Gabi Mut- vom Leben geschlagert“ oder „Wir – Familie ist, was man daraus macht“. Diese Stücke sind aus der Realität geschrieben worden. Und das finde ich toll. Diese Kreativität zu sehen und die persönliche Note, die in diesen Stücken steckt.
Die zweite Produktion im Schmidtchen hat mich besonders beeindruckt. „Komma rein hier“ hieß das Stück von und mit Torsten Hamann. Am Anfang wusste ich damit noch gar nix anzufangen, da es so anders war, als alles, was ich vom Schmidt Theater gewohnt war, aber mit jeder Aufführung wuchs mir dieses kleine persönliche Stück mehr ans Herz. Wenn ich mich bei Deiner Eingangsfrage also wirklich auf EIN Stück beschränken sollte, das mich auch nachhaltig noch beeindruckt, dann dieses. Aber das ist echt schwer. Jedes Stück ist halt anders. Und gerade diese Summe der Vielfalt macht das Programm im Schmidtchen aus und somit jedes Stück auf seine Art besonders.

5) Was unterscheidet das Schmidtchen von den anderen zwei Schmidts Theatern?

Das Schmidtchen ist aus der Not entstanden, da das alte Schmidtstheater, das früher 200 Sitzplätze hatte, nun über 400 Sitzplätze verfügt. Und nun haben wir wieder einen Platz, wo auch Künstler auftreten können, die noch nicht so berühmt sind, um das Schmidts Theater oder das Tivoli zu füllen. Die wir aber interessant finden.

Ausserdem, wie in Frage vier schon ersichtlich, können wir uns hier wieder was trauen. Mal neue kreative Wege gehen. Experimentieren.

6) In deiner Freizeit machst du Comics, wann dürfen wir mit deinem ersten Comicheft rechnen?

Die Frage kommt zu spät. Lach. Das ist schon draußen. Das nächste kommt, wenn alles so bleibt, im Juni 2020.
Mehr Infos unter: https://plemplemproductions.de/30-mr-kill

7) Wenn Dein Leben verfilmt würde: Welcher Schauspieler würde dich spielen?

Niemand. Da es ein Zeichentrick sein würde.

Wobei ich stark davon ausgehe, dass insbesondere das Leben mit meinen drei Frauen zuhause (ich hab zwei Töchter) Stoff für eine 1a Sitcom bieten würde. Ich glaub, in einer Parallelwelt gibt es diese Familie von FULL HOUSE in echt, und sie gucken uns im TV zu.

8) Welche war die beste Entscheidung in deiner beruflichen Laufbahn?

Einen Brief an Conny und Norbert zu schreiben, dass ich die Verantwortung fürs Schmidtchen übernehmen möchte. 🙂

9) Wie oft schaust du täglich auf dein Handy?

Viel zu oft.

10) Was macht dir an deinem Job am meisten Spaß?

Diese Bandbreite. Aber auch diese Spontanität. Es ist kein Tag wie der andere. Ich weiß nicht, was heute passiert. Das liebe ich an meinem Beruf.

11) Wie sieht dein Jahr 2020 aus? Gibt es ein selbstgeschriebenes Stück?

Im Juni 2020 feiert ein Stück Premiere im Schmidt Theater, wo ich zusammen mit Nik Breidenbach und Andreas Bierkamp die Texte geschrieben habe. Ich bin schon sehr gespannt. Die erste Präsentation im Hause war vor Kurzem.
Und ich bin schon sehr gespannt, was Carolin Fortenbach und Nik daraus zaubern werden. Das wird großer Schwachsinn. Ich freu mich sehr drauf.



Interview mit Kathi Damerow

1)Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

laut, gackerig, zuverlässig

2)Hast Du eine Lieblings Kollegen/in?

Ich hab sogar zwei. Sarah Matberg und Franziska Kuropka.

3)Du arbeitest schon sehr lange im Schmidts Theater, besonders in der Heißen Ecke, was reizt dich nach so vielen Jahren noch dort zu spielen?

Meine 2 besten Freundinnen spielen dort mit und Heiße Ecke ist ein wunderbares Stück das immer wieder Platz für kleine, neue Sachen lässt. Das hält frisch und macht gute Laune.

4) Schreibst du nochmal ein Stück?

Auf jeden Fall. Aber das braucht noch ein bisschen Zeit.

5) Kannst du dir vorstellen ein Solokonzert einmal zu machen?

Gabi Mut war mein erstes Solostück, und so sehr ich es auch geliebt habe, bin ich doch mehr ein Mensch für mehrere Personen auf der Bühne. Dann natürlich gerne die Hauptrolle. 😉

6) Du spielst seit 2019 auch im Stück „Wir- Familie ist was man daraus macht“ mit. Dieses Stück wurde von deinen Freunden Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck geschrieben. Wie bist du an deine Rolle gekommen?

Indem meine Freunde Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck mich gefragt haben. 🙂

7) Hast du einen Lieblingsplatz/ort in Hamburg, wenn ja sagst du uns diesen?

Habe ich nicht wirklich. Solange meine Freunde um mich herum sind, ist es eigentlich überall schön.

8) Wie bereitest du deinen Körper vor einer Show vor, damit du dich nicht verletzen tust?

So körperlich anstrengende Sachen mache ich auf der Bühne nicht, als dass das nötig wäre. 😉

9) Wie bist du nach Hamburg gekommen?

Ich habe mich damals bei der Stella Academy beworben, wurde angenommen und bin deshalb hergezogen.

10) Du bist als „Margot“ eine feste Größe im Ensemble der Heißen Ecke. Wie trainierst du deine Stimme?

Ich habe Gott sei Dank einen ziemlich sicheren Stimmsitz, so dass ein paar Aufwärmübungen ausreichen.

11) Wieviel Kathi stecke in der Rolle „Margot“?

Ehrlich gesagt sehr wenig bis gar nichts. Wenn überhaupt, dann der trockene Humor.

12) Was macht dir Angst?

Arbeitslosigkeit. Krankheit. Klimawandel.

13) Welchen Mitbringsel aus Hamburg würdest du verschenken?

Irgendwas mit St.Pauli drauf.

14)Wenn man sein Hobby zum Beruf macht und Musicaldarstellerin wird, verändert sich dann der eigene Blick aufs Theater?

Er wird vielleicht ein wenig genauer und kritischer. Aber die Liebe dazu hat sich nie verändert.

15) Bei welchem Film fängst du an laut zu lachen, auch wenn du ihn alleine schaust?

Ich lache eigentlich immer laut, auch wenn ich alleine gucke. Auf jeden Fall immer bei Will Ferrell.

16) Gibt es Erfahrungen die dein Leben nachhaltig verändert hat?

Ja.

17) Bist du ein Gefühls- oder Kopfmensch?

Definitiv Kopfmensch.

18) Was ist dir wichtiger, ehrlich zu sein oder nett zu sein?

Da richte ich mich gerne nach dem bekannten Zitat: „Alles was du sagst sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.“

19) Was darf in deinem Kühlschrank nicht fehlen?

Käse und Eier.

20) Welche drei Dinge sind dir aktuell am wichtigsten in deinem Leben?

Meine Freunde. Meine Familie und mein Job.

21) Gibt es Situationen in denen du schüchtern oder unsicher bist?

Auf jeden Fall.

22) Was ist das Berste an deinem Beruf?

Das ich nicht früh aufstehen muss!!!! :-))))))

23) Wurde schon mal ein Gerücht über dich Verbreitet?

Nicht das ich wüsste.

24) Welche schlechte Angewohnheit würdest du gerne loswerden?

Das ich nicht immer alles zu 1000% plane, sondern Dinge auch einfach mal nehme wie sie sind.

25) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Ich möchte auf jeden Fall anfangen mein neues Stück zu schreiben

Interview mit Victor Petersen

1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten!

Organisiert, Lustig, Zielstrebig

2)Welche Inszenierung von Chicago findest du persönlich am besten?

Ich bin der Meinung, dass sich die originale Broadway-Revival Inszenierung nicht über 22 Jahre (mit einer solchen Konkurrenz in NYC was tolle Stücke betrifft!) hätte halten können, wenn diese Inszenierung nicht einfach genial ist und – ehrlichgesagt – Ihresgleichen sucht. Diese gefällt mir außerordentlich in ihrer „Einfachheit“, die den Darstellern einfach erlaubt, diesen Rollen Tiefgang zu verleihen, ohne dass es durch ein „Drumherum“ gestört wird. Und die Choreographie von Ann Reinking im einzigartigen Stil von Bob Fosse trägt so unglaublich viel zum Stück bei, in diesem Ausmaß gibt es das bei Musicals nicht immer. Daher wird kaum eine andere Inszenierung meiner Meinung nach mit dieser Version mithalten können, auch, wenn ich sagen muss, dass mir das Kostümdesign der Mary Sunshine am Staatstheater Braunschweig tatsächlich etwas besser gefällt… 😉

3) Was hörst Du Privat für Musik?

Lustigerweise höre ich gar nicht so viel Musik, wie alle vermuten würden. Das hat allerdings sicher damit zu tun, dass ich beruflich immer und ständig von Musik umgeben bin (was ich natürlich auch sehr genieße!). Allerdings ist es dann auch mal ganz schön, wenn man nach Hause kommt nach einem langen Tag und einfach mal Ruhe hat. Ansonsten kommt es ganz auf meine Stimmung an: Ich lerne natürlich gerne neue Stücke kennen und höre die. Sonst höre ich sehr gerne Musik meines Lieblingskomponisten Jason Robert Brown, manchmal auch gerne Jazz oder klassische Musik bis hin zu Künstlern wie Jessie J, Katie Perry, Lady Gaga, Beyoncé usw.

4)Welches war dein aller erstes Musical was du gesehen hast?

Mein erstes Musical war „Hair“ im Musicaltheater Bremen, dicht gefolgt von „Tanz der Vampire“ in Stuttgart 🙂

5)Du wurdest mit dem Nachwuchsförderpreis für Darstellende Künste der proskenion Stiftung in der Sparte Musiktheater ausgezeichnet. Wie fühlt man sich diesen Förderpreis zu erhalten?

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, da dieser Preis meine Arbeit und mich als (angehender) Darsteller gewürdigt hat, der eben einen etwas anderen Weg geht. Toll war, dass explizit ausgezeichnet wurde, dass ich eben neben meinem Musicalstudium in München auch klassischen Gesang an der Hochschule für Musik und Theater studiert habe und mich eben nicht diesem im deutschsprachigen Bereich doch noch stark vorherrschenden Schubladendenken unterworfen habe. Diese Offenheit finde ich ganz wichtig und mir wurde mit dieser Verleihung bewusst, dass das genau der richtige Weg für mich ist.

6)Du standest von 2016-2018 in der Erstbesetzung als Professor Abronsius bei der Deutschlandtournee von Tanz der Vampire. Was war für dich das schönste Erlebnis in dieser Zeit?

Das war mit Sicherheit die Premiere im April 2016 im Theater des Westens in Berlin. Dieser Tag hat uns nach dieser spannenden aber auch anstrengenden Probenzeit mit tosendem Applaus belohnt und endete mit einer tollen Premierenfeier in einem der schönsten Theater Deutschlands – ich meine: was will man mehr? Aber nicht nur dieser eine Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben. Auch, mit wie viel Liebe, Unterstützung und Zuspruch ich vom Publikum in allen Tourstandorten aufgenommen worden bin, war eine einzigartige Erfahrung. Das Publikum hat diese Show mit so viel Vorfreude, Neugier und Offenheit dieser neuen Cast willkommengeheißen – das war schon was ganz Besonderes!

7)Zur Zeit spielst du in Braunschweig. Wie findest du die Stadt und das Theater?

Ich kannte Braunschweig vorher kaum und wusste nur, dass ich (gottseidank) keine so lange Anreise aus Berlin habe was mich natürlich sehr gefreut hat. (Allerdings: verglichen mit meinem 2018/2019 wo ich immer aus/nach Paris gereist bin, scheint jede Entfernung dann doch wieder ok! :D) Das Theater und insbesondere die Leute die mit uns an „Chicago“ arbeiten sind der Wahnsinn! Die Cast und ich freuen uns jedes Mal auf jede einzelne Show in Braunschweig, weil man endlich wieder zusammenkommt und einfach einen tollen Abend mit dem Publikum und den Mitarbeitern des Theaters in Braunschweig hat. Schon in der Probenzeit wurde klar, wie gut sich die Cast insgesamt versteht, darum macht es einfach Spaß! Insgesamt gefällt mir Braunschweig auch als Stadt sehr gut, insbesondere das Magni-Viertel in der Nähe des Theaters ist sehr schön und wir haben schöne, kleine Cafés entdeckt, in denen wir uns einen leckeren Cappuccino haben schmecken lassen 🙂

8)Beschreibe mit 5 Worten, warum der Leser Chicago in Braunschweig anschauen sollte?

Einfach eine mega tolle Cast!!! Wenn das nicht reicht: Bunt – Liebevoll – Anders – Laut – und ausverkauft!

9)Was macht dir bei deinem Job am meisten Spaß?

Toll ist natürlich, dass wir als Darsteller die Möglichkeit haben, mit unserem Publikum deren Freizeit und diesen „ganz besonderen Abend“ zu gestalten. So erleben wir jeden Abend hautnah diese Begeisterung und Freude, die natürlich auf uns übergeht und das ist ein großes Geschenk. Außerdem ist es besonders schön, dass ich die Chance bekommen habe, mein Hobby wirklich zum Beruf machen zu können und das ist ganz und gar nicht selbstverständlich. Ich darf viel reisen, sehe und lebe in vielen verschiedenen Städten, erlebe andere Kulturen und Länder und deren Sprachen und das, in dem ich die Chance bekomme, dort auf der Bühne zu stehen – toll!

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus? 

Das knüpft ja direkt an den vorherigen Punkt an – denn ich weiß ja vorher nie ganz genau, wo es mich hinverschlägt. Dieser Beruf birgt neben diesen ganzen tollen Punkten auch ein großes Risiko und eine große Unsicherheit, die nicht zu unterschätzen ist. Ich bin froh, wie es bisher immer für mich gelaufen ist und freue mich, wenn ich dann veröffentlichen kann und darf, welche Produktion und Rolle als nächstes auf der Agenda steht 🙂

Interview mit Melanie Kastaun

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Optimistisch, herzlich, ehrlich


2) Woher kommt Deine Leidenschaft für Gesang,Schauspiel und Musical?

Ich hatte in der 6. Klasse einen großartigen Musiklehrer, der mich musikalisch sehr geprägt hat. Irgendwann habe ich dann Tanzunterricht bekommen und ein Instrument erlernt. Meine Tanzlehrerin war selbst Musicaldarstellerin und auch sonst hatte ich welche in meinem Bekanntenkreis (u.A. Nadja Scheiwiller, Daniel & Stefan Raaflaub).
Spätestens, als wir 2009 am Gymnasium „Anatevka“ gespielt hatten, war es um mich geschehen.


3) Wann hast Du dich entschieden, dass du den Weg zur Künstlerin gehen möchtest und für Dich eine Ausbildung/Studium für einen 0815-Job nicht in Frage kommt?

Bei „Anatevka“ 2009 kam mir das erste Mal dieser Gedanke, habe ihn aber ziemlich schnell wieder verworfen, weil ich damals noch Anwältin werden wollte.
3 Jahre später nahm ich an einem Workshop der Joop Van den Ende Academy in Hamburg statt und danach wusste ich – für mich gibt es nur das!


4) Was ist Dein Ziel?

Weiterhin von meinem Beruf leben zu können und glücklich zu sein.


5) Was macht dir am meisten Spaß: das Tanzen, das Singen oder das Schauspielern?

Am liebsten alles auf einmal!
Es ist zwar super anstrengend, eine schnelle Nummer gleichzeitig zu tanzen und zu singen, aber genau das macht doch das Musical aus, das sind die Momente, die das Publikum „ausrasten“ lassen.


6) Welches Lied bringt dich sofort zum Tanzen?

Oh da gibt es viele, aber ich glaube, „Shake it off“ von Taylor Swift schafft es auf Platz 1.


7) Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Ich hoffe sehr, dass ich dann immer noch als Darstellerin arbeiten darf und tolle Projekte hinter und vor mir habe.


8) Du hast Deine Musicalausbildung an der Stage School Hamburg abgeschlossen. Was nimmst Du aus Deiner Ausbildung mit?

Dass nichts selbstverständlich ist.
Wir waren ca. 100 Leute in meinem Jahrgang, dementsprechend musste man kämpfen, an sich arbeiten und offen für Neues sein, um gesehen zu werden. Das hat mich alles sehr demütig werden lassen und dafür bin ich sehr dankbar.


9) Wie ist es so, in Rollen zu schlüpfen?

Ich finde es super. Man darf immer jemand Anderes sein und somit auch andere Leute „kennenlernen“. Man fängt an, Menschen zu verstehen, die man vorher nicht verstanden hat.
Man muss nur aufpassen, dass man die Rolle nach der Vorstellung oder Probe auch wieder ablegt, ansonsten kann das ziemlich auf die Psyche schlagen.


10) Wie sieht Dein Jahr 2020 aus?

Im März mache ich erst einmal Urlaub.
Dann spiele ich bis April noch in Hamburg „Zweimal um die Welt – oder wohin will Oma“ und im Sommer geht es wieder nach Hasselburg zu „Mona Lisa – Das Musical“.
Was den Rest des Jahres angeht – da lasse ich mich noch überraschen.

Interview mit Nico Müller

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Worten!

Abenteuerlustig, Zielstrebig, verrückt aber unterhaltsam ;-))))

2. Wie lange dauert die Kreativ Pause von Adoro?

So etwas ist nicht abzusehen. Wir haben über 10 Jahre eine Menge Alben produziert, waren mehrfach auf Deutschlandtournee und eigentlich ständig auf Achse. Da jeder von aus dem Musiktheater kommt, war es an der Zeit etwas Raum für Soloprojekte zu schaffen. In dieser Phase stehen wir nun und wann es mit ADORO weitergeht steht terminlich noch nicht fest.

3. Was war dein erstes Instrument, was du gelernt hast?

Akkordeon beziehungsweise bevor man richtig Akkorden spielen durfte, musste man zu meiner Zeit erst mit einer Triola beginnen, welche ebenfalls diese Tasten hatte.

4. Was würde Dieter Bohlen zu deinem Gesang sagen?

Hmm,… darüber habe ich mir ehrlicherweise noch keine Gedanken gemacht. Müssen wir ihn mal fragen ;-)))

5. Legst du dein Schamgefühl auf der Bühne komplett ab?

Ich versuche meine privaten Momente so gut es geht abzulegen. Das heisst nicht, dass ich alles tun würde auf der Bühne, aber am Ende geht es ja um die Gefühlswelt/Schamgefühle der Rolle , die man spielt.

6. Gab es jemals einen Plan B, falls es mit der Musik und dem Schauspiel nicht hätte funktioniert?

Ja, ich persönlich habe viele Interessen. Ich habe mich parallel zu den Aufnahmeprüfungen als Koch beworben und hätte sogar eine Lehrstelle bekommen. Auch KfZ Mechaniker oder 2Rad Mechaniker hätte mich sehr interessiert ;-))) Und eine gewisse Zeit in meinen Jugendjahren wollte ich Bundeskanzler werden. Aber es ist gut, wie es sich alles verändert hat und einige Dinge nur Hobbies sind ,-))))

7. Du hast ein Aufbaustudium in „Konzertexamen“ an der Musikhochschule Köln gemacht, was hast du da genau gelernt?

Ein Konzertexamen ist eine Art Aufbaustudium in den künstlerischen Studiengängen. Es setzt ein abgeschlossenes Diplomstudium voraus (o.ä.). Es ist sozusagen eine Vertiefung oder Weiterführung des normalen Studiums, nur mit Fokus auf die praktische Herangehensweise. Hat man im Diplomstudium noch sehr viele Theoriefächer zu absolvieren, so kann man im Konzertexamen vordergründig an allen praktischen Tätigkeiten im Gesang arbeiten (Gesang, Repertoire: Liedstudium, Opernstudium und Konzert; Korrepetition, Schauspiel, Projekte)

8. Welche Rolle die du gespielt hast war deine Lieblingsrolle?

Ich habe gern die Rollen in Les Miserables gespielt, weil man durch die verschiedenen Charaktere immer vielseitig zu tun hatte. Es wurde nicht langweilig. Momentan probe ich aber auch für La Cage aux Folles und die Rolle des „George“ ist ebenfalls unglaublich abwechslungsreich und sehr lustig.

9. Du bist zur Zeit mit deinen Kollegen von Gentlemen of Voices auf Tour. Was fasziniert dich mit deinen Kollegen dieses „Projekt“ zu machen?

Wir kennen uns jetzt alle schon viele Jahre. Man trifft sich immer wieder bei Produktionen oder Konzerten. Deshalb freut es mich mit so tollen Künstlern befreundet zu sein und gemeinsam auf der Bühne ebenfalls seinen Spass zu haben. Wir sind alles sehr abenteuerlustig und probieren immer neue Songs aus , die man dann mehrstimmig und in einer neuen Version dem Publikum präsentiert. So wird es nie langweilig.

10. Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Das Jahr ist schon wieder ziemlich voll mit Arbeit. Ich bin Dozent für Musical-Gesang in Bayern und unterrichte zum Teil deutschlandweit sehr viel. Dabei habe ich immer sehr viele Anfragen von Schülern, die die Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen machen wollen. Mit Unterrichten hat man ja jeder Woche eine gewisse Regelmässigkeit zu gewährleisten oder gibt Workshops und Einzelunterrichte.

Parallel dazu bin ich immer für Projekte verschiedener Musical-Chöre angefragt. So habe ich den Chor für die Musical Gala „This is Musical“ Ende Februar vorbereitet oder erarbeite mit der Jungen Bühne Sindelfingen das Stück „Spring Awakening“. Ich gebe Musicalkurse an verschiedenen Schulen und Gymnasien und studiere auch dort für die Aufführungen die Solisten ein.

Momentan probe ich schon für das Stück „La Cage aux Folles“ wo ich beim Musicalsommer Geislingen die Rolle des „George“ spielen werde.

Mit den Gentlemen of Voices habe ich neben den Konzerten eine CD erarbeitet, welche ebenfalls Ende Februar veröffentlich wird.(Release 29.2.2020)

Viele Solokonzert, Liederabende und Sommer-Open-Airs müssen ebenfalls vorbereitet werden und ich bin Leiter eines Gospelchores aus Dresden. Dieser probt ebenfalls wöchentlich und bestreitet 10-15 Konzerte pro Jahr. Viel mehr Zeit bleibt dann meist nicht 😉

Interview mit Stefan Reil

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.

Lustig, chaotisch, direkt

2. Wer ist deiner Meinung nach die größte Inspiration für dich?

Die Größte Inspiration für mich war, beziehungsweise ist Lotte Ledl. Sie war meine Schauspieldozentin während meiner Ausbildung. Sie hat wahnsinnig viel Power und strahlt eine unglaubliche Lebensfreude aus. Für eine Prüfung mußte ich damals aus „Frühlingserwachen“ den Melchior spielen und hatte totale Probleme mich auf die Rolle einzulassen. Da hat Sie mich und zwei Kollegen aus meinem Jahrgang einfach mal an einem Samstag Abend um 23:00 Uhr in ihr Auto gepackt und ist mit uns auf den Friedhof der Namenlosen in Wien gefahren. Und hat mit uns dort eine Unterrichtsstunde gemacht. Danach war es für mich absolut kein Problem mehr die für die Rolle nötigen Gefühle zuzulassen und zu erzeugen!

Aber um ehrlich zu sein inspirieren mich alle Menschen in meinem Umfeld! Mal mehr mal weniger! Man muß sich halt nur immer darauf einlassen;-)!

3. Du hast schon so viele Stücke und Rollen gespielt. Welches war dein Highlight und warum?

Bozen- 2011. Ich war für die Produktion Hair dort. Die Atmosphäre und der Zusammenhalt in der Cast war einzigartig, wir hatten den geilsten und besten Sommer dort. Als ‚Tribe’ haben wir sogar einen alten Bus selbst bemalt, der dann später auch Teil des Bühnenbilds wurde.

4. 2009 warst du bei Marie Antoinette als Choreographische Assistenz tätig, wie bist du dazu gekommen?

Ich selbst würde mich jetzt nicht unbedingt als Tänzer bezeichnen. Zwar hatte ich in meiner Ausbildung sehr viel Tanz, jedoch war es schon damals klar, daß mein Schwerpunkt auf Gesang und Schauspiel liegt.

Eine Woche vor Probenbeginn von ,Marie Antoinette’ wurde ich angefragt ob ich verfügbar wäre, da noch eine Swingposition zu besetzen war.

Ich sagte damals zu, begann zu proben, dann kamen erst einige Cover ( Zweitbesetzungen ) dazu und ich wurde Dancecaptain. Nach der Hälfte der Probenphase gab es einen Wechsel in der choreographischen Abteilung und Doris Marlis übernahm als Choreografin.

Die gemeinsame Arbeit funktionierte so gut, daß ich zusätzlich zu meiner Funktion als Dancecaptain auch noch ihr Assistent wurde.

Diese Arbeit damals hat mir unglaublich viel Freude bereitet und auch gezeigt, daß man nicht unbedingt der beste Tänzer für so eine Aufgabe sein muß. Man braucht Genauigkeit, Kreativität, ein gutes Auge und viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

5. Du warst im Jahr 2019 mit einigen deiner Kollegen in Shanghai. Wie war es für dich dort aufzutreten?

Es war ein unvergessliches Erlebnis für mich. Wann hat man schonmal die Chance einfach so in ein fremdes Land zu kommen und das dann auch noch mit der wunderbaren Musik von Sylvester Levay, mit der ich quasi aufgewachsen bin. Meine jungen Kollegen aus der Universität der Künste in Berlin waren sehr inspirierend und die Zusammenarbeit mit Andreas Gergen und Till Nau hat mega viel Spaß gemacht. In kürzester Zeit mußte das komplette Konzert stehen. Wir probten ein paar Tage in Berlin und in Shanghai wurde dann noch am ‚Feinschliff‘ gearbeitet. Andreas war auch mit vor Ort und vor jeder Show gab es noch eine kurze Probe mit ihm. Wir haben uns Alle in Shanghai wie Popstars gefühlt:)

6. Was ist deine größte Schwäche?

„Nein“ zu sagen. Daran arbeite ich.

7. Welches Stück möchtest du einmal spielen und welche Rolle?

Schwierige Frage…Es gibt so viele Stücke die ich noch gerne spielen möchte. Eins davon ist aber auf jedenfall „Wicked“. Da würde ich jede Rolle nehmen 🙂

8. Welchen Beruf im Theater würdest du machen, wenn du nicht auf der Bühne stehst?

Definitiv Kostümbildner.

9. Deine größte Panne während des Musicals?

Da ist mir ehrlich gesagt schon Einiges passiert…

Ich habe bei ,Mozart’ in einer Nummer meine Kollegin Lenneke Willemsen zu Fall gebracht. Ich hielt sie in einer Choreografie etwas zu fest am Arm, sie riss sich los, fiel um und wurde langsam auf der Drehscheibe weggedreht…Sie warf mir einen bitterbösen Blick zu, hörte aber nicht auf zu singen… Das war mir damals unendlich peinlich. Heute kann ich drüber lachen;-)

Bei Marie Antoinette ist mir eine Hose gerissen und jeder konnte meine hellblaue Calvin Klein Unterhose sehen.

Am meisten Spaß daran hatte der Dirigent Bernd Steixner, dem ich quasi meinen Hintern entgegenstreckte und der mich nach der Vorstellung in der Kantine fragte ob zu Marie Antoinette Zeiten der Kalvinismus ausgebrochen wäre. Hat ein bissl bei mir gedauert bis ich seinen Scherz verstanden hatte.

Seit diesem Malheur trage ich nur noch schwarze Schlüpfer!:-)

10. Was bedeutet für dich einmal eine Woche nicht arbeiten zu müssen?

Zeit für Famile, Freunde und Sport! Ich versuche dann zu entschleunigen.

11. Hättest du mal eine Kulisse/Ausstattung eines Musicals nach Hause nehmen wollen?

Nein, ich finde das Abschließen eines Kapitels wichtig um frei für Neues zu sein.

12. Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Erstmal spiele ich noch in Kassel die Komödie ‚Käthe holt die Kuh vom Eis‘ und für danach gibt es auch schon einige Projekte. Aber ich halte Euch natürlich auf dem Laufenden!:-)

Interview mit Bettina Mönch

1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.
leidenschaftlich, spielwütig, hochneurotisch

2) Wenn du eine männliche Rolle spielen könntest, welche wäre es und warum?
Judas in ‪Jesus Christ Superstar‬, Roger in Rent oder Galileo in We will rock you – weil ich einmal Rockstar sein will 🙂

3) Wie sieht deine Fitness-Routine aus?
Ich praktiziere täglich Yoga. Wenn ich es zeitlich schaffe, gehe ich tatsächlich auch täglich in eine Yogastunde. In einer neuen Stadt gehe ich als erstes auf die Suche nach einem Yogastudio. Das Tolle ist, dass ich mit Yoga Fitnesstraining, Meditation und Entspannung miteinander verbinden kann. Fitnessstudios dagegen sind überhaupt nicht mein Ding.

4) Was war die anspruchsvollste Rolle, die du jemals gespielt hast?
Jede meiner bisherigen Rollen hatte ihre eigenen Herausforderungen. Evita ist eine echte Tour de Force weil man fast ununterbrochen auf der Bühne steht, die Partie gesanglich sehr anspruchsvoll ist und auch, weil sie nicht unbedingt eine Sympathieträgerin ist. Ihre verbissene Härte und der Todeskampf haben mich immer sehr mitgenommen. Auch Sally Bowles ist sehr herausfordernd, braucht unglaublich viel Energie und Kondition und hat mich emotional immer völlig ausgelaugt. Aber genau das sind die Rollen, die mir am meisten geben, weil man so eine unglaubliche Reise mit ihnen durchmacht und so viele Facetten durchleben und zeigen kann. Das sind die Sternstunden des Berufs.

5) Was ist deine absolute Traumrolle?
Mit Sally Bowles und Evita haben sich zum Beispiel schon Traumrollen erfüllt. Traumrollen, die ich noch nicht gespielt habe, wären die Charity Hope in Sweet Charity oder Queenie in The Wild Party. Auch Chicago steht noch auf meiner Liste…

6) Hattest du mal Schwierigkeiten im Beruf wegen deiner Körpergröße?
In meinen Anfangsjahren hatte ich diese Sorge. Sie hat sich aber zum Glück als unbegründet erwiesen- mittlerweile glaube ich, dass meine Körpergröße eine Art Markenzeichen ist und mir mehr Vorteil als Hindernis war.  

7) Du pendelst ja viel. Wo sagst du, ist deine Heimat?
Eigentlich lebe ich in Wien und fühle mich dort zu Hause , habe aber durch meinen Mann in Essen ein zweites Zuhause. Also wird auch privat gependelt.

8) Würdest du selbst einmal ein Musical schreiben?
Im Moment sehe ich mich eher auf der Bühne als hinter den Kulissen.

9) Du spielst zur Zeit in Dortmund Jekyll & Hyde. Wie hast Du dich auf deine Rolle als Lucy Harris vorbereitet?
Die Lucy ist eine Figur, der ich mich eher emotional als intellektuell genähert habe.  Ich habe versucht, die seelischen Wunden, die Prostitution verursacht. Gefühle wie Selbstekel, innere Distanz zum eigenen Körper und die Einsamkeit dieser Figur zu erspüren und im Gegensatz dazu die starken Gefühle, die ein mitfühlender Mensch und ein ungewohnt respektvoller Umgang in ihr auslösen.  

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?
Bis Februar bin ich noch in JEKYLL & HYDE, bis Mai in GUYS & DOLLS in Graz zu sehen. Danach bin ich schon gut durchgeplant, darf aber noch nichts bekanntgeben. Verraten kann ich, dass ich sowohl in Wien als auch in Nordrhein-Westfalen in mehreren Rollen auf der Bühne stehen werde.

Interview mit Bonita Niessen

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Energisch, fröhlich, optimistisch

2) Du bist zur Zeit mit dem Chormusical Martin Luther King auf Tour, bist du froh, dass du nicht zu der Zeit von Martin Luther King gelebt hast?


Ja und nein! Natürlich freue ich mich über die viele Rechte, die ich als dunkelhäutige Frau, in Deutschland lebend, habe. Dennoch vermisse ich oft bei mir den “Drive” mich wie Rosa Parks in den 50ern  rigoros und täglich für die Rechte andere einzusetzen, die sich nicht so glücklich schätzen dürfen.

3) Nachdem du schon das Pop Oratorium Martin Luther gemacht hast ist Martin Luther King dein zweites Musical mit einem riesigen Chor im Rücken. Was fasziniertdich an solchen Projekte

Es hat eine enorme Kraft, wenn viele Stimmen sich vereinen und eine so wichtige Botschaft überbringen! “We shall overcome” wirkt von einer Stimme gesungen wie ein Appell, wohingegen hundert Stimmen wie eine unausweichliche Tatsache in den Ohren und Herzen bohren!

4) Was machst du, wenn du ein paar Tage vor einem Auftritt merkst, dass eine Erkältung naht?

Ingwer, Ingwer, Ingwer!!! So viel Ingwertee und Wasser wie möglich trinken und Schlaf hilft bei eine anbahnenden Erkältung.

5) Was motiviert dich?

Mein Leben und meine Berufung leben und voll ausleben zu dürfen! Viele Menschen müssen in täglichen Leid und Not leben. Mir ist sehr bewusst, wie privilegiert ich bin, mein Leben mit Musik, Gesundheit und keinem Mangel genießen zu dürfen. Das motiviert!!!!

6) Auf welche Stadt bei der Martin Luther King Tour freust du dich am meisten?


Ich freue mich gleichermaßen auf allen Städte und alle Chorsänger auf dieser Tour!!!

7) Was machst du mit deinen alten Textbüchern, wenn die Spielzeit zu Ende ist?

Am liebsten lasse ich mir von meine Kollegen etwas Nettes reinschreiben als Erinnerung an die schöne Zeit und dann bewahre Ich sie alle auf.

8) Was ist für dich das vollkommen Glück?

Die Gesundheit und Wohlbefinden meiner Kinder, die Freiheit lieben und leben zu dürfen wie ich’s möchte und andere eine Freude zu machen mit meinem Gesang 🙂

9) Was wolltest du schon immer mal tun, hast dich aber nicht getraut?

Im Fahrstuhl oder in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach lauthals los zu singen! Ein One- “man”- flashmob sozusagen :))

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Diese Tour natürlich! Dann werde ich anschließend mit meiner Bluesband in Kalifornien und San Diego eine kleine Tournee starten. Es gibt ein paar Theaterproduktionen, worauf ich mich freue und zwischendurch schraube ich weiter an meinem Soloalbum, das hoffentlich im Herbst 2020 fertig sein wird. Es bleibt spannend!

Interview mit Valerie Luksch

  1. Beschreibe dich bitte mit 3 Worten

lebensfroh, offen, eifrig

2.Was ist deine Kindheitswunschrolle in einem Film oder Musical?

Christine aus Phantom der Oper

3.Du darfst dieses Jahr in deiner Traumrolle spielen. Im Stück singing in the Rain…. Wie wirst du dich auf diese Rolle Vorbereiten?

Da ich das Stück sehr gut kenne, werde ich mich einfach voller Elan reinstürzen. Ich kann es kaum erwarten. Vielleicht werde ich vor Beginn noch meine Steppkünste bisschen auffrischen… 

4. Ab Februar bist du wieder am Stadttheater Baden im Stück „The King and I“ zu sehen, wieso sollte man diese Produktion sehen?

King and I“ ist ein Musical, welches musikalisch unheimlich viel zu bieten hat, gleichzeitig eine sehr berührende Geschichte erzählt und anhand humorvoller Szenen Konflikte darstellt. Nicht ohne Grund wurde dieses Stück bereits mehrmals ausgezeichnet. Also unbedingt anschauen!

5. Gehst du zur Audition von Wicked oder Frozen für Hamburg?

Geplant ist es, ja. In Wicked Glinda zu spielen steht groß und fett auf meiner bucketlist!!

Und in Frozen möchte ich für Anna vorsingen, mal sehen 

6. Hat es einen Grund warum du hauptsächlich nur im Süden Deutschlands bzw. in Österreich spielst?

Ich muss ehrlich zugeben, das ist tatsächlich reiner Zufall. Durch meine Ausbildung in München hat es sich damals angeboten am Gärtnerplatztheater zu arbeiten. Das hat glücklicherweise geklappt und die weiteren Engagements haben sich dann größtenteils daraus ergeben, weshalb ich mich bis jetzt eher im Süden Deutschlands und Österreich aufgehalten habe. Ich hätte aber auch nichts dagegen, mal in anderen Teilen Deutschlands zu arbeiten.

7. Mit welchem Kollegin/Kollegen würdest du gerne einmal zusammen spielen? Und Warum?

Das kann ich nicht konkret sagen, ich freue mich über alle Kollegen, mit denen eine schöne Zusammenarbeit möglich ist und vielleicht sogar eine gute Freundschaft entsteht.

8. Was machst du zur Entspannung?

Urlaub. Ich versuche es so viel wie möglich dazwischen einzubauen…Auch wenn es nur ein paar wenige Tage sind, sobald sich mal eine kleine Lücke ergibt, buche ich spontan und nutze die Zeit um irgendwo schnell Sonne und Energie zu tanken.

9. Gibts einen Song aus einem Musical welchen du besonders gerne singst?

In my Dreams aus dem Musical Anastasia

10. Wie sieht dein Jahr 2020 aus? Kannst du da schon was verraten?

Das Jahr 2020 wird ein volles Jahr, viel darf ich aber leider noch nicht verraten. Jetzt gilt es erst mal die Premieren von „King and I“ und „Singing in the Rain“ Wort wörtlich über die Bühne zu bringen und alles Weitere wird bald erzählt… 😉

Interview mit Lukas Nimscheck

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern!

Da fällt mir nix ein. 

2) Was macht für dich ein gutes Musical aus? Bzw. was nervt dich an Musicals?

Ein gutes Musical ist in erster Linie eine gute Geschichte, idealerweise mit einer klaren Haltung zu sozialen- oder historischen Themen. Autoren und Komponisten brauchen einen Grund, warum gerade sie einen Stoff auf die Bühne bringen wollen. Das kann ein persönlicher Bezug in der eigenen Familie, eine lange Recherchearbeit oder einfach das Bedürfnis nach großem Quatsch sein. 

Das ist jetzt eine Eigenart von mir: Ich kann ich schlechtes Timing nur schwer verzeihen – und das zieht sich leider ausnahmslos durch alle Großproduktionen, die ich in den letzten fünf Jahren gesehen hab; von Aladdin bis Tina. 

Da sitzt einfach keine Pointe und das tut mir körperlich weh.

Der Fairness halber sei gesagt, dass es eine Ausnahme gab: „Fack ju Goethe“

3) Du hast ja zusammen mit Franziska Kuropka „Wir- Familie ist, was man daraus macht“ geschrieben und 2019 im Schmidtchen als Regisseur auf die Bühne gebracht. Du hast selbst 2018 deinen Partner geheiratet. Habt ihr auch einen Kinderwunsch?

Ja, wir wünschen uns ein Kind, sind aber noch nicht ganz sicher, wie wir das anstellen sollen. Leihmutterschaft im Ausland kommt für mich aus ethischen Gründen nicht in Frage und eine Inlandsadoption kann sehr lang dauern – oder auch gar nicht zustande kommen. Wir versuchen es aber. 

4) Bezüglich Franziska Kuropka, wie ist es, mit ihr zusammen zu arbeiten? Ist da das Zicken vorprogrammiert oder harmoniert ihr nur?

Franzi und ich sind beide sehr meinungsstark, aber niemals zickig. Wir können ein gegenseitiges „Halt die Fresse“ gut ertragen, daher passt es als Team perfekt. 

5) Dieses Jahr wirst du in der Jury von „The Voice Kids“ sein, was war dein peinlichstes Erlebnis bei den Dreharbeiten?

Die Blind Auditions sind wie ein Rausch an mir vorbeigezogen, daher hoffe ich, dass es keine allzu peinlichen Momente gab. Ich hab einmal geheult, weil mich ein Talent so gerührt hat und herausgefunden, dass Lena Meyer-Landruts Hund auf Instagram mehr Follower hat, als unsere Band. 

6) Du bist ein Allrounder. Stehst selbst auf der Bühne mit deiner Band „‪Deine Freunde‬“ und bist ein erfolgreicher Komponist und Autor. Was machst du lieber? Auf der Bühne oder hinter der Bühne?

Ich mag beides, bin aber am allerliebsten in kreativer Verantwortung. Wenn man ein Projekt von der ersten Idee bis zur Premiere begleitet, ist das für mich das Schönste. Ich brauche die Öffentlichkeit gar nicht so dringend, sie ist ein schöner Nebeneffekt, viel mehr liebe ich die Arbeit im Studio oder auf der Probebühne. 

Das eigentliche Musical oder Konzert ist ja nur das Sahnehäubchen am Ende eines langen Prozesses – und wenn der mir keinen Spaß machen würde, dann hätte ich ein Problem. 

7) Wie war es für dich 2019 wieder einmal für den Deutschen Musical Theater Preis nominiert gewesen zu sein?

Das war toll! Ich liebe es, dass unsere kleine Szene so zusammenhält und sich füreinander interessiert. Ich würde mir in die folgenden Jahren  die Kategorie: „Bester Song“ wünschen. 

8) Du befindest dich zur Zeit auf Tour mit „Deine Freunde“. Wie sieht so ein Tour-Alltag bei dir aus?

Wir sind zwischen Januar und März jedes Wochenende mit unserem Tourbus unterwegs. Da das ganze Team aus guten Freunden besteht, ist es recht entspannt: Alle pennen im Tourbus, es gibt viele Chips und da unsere Shows immer schon gegen 19:30 vorbei sind, können wir abends alle gemeinsam das Dschungelcamp gucken. 

Seit etwa 3 Jahren sind wir so erfolgreich, dass wir als Bandmitglieder nicht mehr beim Aufbau mithelfen müssen. Daher kann ich ausschlafen. 

9) Was gibst du jemandem auf den Weg, der selbst gerade ein Stück schreibt?  

So banal es klingen mag: Nicht Abschreiben. Viele junge Kreative sind Fans von bestimmten Musicals oder Styles, demzufolge klingen und lesen sich ihre Sachen auch nicht ganz frisch. Da muss man aufpassen. Außerdem gibt es oftmals den Hang zu großen Geschichten mit 30 Charakteren und 40 Statisten. Die werden sowieso nicht realisiert, besonders nicht in Deutschland. Daher: klein anfangen, 2-3 Personen-Stücke entwickeln und an Open-Stage-Abenden teilnehmen. 

Eine Warnung muss ich allerdings noch aussprechen: Man kann nicht davon leben, es wird überall gespart und gemauschelt – und meistens führen die Theater dann doch lieber zum 1000. Mal „My fair Lady“ auf. 

10) Gibt es eine Fortsetzung von „Wir“, bzw. seid ihr schon am schreiben?

Eigentlich finde ich zweite Teile ekelhaft – aber wir hätten auf jeden Fall Ideen für „WIR 2“. Allerdings muss uns das Theater dazu erstmal fragen.

11) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Ich bin in 2020 ziemlich ausgebucht, denn wir spielen etwa 60 Konzerte, dann kommt „The Voice Kids“ im TV und ich mache eine kleine Regie am Schmidtchen für ein Drei-Personen-Musical namens „Trash Island“. Letzteres liegt mir sehr am Herzen: Das Stück setzt sich humoristisch mit Umweltverschmutzung und dem Klimawandel außeinander und wurde von dem Berliner Autoren Tom van Hasselt geschrieben. Premiere ist am 16.04. 

Interview mit Maik Eckhardt

1.)Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern
Ordentlich, impulsiv, sozial

2.) Du hast deine Ausbildung als Musicaldarsteller in Frankfurt am Main gemacht? Wie bist du dahin gekommen und nicht z.B. wie viele deiner Kollegen nach Hamburg?


Ja ich habe meine Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Academy of Stage Arts in Frankfurt-Oberursel absolviert. Da ich vor meiner Musical-Ausbildung bereits mein Schauspielstudium absolviert hatte & einige Engagements in Hessen an verschiedenen Theater hatte, war es nicht mehr als sinnvoll, etwas Zeit & Stress sparender an der Academy zu studieren.
Des Weiteren hab ich mich vom ersten Tag an superwohl dort gefühlt, so dass für mich keine nichts anderes mehr in Frage kam.

3.)Wofür schlägt dein Herz mehr? Fürs Schauspiel oder fürs Musical?


Definitiv fürs Musical. Ich liebe den Gesang & den Tanz so sehr, dass es mir leider im puren Schauspiel oft gefehlt hat. Heute werde ich oft auf Grund von Musical-Engagements zusätzlich für Schauspiel-Produktionen gebucht, wie es z.B.: oft bei Festspielen der Fall ist. Dies kommt mir natürlich zu Gute, da ich so beides vereinbaren kann.

4.)Du wohnst ja nicht gerade in einer Musicalstadt, hast du dich bewusst für Gießen entschieden?


Ja, ich habe mich ganz  bewusst für Gießen entschieden, da ich dort mit meinem Freund zusammen lebe. Ich schätze auch die Nähe zu meiner Heimatstadt Bad Hersfeld sehr & natürlich auch mal schnell bei meiner Familie & Freunden zu sein. Gießen hat ein großes kulturelles Programm, in dessen Rahmen ich auch schon Musical-Workshops gegeben habe & im Prinzip ist es egal wo ich wohne, da ich ja deutschlandweit arbeite.

5.)Dein nächstes Urlaubsziel?


Im Januar geht’s eine Woche nach London. Natürlich steht auch ein Musical-Besuch auf dem Plan, welches steht noch nicht fest, aber London hat ja reichlich Auswahl.

6.)Was ist beruflich dein Traum?


Ein beruflicher Traum ? Definitiv weiterhin so im Geschäft zu sein, dass ich  davon leben kann & natürlich weiterhin das Publikum unterhalten zu können. Ein riesiger Traum von mir wäre es, irgendwann mal ein Duett mit Kathy Kelly von der Kelly Family zu singen.

7.) Was magst du total gerne an dir selbst?


Schwere Frage ! Ich mag meine Ordenlichkeit & meine Pünktlichkeit. Ich bin ein Mensch, der gerne das Segel in der hand hat, mit dem man sehr viel Spaß haben kann. Alles andere müssen die Menschen beurteilen die ich um mich habe ?

8.) In welchem Musical möchtest du gerne mit spielen und welche Rolle?


1. Rocky Horror Show – Frank N‘ Furter – Ich liebe seine impulsive & extrovertierte Art.
2. Elisabeth – Der Tod – Die Rolle ist mystisch & vielfältig interpretierbar & kreativ gestaltbar
3. Evita – Che – Gesanglich eine tolle Herausforderung

9.) Wo siehst du dich in 5 Jahren?


In 5 Jahren hoffe ich, das alles weiterhin so gut läuft wie bisher, sich eventuell die Ein oder Andere Türe sich noch öffnet & die Menschen weiterhin zu begeistern.

10.) Was steht für dich im Jahr 2020 an?


2020 ist bei mir voll ausgebucht, glücklicherweise. Allzu viel darf ich noch nicht verraten, aber ich halte euch natürlich auf meinen Sozialen Netzwerken auf dem Laufenden. Das Musical-Jahr 2020 startet für mich aufjedenfall in Bayern & mit einer ganz neuen Aufgabe, auf die ich sehr freue.  Ich darf das erste Mal die Choreografie für eine Musical-Uraufführung übernehmen, aber welches & wo genau verrate ich erst im Januar.
Im Sommer stehen Festspiele auf dem Plan, welche ich leider auch noch nicht verraten darf. Ich freue mich aber riesig drauf.

Interview mit Andreas Gergen


1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern
abenteuerlustig, kreativ, durchsetzungsfähig

2) Was hat dich bewegt deine Arbeit als Schauspieler/Musicaldarsteller 
„zurückzustellen“ und als Regisseur tätig zu werden?
Nach meiner Ausbildung als Musical-Darsteller an der Universität der Künste/ Berlin hatte ich mein erstes Engagement beim Musical „Der Glöckner von Notre Dame“. Ich habe dort schnell gemerkt, dass ich keine 8 Shows in der Woche spielen mag und kreativ unterfordert war. Ich habe dann zusammen mit zwei Kollegen die Firma Toys Musicalproduktion gegründet.  Und dann hat alles seinen Lauf genommen.

Dadurch bist du dann auch 2006 in die Kreativ Stube von Stage 
Entertainment gekommen?

So ist es.

3) Du warst für so viele Musicals schon verantwortlich. Welches Stück 
war das emotionalste für dich bis jetzt?
Unser erstes Stück „Du bist in Ordnung, Charlie Brown – Das Peanuts-Musical“, die „Zauberflöte“ am Saarländischen Staatstheater (2007) und „ I am from Austria“ bei den Vereinigten Bühnen Wien.

4) Du bist gerade für die Audition für „Betlehem“ in Hamburg. Was 
erwartest du von der Audition?
Dass wir ein Ensemble finden, das mit geballter Kraft an der Umsetzung des Stückes arbeitet. Es geht in dem Stück um ein „Flüchtlingspaar“, das in einer Notunterkunft – in diesem Fall in einem Stall – unterkommt … Mehr wird noch nicht verraten. Es wird aktuell relevante Themen behandeln. Und es ist mir wichtig, genau die passenden Darsteller/innen zu finden, die das gut dem Zuschauer vermitteln können.

5) Gibt es einen Darsteller/in, mit dem/mit der du sehr gerne zusammenarbeitest?
Natürlich arbeite ich gerne mit Darsteller/innen zusammen, die meine Arbeitsweise verstehen und die sich schon in Zusammenarbeiten bewährt haben. Aber ich versuche, bei jedem Stück 
das komplette Spektrum und die Vielfalt der Darsteller/innen neu in meinem Kopf zu öffnen. Das Papier ist zu kurz, um alle aufzuzählen. Ich arbeite mit allen Darsteller/in gerne zusammen, die professionell sind und ihren Job mit Leidenschaft machen.

6) Ist es für dich anders, wenn du bei Uraufführungen Regie führst, wo
du keine Vorlage hast?
Ich kann das Stück mitentwickeln und meine eigene Sichtweise mit einbringen.

7) Was bringt dich auf 180?
Unprofessionalität, seinen Job nicht ernst nehmen – egal in welcher Abteilung des Theaters.

8) Was ist für dich spannender,  auf der Bühne zu stehen oder hinter der Bühne?
Ganz klar… beides …, da beides für mich einen Reiz hat. Es ähnelt 
sich. Da ich auch Musical-Darsteller bin, kann ich mich als Regisseur in die Kollegen hineinversetzen und sie besser verstehen.

Also ist es nicht ausgeschlossen, dich selbst nochmal in der ein oder anderen Rolle zu sehen?

Nein, das ist offen und könnte sehr gut möglich sein.

9) Welche Bühne hat dich bis jetzt am meisten überrascht?
Das Opernhaus in Nizza. Ich habe dort die „Fledermaus“ inszeniert. Bei 
der Durchlaufprobe im Theater saß ich da und schaute mich die ganze 
Zeit nur um, da ich so fasziniert war von dem Theatersaal und der Architektur.
Ich fand aber auch die Seebühne in Mörbisch schön. Es ist schon komisch, auf so einer gigantischen Bühne (120 Meter Bühnenbreite) 200 Darsteller in Gruppen über die Bühne zu „scheuchen“, so mit Mikro da zu stehen und denen zu sagen, wer was zu machen hat.  Das ist dann schon mal wie Mathematik.

10)Welches Broadway Musical möchtest du gerne einmal auf Deutsch sehen?
„Moulin Rouge“. Das wäre ein Stück, was ich sehr gerne auf Deutsch sehen würde.

11)  Was sagst du zu der Entwicklung der Musicalszene in Deutschland?
Es ist noch ein hartes Stück Arbeit. Es geht aber in die richtige Richtung. Es ist noch ein langer Weg, damit die Zuschauer die Stücke als Schauspiel mit Musik ansehen. So wie es in den USA ist. Wenn wir diese Sichtweise schon in Deutschland hätten, wäre das schon ein Fortschritt.

12) Wie lange dauert es, ein Stück bis zur Premiere auf die Bühne zu bringen?
Ein gutes Jahr. Von Entwicklung, Audition und ein Team zu finden. Dann 
sind es meistens 5-6 Wochen Proben vor der Premiere. Bei Uraufführungen sind es meistens 3 Jahre.

Wie lange müssen Darsteller/in auf die Zusage oder Absage warten?

Ich versuche es sehr schnell und sage es auch den Theatern, dass sie schnell den Darsteller/innen eine Antwort geben sollen, damit diese dann auch planen können.

13) Openair oder Hallenproduktion?
 Auch hier beides. Mich fasziniert z.B. Tecklenburg, da das Bühnenbild dort ja steht und man mit den örtlichen Gegebenheiten bei jedem Stück kreativ anders umgehen muss. In einem  Theater muss man eine komplett neue Welt von 0 auf kreieren. 10


14) Du warst vor Kurzem in Shanghai, wie bist du dazu gekommen?
Ich wurde gefragt (lach) … von Michael Kunze und Sylvester Levay. Es war mein erstes Mal in Asien


15) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?
Ich habe nächstes Jahr 7 Premieren und im Sommer 3 Wochen Urlaub 🙂
Es wird also nicht langweilig werden.



Interview mit Petter Bjällö

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Worten

Fröhlich, Lustig, Schwedisch,

2. Du gibst dieses Jahr wieder die Show „Absolut Christmas“ was bedeutet für dich Weihnachten

Es ist ein wenig wie Heimat. Ich lebe jetzt schon 20 Jahre in Deutschland. Ich mache diese Konzerte seit 3 Jahren, um mich auch selbst auf Weihnachten einzustimmen. 🙂

3. Du hast diesen Sommer in Schweden gespielt. Wie war es in deinem Heimatland zu spielen?

„ Mein Schweden“ lach ich habe im Inland von Schweden gespielt wo es die Seen gibt und tatsächlich diese Bilderbuch charm mit roten Häuschen Ich komme aus dem Süden von Schweden, wo es das Meer gibt. Es war aber schön nochmal dort zu spielen.

4. Wann steht du nochmal in Deutschland auf der Musicalbühne?

Das weiß ich noch nicht. Mal schauen. Ich bin offen.

5. Lucia oder Midsommer?

Beides 🙂 „Lucia“ Winter… Es ist feierlich und ganz viel Traditionen. „Midsommer“ haben wir damals in Oberhausen gemacht. Ich habe mit u.a. Anton und Matthias Edenborn zusammen den Midsommer gefeiert mit den Tänzchen und alles! „Lucia“ ist ein Bonus.

6. Welchen Charakter einer Serie oder eines Filmes würdest du gerne mal spielen wollen?

Von Netfelix „POSE“ Billy Porter. Was für ein Schauspieler/Sänger. Hat ja auch den Emmy sich geschnappt dafür!:)

7. Was war dein letztes Musical was du gesehen hast?

Familienstück: „ Kleine Meerjungfrau“ von Christian Berg. Und vom Mischpult aus habe ich Tina (Turner) geschaut, da das Stück an diesem Tag ausverkauft war :)*lach*

8. Mit welchen Regisseuren/Darstellern/Gesangsdozenten würdest du gerne noch arbeiten?

Regisseur: Gil Mehmet, Darstellern: Mit Pia Douwes Gesangsdozenten: Colleen Besett-Schoots. Ich hatte bei Ihm auch Unterricht als ich in Berlin den Glöckner gespielt habe.

9. Würdest Du wenn du könntest einen Blick in deine Zukunft wagen?

Nein! Ich habe ein Intuitives Verhalten. Ich habe z.B. Nach Wicked mich ganz bewusst für die Freiberufliche Tätigkeit entschieden um meine Eltern äfter Besuchen zu können. Jetzt sind sie beide leider gestorben. Es war in den Stage-Musicals immer schwer frei zu bekommen.

10. Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und was dürfen deine Fans für 2020 erwarten.

In drei Wochen habe ich meine Konzerte. 3 Tage= 3 Konzerte. Darauf freue ich mich sehr. Und 2020 lasst euch überraschen.

Interview mit Alice Wittmer

1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten?
Humorvoll, Perfektionistin (Job), Vollblut-Musiker

2) Wie ist es, im Fritz Theater Bremen zu arbeiten?
Ich bin jetzt ca. 1,5 Jahre in Bremen. Ich verbinde viel Positives mit dem Theater, da ich dort viel gelernt habe, gerade was Impro-Theater angeht.

3) Wie steht deine Familie zu deinem Künstlerleben?
Alle stehen hinter mir. Sie sind auch ein wenig Schuld, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.
Durch meine Mutter habe ich mit drei Jahren die Kinderfrüherziehung (Musik) gemacht, danach habe ich Flöte gelernt und im Chor gesungen.
Und mein Vater hat mich damals zu dem Stage School Workshop motiviert.
Ich habe aber in der zwischen Zeit auch eine Ausbildung als Fitnesstrainerin gemacht.

Eine kleine Zwischenfrage: Was wärst du geworden wenn Du keine Musicaldarstellerin wärst?

Ich wäre Lehrerin geworden. Ich war schon fürs Lehramt eingeschrieben.:)

4) Was läuft gerade bei dir privat für Musik?
Querbeet. Es ist bei mir tatsächlich Tages abhängig. Ich sage es mal so, bis auf Schlager ist alles dabei. Aber ganz besonders Queen.

5) Du warst dieses Jahr für den Deutschen Musicaltheaterpreis in der Kategorie „ Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ nominiert. Wie hast du davon erfahren und was war dein erster Gedanke?
Ich habe es in Kiel erfahren bei den Proben. Meine Erste Reaktion? Wollt ihr mich verarschen? Danach habe ich 5 Minuten geweint und gleichzeitig gelacht.

6) Dieses Jahr hast du bei der Uraufführung von Sherlock Holmes- next Generation in Hamburg und München gespielt. Wie hast du dich auf deine Hauptrolle vorbereitet?

Ich habe mir auf BBC die Serie angeschaut. Zwar hat das Musical ja mal so gar nichts mit der Serie zu tun, aber es war richtig, das so zu machen. Kollegen von mir meinten, ich sollte zur Audition gehen, weil genau sowas gesucht würde. Eine Göre die aber auch charmant sei. Und dann hat es tatsächlich geklappt.

7) Auf welcher Bühne möchtest Du gerne einmal stehen und warum?
Ich möchte überall stehen 🙂 Es gibt keine spezielle Bühne. Ich möchte einfach nur spielen! Ich liebe meinen Job. Da ist es mir egal, auf welcher Bühne ich stehen darf.


8) Du bist noch Jung und bist ein Talent deines Jahrgangs. Wer ist dein Vorbild?
Oh, da bin ich gerührt.
Freddie Mercury von Queen. Im Musicalbereich: Alle Kollegen/innen, die es aus Leidenschaft machen.


9) Wie sieht bei dir ein „arbeitsfreier“ Tag aus?
Wenn ich zu Hause bin: ausschlafen, 1 Stunde Fitness, meine sozialen Kontakte pflegen, die sonst leider zu kurz kommen, der Kamin am Abend und Netflix schauen. Aber auch Musik machen, was unsere Nachbarn schon kennen :)*lach*


10) Bald steht 2020 vor der Türe. Was steht bei dir da so alles an ?
‪Bis 8.12. „Wie im Himmel“.‬
‪Danach „My Fair Lady“ in Kiel bis Weihnachten.‬
‪Silvester und bis Juni  „Amerikaner in Paris“ in Kiel.‬
‪Und auch dieses Jahr bis nächstes Jahr durchgehend am Fritz Bremen und zusätzlich ab Februar wieder auf Tour mit „FALCO!‬
Das Musical“ auf Tour und dann stehen noch Auditions auf dem Plan.



1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten?
Humorvoll, Perfektionistin (Job), Vollblut-Musiker

2) Wie ist es, im Fritz Theater Bremen zu arbeiten?
Ich bin jetzt ca. 1,5 Jahre in Bremen. Ich verbinde viel Positives mit dem Theater, da ich dort viel gelernt habe, gerade was Impro-Theater angeht.

3) Wie steht deine Familie zu deinem Künstlerleben?
Alle stehen hinter mir. Sie sind auch ein wenig Schuld, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.
Durch meine Mutter habe ich mit drei Jahren die Kinderfrüherziehung (Musik) gemacht, danach habe ich Flöte gelernt und im Chor gesungen.
Und mein Vater hat mich damals zu dem Stage School Workshop motiviert.
Ich habe aber in der zwischen Zeit auch eine Ausbildung als Fitnesstrainerin gemacht.

Eine kleine Zwischenfrage: Was wärst du geworden wenn Du keine Musicaldarstellerin wärst?

Ich wäre Lehrerin geworden. Ich war schon fürs Lehramt eingeschrieben.:)

4) Was läuft gerade bei dir privat für Musik?
Querbeet. Es ist bei mir tatsächlich Tages abhängig. Ich sage es mal so, bis auf Schlager ist alles dabei. Aber ganz besonders Queen.

5) Du warst dieses Jahr für den Deutschen Musicaltheaterpreis in der Kategorie „ Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ nominiert. Wie hast du davon erfahren und was war dein erster Gedanke?
Ich habe es in Kiel erfahren bei den Proben. Meine Erste Reaktion? Wollt ihr mich verarschen? Danach habe ich 5 Minuten geweint und gleichzeitig gelacht.

6) Dieses Jahr hast du bei der Uraufführung von Sherlock Holmes- next Generation in Hamburg und München gespielt. Wie hast du dich auf deine Hauptrolle vorbereitet?

Ich habe mir auf BBC die Serie angeschaut. Zwar hat das Musical ja mal so gar nichts mit der Serie zu tun, aber es war richtig, das so zu machen. Kollegen von mir meinten, ich sollte zur Audition gehen, weil genau sowas gesucht würde. Eine Göre die aber auch charmant sei. Und dann hat es tatsächlich geklappt.

7) Auf welcher Bühne möchtest Du gerne einmal stehen und warum?
Ich möchte überall stehen 🙂 Es gibt keine spezielle Bühne. Ich möchte einfach nur spielen! Ich liebe meinen Job. Da ist es mir egal, auf welcher Bühne ich stehen darf.
8) Du bist noch Jung und bist ein Talent deines Jahrgangs. Wer ist dein Vorbild?
Oh, da bin ich gerührt.
Frederick Mecklin von Queen. Im Musicalbereich: Alle Kollegen/innen, die es aus Leidenschaft machen.
9) Wie sieht bei dir ein „arbeitsfreier“ Tag aus?
Wenn ich zu Hause bin: ausschlafen, 1 Stunde Fitness, meine sozialen Kontakte pflegen, die sonst leider zu kurz kommen, der Kamin am Abend und Netflix schauen. Aber auch Musik machen, was unsere Nachbarn schon kennen :)*lach*
10) Bald steht 2020 vor der Türe. Was steht bei dir da so alles an ?
‪Bis 8.12. „Wie im Himmel“.‬
‪Danach „My Fair Lady“ in Kiel bis Weihnachten.‬
‪Silvester und bis Juni  „Amerikaner in Paris“ in Kiel.‬
‪Und auch dieses Jahr bis nächstes Jahr durchgehend am Fritz Bremen und zusätzlich ab Februar wieder auf Tour mit „FALCO!‬
Das Musical“ auf Tour und dann stehen noch Auditions auf dem Plan.



1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten?
Humorvoll, Perfektionistin (Job), Vollblut-Musiker

2) Wie ist es, im Fritz Theater Bremen zu arbeiten?
Ich bin jetzt ca. 1,5 Jahre in Bremen. Ich verbinde viel Positives mit dem Theater, da ich dort viel gelernt habe, gerade was Impro-Theater angeht.

3) Wie steht deine Familie zu deinem Künstlerleben?
Alle stehen hinter mir. Sie sind auch ein wenig Schuld, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.
Durch meine Mutter habe ich mit drei Jahren die Kinderfrüherziehung (Musik) gemacht, danach habe ich Flöte gelernt und im Chor gesungen.
Und mein Vater hat mich damals zu dem Stage School Workshop motiviert.
Ich habe aber in der zwischen Zeit auch eine Ausbildung als Fitnesstrainerin gemacht.

Eine kleine Zwischenfrage: Was wärst du geworden wenn Du keine Musicaldarstellerin wärst?

Ich wäre Lehrerin geworden. Ich war schon fürs Lehramt eingeschrieben.:)

4) Was läuft gerade bei dir privat für Musik?
Querbeet. Es ist bei mir tatsächlich Tages abhängig. Ich sage es mal so, bis auf Schlager ist alles dabei. Aber ganz besonders Queen.

5) Du warst dieses Jahr für den Deutschen Musicaltheaterpreis in der Kategorie „ Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ nominiert. Wie hast du davon erfahren und was war dein erster Gedanke?
Ich habe es in Kiel erfahren bei den Proben. Meine Erste Reaktion? Wollt ihr mich verarschen? Danach habe ich 5 Minuten geweint und gleichzeitig gelacht.

6) Dieses Jahr hast du bei der Uraufführung von Sherlock Holmes- next Generation in Hamburg und München gespielt. Wie hast du dich auf deine Hauptrolle vorbereitet?

Ich habe mir auf BBC die Serie angeschaut. Zwar hat das Musical ja mal so gar nichts mit der Serie zu tun, aber es war richtig, das so zu machen. Kollegen von mir meinten, ich sollte zur Audition gehen, weil genau sowas gesucht würde. Eine Göre die aber auch charmant sei. Und dann hat es tatsächlich geklappt.

7) Auf welcher Bühne möchtest Du gerne einmal stehen und warum?
Ich möchte überall stehen 🙂 Es gibt keine spezielle Bühne. Ich möchte einfach nur spielen! Ich liebe meinen Job. Da ist es mir egal, auf welcher Bühne ich stehen darf.
8) Du bist noch Jung und bist ein Talent deines Jahrgangs. Wer ist dein Vorbild?
Oh, da bin ich gerührt.
Frederick Mecklin von Queen. Im Musicalbereich: Alle Kollegen/innen, die es aus Leidenschaft machen.
9) Wie sieht bei dir ein „arbeitsfreier“ Tag aus?
Wenn ich zu Hause bin: ausschlafen, 1 Stunde Fitness, meine sozialen Kontakte pflegen, die sonst leider zu kurz kommen, der Kamin am Abend und Netflix schauen. Aber auch Musik machen, was unsere Nachbarn schon kennen :)*lach*
10) Bald steht 2020 vor der Türe. Was steht bei dir da so alles an ?
‪Bis 8.12. „Wie im Himmel“.‬
‪Danach „My Fair Lady“ in Kiel bis Weihnachten.‬
‪Silvester und bis Juni  „Amerikaner in Paris“ in Kiel.‬
‪Und auch dieses Jahr bis nächstes Jahr durchgehend am Fritz Bremen und zusätzlich ab Februar wieder auf Tour mit „FALCO!‬
Das Musical“ auf Tour und dann stehen noch Auditions auf dem Plan.

Interview mit Roberta Valentini

1)Beschreibe dich bitte mit 3 Worten
Lustig, liebend, tollpatschig
2) Was ist das Besondere an der (zweifachen) Zusammenarbeit mit Riccardo?
Dass ich nicht nur mit einem Kollegen sondern auch mit einem Freund wieder auf der Bühne stehen darf. Ich kann bei ihm einfach ich selbst sein und  mich fallen lassen.
3) Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
Ganz klar…Musik
4) Was ist dein Lieblingssong auf Ghost? Und was verbindest du damit?
„Immer folgt ein neuer Tag.“
Weil es auch in der Realität so ist. Egal was passiert…, mache dir  keine Sorgen, morgen ist ein neuer Tag.
5) Gibt es eine Rolle die du auf keinen Fall mehr spielen möchtest?
Puhhhhh…es gibt eine Rolle, die ich nicht mehr 8mal die Woche  spielen möchte…das verrate ich aber nicht.
6) Was magst du total gern an dir selbst?
Ich akzeptiere mich so, wie ich bin.
7) Was würdest du deinem 18-jährigen Ich heute sagen?
Sei nicht so naiv 😂
8) Wie stehst du zu „Friday for Future“? Und warst du selbst auf einer  Demo mit dabei?
Ich war noch nicht auf einer Demo. Finde ich prinzipiell gut, um auf  ein Problem aufmerksam zu machen.
9) Welche Musik hörst du gerade privat?
Christliche Musik, wie z.B. Hillsong oder Bethel
10) Gibt es eine Roberta 2020 auf einer Open Air Bühne im Sommer?
Ja, darf ich aber noch nicht verraten.
11) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und worauf dürfen sich deine Fans 2020 freuen?
Das restliche Jahr bin ich bei Ghost in Stuttgart, Otello in Bielefeld  und bei dem ein oder anderen Weihnachtskonzert mit Christian Alexander Müller und Mark Seibert. Im nächsten Jahr bin ich auf Tour mit „The greatest Show“ und dann stehen noch einige neue Projekte auf dem Plan, auf die ich mich schon 
so sehr freue. Neue Sachen und tolle Konzerte. Wuhuuuuuuuuuuuu

Ich bedanke mich bei Roberta für Ihre Zeit. Und wünsche Ihr noch viel Spaß in Stuttgart.

Interview mit Stefan Tolnai

1) Beschreibe Dich mit drei Worten!

Offen, ehrlich, zielstrebig

2) Wo ist Dein Lebensmittelpunkt zurzeit?

Zurzeit pendle ich zwischen Hamburg und Heidenheim.

3) Du warst im First Cast von Aladdin, wie war Deine Zeit dort?

Die Zeit von den Proben bis zur Premiere war etwas ganz besonders. Auf und Abs gab es auch, aber es war eine tolle Zeit. Das Stück wurde in der wunderbarsten Stadt der Welt zum ersten Mal aufgeführt. Ich durfte die CD aufnehmen und spielte die Europapremiere als Babkak. Es haben sich auch Freundschaften gebildet, zum Beispiel mit Philipp Hägeli.

Also sagst Du, es können Freundschaften in euer Branche entstehen?

Ja, Freundschaften können passieren und bleiben 🙂

4) Du hast zuletzt bei Elisabeth in Wien gespielt. Beschreibe dieses Erlebnis bitte in fünf Worten.

Große Ehre dabei gewesen zu sein, Einzigartige Erfahrung, Tolles Team/Tolle Kollegen/innen, Spaß pur, einmalige Atmosphäre.

5) Du bist Darsteller, Vorstandsmitglied bei musical sehnsucht e.V. und Geschäftsführer/Inhaber. Hast Du da noch Zeit für Freizeit und ein Privatleben?

Es ist tatsächlich schwierig. Ich bin bei musical sehnsucht e.V. ehrenamtlich und diese Aufgabe füllt mich sehr gut aus. Als Darsteller bin ich freiberuflich unterwegs und noch Event- und Künstlermanager. Ich muss die Zeit schon bewusster einteilen. Und mir die Auszeiten auch nehmen.

6) Du bist Geschäftsführer/Inhaber von der Event-und Künstleragentur Er&Ich Entertainment. Hörst Du als Darsteller auf?

Nein, Nein. *Lach* Ich werde teilweise mehr hinter der Bühne aktiv sein. So zu sagen im Eventbereich und im Management Bereich. Dazu gibt es immer Neuigkeiten auf meiner Instagram-Seite. Es wird verschiede Projekte geben. Ich bleibe aber der Bühne erhalten.

7) Wieso hast du die Musical Gents „New Generation“ gegründet?

Ich habe das Konzept überarbeitet. Es gibt eine neue Besetzung. Die jetzt dabei sind, sind zwar die Stammbesetzung, aber das wechselt, da nicht jeder immer kann. Als wir zum Beispiel auf der MS Europa waren, da war auch eine andere Besetzung an Bord. Flexibel ist da das beste Stichwort. Wir alle haben verschiede Charaktere, was das Publikum auch sehen soll.

8) Mit Thomas Hohler, Enrico de Piere, Frank Winkels und Philipp Hägeli hast Du Dir vier Kollegen ins Boot geholt. Wie bist Du gerade auf diese vier gekommen? Und wir war deren Reaktion?

Thomas kenne ich aus Tecklenburg. Ihn habe ich bei der Gala Musical meets Pop getroffen. Und wir waren uns einig, dass wir zusammen mal was machen wollen.

Enrico kenne ich schon, seitdem ich 16 bin. Er war mein erster Gesangslehrer in Stuttgart als er bei „3 Musketiere“ war. Wir haben uns dann bei Aladdin 2015 wiedergesehen. Uns verbindet schon eine sehr lange Zeit.

Frank kenne ich über Kasper Holmboe (von 2Entertain Germany GmbH). Kasper spinnt mit mir (Stefan) die Fäden im Hintergrund bei Musical Gents. Als ich Frank getroffen habe, waren wir sofort auf einer Wellenlänge. Und wir beide haben den selben Quatsch im Kopf. (Positiv gemeint)

Die musikalische Leitung übernimmt Giorgio Radoja, kenne ich auch von Aladdin. Er war dort unser Proben-Pianist und spielte im Orchester. Alle haben sofort zugestimmt, als ich sie gefragt hatte.

9) Euer erstes Konzert findet am 02.11.19 im First Stage Theater in Hamburg statt. Wieso gerade dort?

Wir wollen es in Hamburg starten lassen. Das First Stage Theater ist die beste Adresse hierfür. Es passen zirka 300 Menschen ins Theater, ist also schön klein. Und wir wollen, dass es eine exklusive Premiere wird. Sprich „familiär“. Der Abend steht unter dem Motto: „ Ein Abend unter Freunden“

Eine Zwischenfrage: Wird es weitere Konzerte von euch geben?

Ja es wird Konzerte 2020 und 2021 geben. Wo? Wird noch nicht verraten. Weitere Infos werden wir dann auf unserer Facebook und Instagram Seite veröffentlichen.

10) Euer „Warm Up (Erster Auftritt)“ war in Tecklenburg bei der Abschlussgala Musical goes Swing. Das Publikum war sehr begeistert von Euch. Werdet Ihr auch in diese Musikrichtung weitermachen?

Wir hatten Spaß. Warum sollte man dann nicht diese Richtung beibehalten? Es werden aber Ausflüge in andere Musikrichtungen geben, zum Beispiel Pop. Es soll authentisch sein. Deshalb haben wir Euch auch auf unserem Instagram Account gezeigt, dass wir hinter den Kulissen viel Spaß hatten Diesen Eindruck habt ihr auch vermittelt.

11) Warum sollte man zu Eurem Konzert am 02.11.19 in Hamburg kommen?

Man sollte kommen, um charmante junge Kerle mit Witz zu sehen und was Tolles zu erleben. Alle haben verschiedene Charaktere und sind sehr authentisch. Tolle Stimmen. Und, um einen tollen Abend unter Freunden zu erleben.

12) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und kannst Du schon etwas zu 2020 sagen?

2019 ist bis Dezember komplett verplant. Fünf oder sechs Projekte stehen noch an. Bei meinem Verein, ein Workshop mit Jugendlichen. Musical Dinner mit Anja Wenzel steht noch auf dem Plan. Ich werde hinter der Bühne noch aktiv sein. Und Musical Gents. Dann hoffe ich auf Urlaub. Auch wenn ich nach Aladdin eine Verschnaufpause hatte, war 2019 doch sehr erfolgreich und ereignisreich. Aber ich bin ein Networking Typ und liebe es, neue Menschen kennen zu lernen. 2020 wird auf jeden Fall interessant werden.

Vielen Dank Stefan für das tolle Interview und für deine Zeit.  Jetzt ist die Vorfreude auf den 2.11.19 noch größer 🙂

Interview mit Franziska Kuropka

1) Beschreibe dich mit drei Worten:

Laut,witzig,Laut

2) Haben deine Eltern dich schon einmal in der Heißen Ecke gesehen und was denken Sie?

Ja haben Sie. Meine Mutter ist selbst am Theater als Souffleuse (allerdings ernstes Sprechtheater). Sie meint immer: Auch für die leichte Muse gibt es ein Publikum. Sie mag es auch mal zotig.

3) Du bist die meiste Zeit in Hamburg, vermisst man da nicht auch mal andere Bühnen?

Ja das stimmt. Mein Wunsch wäre, wenn dann mehr in Berlin zu spielen. Nicht nur weil ich aus Berlin komme sondern auch mein Freund dort wohnt. Ich habe in der Berlin u.a. schon „ Ein Titel ohne Show“ gespielt, was ich aber auch schon in Hamburg gespielt habe.

4) Wie stehst du zu dem Thema „Homo Ehe“?

Es kann nur gut sein. Wenn man solange dafür kämpft, will man es auch wirklich. Love is Love. Alles darf heiraten was bei Sinnen „ja“ sagen kann. Warum nicht? Sogar eine Kuh, wenn diese nicht weggeht und „ja“ muht.*grins*

5) Welche Entwicklung würdest Du dir für den dt. Musicalmarkt wünschen?

Ich finde es nicht so spannend, wenn Musicals „nur ernst“ oder „nur albern“ sind. Ich mag die Amerikaner sehr, die schaffen diese Mitte fürs Musical. Und genau sowas wünsche ich mir für den Deutschen Markt. In „Wir – Eine Familie ist was man darauf macht“ haben Lukas und ich das versuchst umzusetzen.

6) Wie fandest Du es bei Herbstgold mal nicht zu singen?

Es war (ent-)spannend, nicht zu singen. Die Rolle war eine Herausforderung, weil meine Figur das Meiste außerhalb der Szenen passierte, und es für den Zuschauer trotzdem nachvollziehbar sein muss.

7) Du spielst in der Heißen Ecke eine Prostituierte, Wie gehst du persönlich mit diesem Thema um?

Prostitution hat ja mehrere Seiten. Meine Rolle in der Heißen Ecke ist freiwillig eine Prostituierte. Und wird dazu nicht gezwungen. Sie hat auch kein Problem damit.

 8) Wie fühlt es sich an wieder für den dt. Musicalpreis nominiert zu sein?

Es ist das erste Mal, dass ich alleine nominiert bin. Mich freut es aber viel mehr, dass Lukas Nimscheck für „Beste Regie“ nominiert ist. Ich persönlich glaube nicht, dass ich ein zweites Mal gewinne. (Nach 2018) Eine Rede werde ich auch dieses Jahr nicht vorbereiten, das hat letztes Mal gut geklappt. 

9) Wie sieht dein Jahr 2019 weiterhin aus und kannst Du schon was zu 2020 sagen?

2019? Heiße Ecke noch im November und ein, zwei Konzerte mit verschiedenen Bands. Und dann habe ich den ganzen Dezember frei, da ich die erste Hälfte des Jahres schon fleißig war. 2020?Da schwebt noch einiges rum, aber da bin ich auch gespannt 😉

Interview mit Steffi Irmen

1) Beschreibe dich mit drei Worten!

lustig, ehrgeizig, hilfsbereit

2) Wie bist Du an die Rolle von „Wir- Eine Familie ist, was man darauf macht“ gekommen?

Ich habe mich zufällig kurz vorher initiativ beworben. Daraufhin kam eine Absage, dass sie keine freien Stellen haben. 1-2 Monate später, haben sie sich bei mir gemeldet und gefragt, ob ich zur Audition kommen möchte

3) Wirst Du weiterhin im Schmidts Theat.er zu sehen sein?

WIR wird noch eine Weile spielen! Also Ja. Ob noch etwas dazu kommt, wird sich zeigen. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen!

4) Wie bereitest Du dich auf deine Rolle vor?

Ehrlich gesagt bereite ich mich nicht wirklich viel vor. Der erste Akt läuft quasi von alleine. Beim zweiten Akt passiert etwas krasses, was für mich sehr sehr fremd ist. Da habe ich das Glück, dass ich einfach genau das empfinden kann, was verlangt wird, weil es so gut geschrieben ist. (ich will nicht Spoilern was passiert haha)

5) Was ist deine lieblings einsingübung?

puhhhh – die müsste ich vormachen bzw singen 😀

6) In welcher Stadt würdest Du gerne einmal spielen?

Ich würde gerne mal in Linz spielen. Man hört so viel gutes. 

7) Wie findet man eigentlich eine Wohnung für Produktionen, die nur ein paar Wochen gehen?

Aaaaaaalso! Entweder das übliche man kennt jemanden, der jemanden kennt usw. Oder man sucht sich ein WG Zimmer, oder eine eigene Wohnung. Ich hatte diese Situation erst einmal und da wurde es eine airbnb Wohnung.

8) Vermisst du Kinky Boots?

Da regt mich ja schon die Frage auf!!! 😀

9) Was gibst Du Menschen mit auf dem Weg, die genauso wie Du etwas mehr Gewicht haben. Und die immer deshalb mit Vorurteilen zu kämpfen hab?

Just be, who you wanna be. Never let ´em tell you who you ought to be!

10) Hast Du schlechte Erfahrungen in deinem Beruf gemacht wegen deinem Gewicht?

Schwierige Frage. Es kam bis jetzt erst ein einziges Mal vor, dass ein Regisseur bzw Darsteller auf mich zu kam und meinte ich solle ca 40kg abnehmen. Ich dachte kurz drüber nach. Kam aber dann sehr schnell auf den Schluss, dass ich dann nicht mehr ich wäre. Und ich finde, es gibt genug geile Jobs für meinen Typ. Und es werden auch immer wieder Regisseure kommen, die sowas zu schätzen wissen und das potential sehen. Mein „maskulines auftreten“ wirft mir glaube ich deutlich mehr Steine in den Weg, als min Gewicht. Viele können sich nicht vorstellen, wie man in einer Rolle auf der Bühne sein kann und sehen nur die private Steffi. 

11) Wie sieht Dein Jahr 2019 noch aus? Und kannst Du schon eine Aussicht auf 2020 geben?

Mein Jahr 2019 bringt noch ein paar WIR Vorstellungen. Was das Jahr 2020 mit sich bringt, kann ich euch noch nicht sagen. Aber sicher ist, es wird bestimmt genauso viel Spaß bringen, wie 2019!

Wir bedanken uns bei Steffi Irmen für das tolle Interview und freuen dich im Oktober in Hamburg auf der Bühne zu sehen.

Interview mit Frank Winkels

1) Beschreibe dich in drei Worten?

Authentisch. Empathisch. Humorvoll.

2) Was hat dich an der Rolle Gewilip besonders gereizt?

Zum Einen, wieder mal einen „Bösewicht“ spielen zu dürfen. Zum Anderen eine wahre Geschichte mit historischem Hintergrund (vor dem Fuldaer Dom) zu spielen.

3) Was machst du in deiner Freizeit am liebsten(sofern du welche hast)?

Ich gehe gerne regelmäßig Laufen u. Schwimmen. Klönen mit Freunden. Netflixen

4) Wie würden dich deine Kollegen beschreiben?

Das fragt am Besten mal meine Kollegen/Innen 😉

Sollte das nun ein Kollege/in von Frank lesen, wir würden uns über eine Rückmeldung freuen 🙂

5) Wie bist du zu den „Muscial Gents“ gekommen?

Ich habe den Gründer der MGs über einen gemeinsamen Kollegen kennengelernt und wurde gefragt, ob ich dabei sein möchte. Zur „Musical Goes Swing“ Gala wurden wir dann eingeladen.

6) Welche open air Bühne in Deutschland ist dein favorite und warum?

Jede Open-Air-Bühne hat ihren Reiz.

7) „Bewirbst“ Du dich auf alles, was man dir vorschlägt, oder differenzierst Du das?

Ich suche mir selber die Stücke und Rollen aus, für die ich mich bewerbe bzw. in Frage komme. Manchmal wird man aber auch für eine Rolle/Stück angefragt.

8) Gibt es einen Song aus dem Musical welchen du besonders gerne singst und warum?

Zuletzt hat es große Freude gemacht, als Don Quixote „The Impossible Dream“ zu singen. Es ist einfach ein tolles Stück/Rolle und die Botschaft des Songs gefällt mir.

9) Was ist dein Lieblingsessen?

Asiatisch (z.B. Sushi) aber auch gerne italienisch.

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? /Kannst du schon was zu 2020 sagen?

In diesem Jahr stehen neben „Heisse Ecke“ im Tivoli Theater Hamburg noch die Wiederaufnahme des Schauspielstücks „Der Vorname“ (Theater am Puls) und zwei Konzerte (Musical Gents / First Stage Theater Hamburg + Musical Ladies / Stadthalle Balingen) an, worauf ich mich schon sehr freue. 2020 wird man sehen… 😉

Wir bedanken uns bei  Frank Winkels für seine Zeit.  Und wünschen Ihm noch ein erfolgreiches Jahr 2019.

Interview mit Benjamin Eberling

1. Beschreibe dich in drei Worten

Groß, sympatisch und positiv.

2. Was verbindet dich persönlich mit Kinky Boots?

Ich durfte Teil der Cast sein, der in HH eine wundervolle Zeit mit der Deutschland Premiere feiern durfte. Auch wenn das Stück vielleicht in manchen Augen kein großer Erfolg war, für mich war es das. Vielleicht hätte es etwas mehr Geduld, Zeit und Geld im Marketing gebraucht um es auch finanzielle zu einem Erfolg werden zulassen, aber das ist nicht meine Baustelle. Abend für Abend hatten wir Menschen im Theater die mit uns dieses herrliche Stück gefeiert haben. Ich durfte glänzen in der Rolle des Don, der ja während des Stückes vom Saulus zum Paulus wird, und am Schluss endlich die Botschaft versteht: Akzeptiere jemanden so wie er ist. Eine für mich sehr wichtige Botschaft, gerade in der heutigen Zeit, wo sehr viel mit Klischees und Vorurteilen gearbeitet und manchmal sogar provoziert wird. Ich durfte in der Zeit bei Kinky Boots, viele Menschen kennenlernen, denen genau diese Botschaft Kraft gegeben hat, sei es bei Krankheit, Problemen in der Schule, mit den Eltern, oder einfach nur die dunklen Geister des Alltages besiegen konnten, die jeder mal hat. Das hat mich schwer beeindruckt, und ist auch immer ein Grund gewesen, warum ich überhaupt Musical Darsteller geworden bin. Um Menschen glücklich zu machen und zu berühren. Deswegen wird Kinky Boots immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.

3. Du spielst bei Martin Luther King – Das Musical mit. Es ist ein Chorprojekt. Wie findest du es mit einem riesigen Chor zu singen? Hast du dir auch in diesem Zusammenhang das Pop Oratorium Martin Luther angeschaut.

Ja, ich habe mir Martin Luther angeschaut, da wusste ich aber noch nichts von MLK ( Martin Luther King – Musical ). Es hat mir sehr gut gefallen und ich liebe Chormusik, da ich selber 12 Jahre lang bei den Limburger Domsingknaben gesungen habe. Die Arbeit bei MLK mit dem Chor finde ich sehr besonders. Es ist so eine emotionale Welle, die sich während des Stückes immer wieder über uns ergießt, was mich von Anfang an sehr berührt hat, besonders im Finale. Da bekomme ich immer wieder Gänsehaut. Wie gesagt, ich war 12 Jahre lang ein Limburger Domsingknabe, und durfte auf der ganzen Welt Konzert machen mit Orchestern und Chören. Es ist eine wundervolle Erfahrung die ich nicht missen möchte, vor allem weil sie auch den Grundstein für mein jetziges Leben gelegt hat.

4. Wie bist du dazu gekommen auf der AIDA mit deinem Soloprogramm aufzutreten?

Ich habe von 2009 – 2012 als Solist im Showensemble auf verschiedenen AIDA Schiffen gearbeitet. Damals war das Entertainment Programm noch ganz anders. 4 Shows am Abend a 30 Minuten, manchmal Poolshows am Morgen und oder Abend und wenn man Lust hatte noch ein bisschen Solo in der Disco. Das war eine sehr schöne, aber harte Zeit für mich. Als Sänger konnte ich mich richtig austoben denn die Shows waren von ABBA bis Queen, über Elton John zu Motown, von Schlager- zu Filmmusik- und Musical Shows. Damals gab es auch nicht soviel Gastkünstler wie heute auf den Schiffen, aber die Zeiten ändern sich, und es werden auch immer mehr Schiffe. Ich habe einfach angefragt, ob ich nicht mal als Gastkünstler fahren könne, habe 2 Programme vorgeschlagen und wurde genommen. So bin ich nun schon 2 mal gefahren und die nächsten 4 Einsätze stehen auch schon fest. 🙂 Das schöne ist, dass ich wirklich machen kann was ich will. Meine erste Show heißt „Die 70iger“ und bringt alles auf die Bühne was der Schlager in Deutschland so zu bieten hatte in den 70igern, natürlich mit passender Frisur und Outfit. Da trifft die Biene Maja auf Dalli Dalli, oder Mirelle Mathieu auf den 7. Sinn, und sogar der Grand Prix auf Tulpen aus Amsterdam. Mein 2. Programm heißt „Mann singt deutsch“ und zeigt was für tolle Musik wir in Deutschland haben da geht es von Comedian Harmonists, über Die Prinzen bis zu Mark Forster und Revolverheld. Ein drittes ist gerade in Arbeit, was sehr privat werden wird, über meinen Weg im Musical mit vielen Bildern, Erinnerungen und natürlich Songs aus den Shows die ich bis jetzt spielen durfte. Da kommt bei 15 Jahren schon so einiges zusammen. Ich freue mich jedenfalls sehr das es geklappt hat, denn die Welt bereisen und das tun was ich liebe ist für mich die perfekte Kombination.

5. Wo siehst du dich in 10 Jahren ?

Das ist einer meiner Lieblingsfragen. In 10 Jahren möchte ich weiter so gesund und glücklich in Hamburg leben und weiterhin Musik machen und auf der Bühne stehen. Vielleicht nicht mehr in diesem Umfang wie jetzt, aber immer wieder. Wie ich die andere Zeit ausgleichen will, weiß ich noch nicht wirklich. Vielleicht mehr im Studio sprechen, mehr auf Schiffen als Solokünstler auftreten, oder in einem Casting Büro sitzen, oder sogar unterrichten. Auf jedenfall umgeben von meinen besten Freunden und meinem Partner, denn die sind meine Felsen in der Brandung.

6. Was hast du bei deiner letzten absage gemacht?

Meine letzte Absage war sehr schwierig für mich. Ich werde jetzt keine Details nennen, aber die hatte es in sich…. Ich habe eigentlich nie wirklich Probleme mit Absagen, dass gehört zum Spiel dazu. Ich versuche auf einer Audition immer mein Bestes geben. Wenn ich zufrieden war mit mir, dann ist es nicht meine Schuld, wenn ich den Job nicht bekomme. Dann hat vielleicht nicht mein Stimmfarbe 100% gepasst, oder jemand anderes passte einfach besser in das Bild des Creative Teams. Wenn ich nicht mit mir zufrieden war, dann weiß ich ja an wem es lag. 🙂 Bei der letzten Absage hingegen, war es ein bisschen anders. Trotz mehrfacher sehr guter Auditions für den Part, und am Tag immer sehr gute Feedbacks bekommen habe, wurde ich sehr privat angegriffen und meine Arbeitsweise, dass ich da dann am Telefon mal richtig laut werden musste, weil ich das als keine professionelle Umgangsform empfand. Aber das gehört leider auch zum Geschäft. Du wirst immer bewertet, Leute finden immer Ausreden warum das nicht passt oder jenes, und gerade in der heutigen Zeit von Fake News gibt es auch genügen Fake Bewertungen. Da bin ich froh, dass ich schon ein paar Jahr auf dem Buckel habe und das nach ein paar Tagen abhaken konnte. Es geht weiter, und Du weißt nie wofür es gut war.

7. Hast du ein Vorbild?

Als ich noch nicht studiert habe hatte ich einige Idole gehabt in der Szene. Aber jetzt kenne ich viele davon persönlich und weiß auch das die nur mit Wasser kochen. Mich beeindrucken viele Kollegen und Kolleginnen und ich bin sehr dankbar, dass ich in diesem Beruf arbeiten kann und darf.

8. Gibt es einen Film, den du dir besonders gut als Musical vorstellen kannst?

Oh, da gibt es viele!!!! Ich warte ja nur auf Hercules von Disney. „Der Club der Teufelinnen“ war ja leider im Tryout ein Flop, was ich schade finde, denn die Geschichte ist sogut! Falls ihr den film kennt „Connie & Carla“, der wäre bestimmt auch ein geniales Off Theater Stück. Was ich genial fände, wenn man In Deutschland endlich mal eine Musical Verfilmt was auch hier geschrieben wurde. Letterland, Zum Sterben schön, Elternabend, Villa Sonnenschein, und und und da könnte man bestimmt was draus machen. Ich muss aber auch sagen, das ich neue Stories liebe, ganz aktuell Come from away. Man muss ja nicht immer alles schon kennen.

9. Was ist dein „Ritual“ bevor es auf die Bühne geht? Und was machst Du gegen Nervosität?

Ein Ritual, was ich aber gar nicht mehr so pflege ist vor jeder Show einen Grünen Apfel zu essen. Aber wenn ich sehr nervös bin, kommt das immer wieder durch. Ich bin eigentlich nicht sehr nervös, nur kurz bevor es auf die Bühne geht, dann ist erstmal ein paar Minuten Herzklopfen angesagt. Aber es ist auch ein herrliches Gefühl, was ich sonst vermissen würde.

10. Wie sieht Dein Jahr 2019 noch aus?

2019 ist ein sehr vielseitiges Jahr für mich. Ich hatte Premiere mit Martin Luther King – Das Musical in Essen, was dann 2020 auf große Tour gehen wird, war schon 2 mal als Gastkünstler auf AIDA unterwegs und habe für das Schmidt Theater in der 70iger Schlagerrevue Karamba, eine kleine Tour gemacht. Dazu habe ich 2 TV Sendungen gemacht, zu denen ich aber erstmal noch nix genaues sagen kann. Da müsst ihr mir auf Insta und Facebook folgen, denn da werde ich dann alles genau verkünden. Dann werde ich dieses Jahr noch den Porthos spielen in 3 Musketiere am Opernhaus Magdeburg und im Dezember gehe ich nochmal als Gastkünstler auf AIDA Luna durch die Karibik. Nächstes Jahr geht es dann weiter mit den Musketieren bis Mai und Martin Luther King, und weitere spannende Projekte liegen auf dem Tisch. Es geht immer weiter und ich freue mich sehr, wenn ihr mich weiter auf meinem Weg weiterhin so toll begleitet und unterstützt. Danke.

Interview mit Elena Zvirbulis

1) Beschreibe dich bitte in drei Worte?

Kreativ, nachdenklich, sensibel

2) Was ist dein „ Ritual“ beor es auf die Bühne geht? Und was machst du gegen die Nervosität?

Ich singe mich zu Hause ein, vor einer frühen Show mache ich gerne kurz Yoga oder Sport, damit mein Körper wach ist. Im Theater quatschen wir Mädels beim Schminken meistens in der Garderobe, das hilft mir, mich darauf einzustellen, mit wem ich dann auf die Bühne gehe, denn wir haben im Schmidt´s Tivoli und im Schmidt Theater ja immer wechselnde Besetzungen. Kurz vor der Show werde ich meistens ziemlich still, und ziehe mich kurz zurück, um mich zu konzentrieren und einmal tief durchzuatmen. Wenn ich vor einer Premiere nervös bin, meditiere ich.

3) Du standest in „Fack ju Göthe – das Musical“ u.a. als Lisi Schnabelstedt und die Direktorin Gerster auf der Bühne. Wieso bist du ausgerechnet zu dieser Audition hingegangen? Als ich gehört habe, dass FJG kommt, war ich ehrlich gesagt sehr kritisch. Ich konnte mir das gar nicht als Musical vorstellen. Dann habe ich aber die Präsentation des Workshops zur Stückentwicklung gesehen, und war so geflasht von dem kreativen Konzept, von der geilen Musik und hatte richtig Bock auf das Stück. Alles war eher untypisch für´s Musical, kein großes Bühnenbild und man hört einfach, dass die Komponisten in der Pop- und Rockmusik zu Hause sind. Die CD höre ich immer noch gerne, auch nach über 200 gespielten Shows. . Für das Finale der Auditions habe ich dann sogar meinen Sommerurlaub in Griechenland unterbrochen und bin danach wieder zurückgeflogen. Etwas verrückt, aber hat sich ja zum Glück gelohnt!

4) Deine Lieblings Netflix Serie?

Jane the Virgin, Unbreakable Kimmy Schmidt, Grace and Frankie und aktuell auch Stranger Things. Dafür durfte ich in der deutschen Fassung in der 3. Staffel „Suzie“ meine Stimme leihen, daher habe ich die ganze Serie geguckt, um zu verstehen, worum es da eigentlich geht. Die beste Serie aller Zeiten bleibt für mich aber Friends!

5) Du spielst schon mehrere Jahre im Schmidts Theater in Hamburg, was fasziniert dich dort immer wieder in mehreren Stücken auf die Bühne zu stehen? Ich bin jetzt seit 2008 am Schmidt Theater/ Schmidts Tivoli. Ich kam frisch aus der Ausbildung an das Haus und habe dort wirklich viel gelernt und ausprobieren können. Ich liebe die Abwechslung und verschiedene Rollen spielen zu dürfen. Vor allem eine neue Figur zu entwickeln, ist eine tolle Chance und ich darf immer viele Ideen einbringen, z.B. für „Blondie“ in „Cindy Reller“, oder „Emily“ in der „Weihnachtsbäckerei“. Allein diese beiden Rollen liegen so weit auseinander und das fordert mich natürlich als Schauspielerin. Ich liebe unsere Familienstücke, wie „Es war einmal“ und ganz besonders den „Kleinen Störtebeker“. Und „Heiße Ecke“ spiele ich ja quasi durchgehend. Heute spiele ich meine 980. Vorstellung, das heißt bald knacke ich die 1000! Diese Sicherheit über Jahre hinweg in meiner Heimatstadt arbeiten zu können, ist für uns Schauspieler echt nicht selbstverständlich. Bei „Schmidt in Love“ und „Käthe holt die Kuh vom Eis“ stand ich mit einigen meiner besten Freunde auf der Bühne, und die Lachanfälle waren einfach vorprogrammiert. Außerdem war es mir möglich, nebenbei z.B. am Ohnsorg Theater oder in Tecklenburg zu spielen, und jetzt nach der FJG-Zeit in München wieder zurückzukommen.

6) Im letzten Jahr standest du bei der Uraufführung von der Weihnachtsbäckerei im Tivoli aus der Bühne, was verbindest du persönlich mit der Weihnachtsbäckerei? 

Das war eine lustige und schöne Erfahrung. Nach FJG, was extrem laut, explosiv, energetisch und an vielen Stellen echt krass und etwas asi war, (ich erinnere mich an die Hartzerin mit Fluppe im Mund und der Kacki an der Hand, die ich gespielt habe 😊)- nicht falsch verstehen, es hat mega Spaß gemacht, es war nur ein kleiner Kulturschock, auf einmal wieder in so eine heile Welt einzutauchen, als kleines behütetes Mädchen, die noch fest an den Weihnachtsmann glaubt. Die Weihnachtsbäckerei ist ein absolutes Ensemblestück. Das Team ist in der Zeit zu einer kleinen Familie zusammengewachsen, und bei der letzten Vorstellung sind einige Tränen geflossen, weil wir uns voneinander verabschieden mussten. Die Musik von Rolf Zuckowski kenne ich natürlich seit meiner Kindheit, und es war für mich unglaublich, mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen.

7) Auf welcher Bühne würdest du gerne einmal spielen? 

Ich würde sehr gerne mal im Schmidtchen spielen. Da stand ich neulich bei der schreib.maschine zum ersten Mal auf der Bühne, und ich finde diesen kleinen Raum einfach super gemütlich. Ich würde aber auch gerne mal in einem richtig großen Haus spielen, wie z.B. in der Neuen Flora oder im Theater an der Elbe.

8) Was hast du bei deiner letzten Absage gemacht?

Hm, ich kann mich gerade nicht erinnern. Inzwischen finde ich Absagen nicht mehr so tragisch wie früher. Da habe ich es eher persönlich genommen und war traurig oder enttäuscht. Ich bin mittlerweile meistens eher erleichtert, wenn ich Bescheid weiß, weil ich dann Klarheit habe, wie es weitergeht. Und ich vertraue darauf, dass alles so kommt, wie es soll.

9) Wenn du die Wahl hättest eine Fernsehserie machen zu dürfen, welche wäre dieses und warum?

Tatortreiniger!!! Leider wird die Serie ja nicht mehr gedreht… aber ein Mal mit Bjarne Mädel zu arbeiten, wäre der Hammer.

10) Wird man dich 2020 auch woanders sehen als in Hamburg? Ich werde Anfang 2020 auf jeden Fall wieder in„Cindy Reller“ im Schmidt Theater spielen und im Herbst sind wir auf Tournee mit „Käthe holt die Kuh vom Eis“. Dazwischen ist alles noch nicht spruchreif.

11) Wie würden dich deine Kollegen beschreiben?

11) Dafür habe ich jetzt einfach mal ein paar meiner engsten Kollegen gefragt. Die Antworten, die am häufigsten kamen waren: lustig, kreativ, liebenswert, empathisch, einfühlsam, zuverlässig, aufmerksam und professionell sowie bekloppt, plemplem, craaaaazy und 8-8-8. Ich bringe die Kollegen gerne auch hinter der Bühne zum Lachen und ich hab immer Hustenbonbons dabei! Franzi sagt: „Geniale Mischung aus konzentriertem Handwerk und komplettem Wahnsinn.“ Das gefällt mir. 😊 Danke an alle für die lieben Worte! Es wundert mich nur, dass niemand erwähnt hat, dass ich sehr gut gestretcht bin, zumindest mein rechtes Bein.

12) Wie geht für dich das Jahr 2019 weiter?

Erstmal spiele ich weiter „Heiße Ecke“ und am 30.11. ist dann die Wiederaufnahme von der „Weihnachtsbäckerei“ Außerdem unterrichte ich nebenbei Steptanz und gebe Workshops und Schauspielkurse für Kinder. Tagsüber bin ich ab und zu im Synchronstudio. Alle News poste ich immer auf meiner Facebook Seite, also schaut gerne mal vorbei!

Interview mit  Milica Jovanović

1) Beschreibe dich mit drei Worten? 

Spirituell, ernst, anpackend 

2) Du ernährst Dich vegan, Du ersuchst im Kleinen etwas für den Umweltschutz zu tun, kämpfst gg. Kunststoff in den Meeren. Was motiviert und bewegt dich dazu und wann hat dieses Umdenken begonnen?

Ich habe mich schon als kleines Kind sehr für die Umwelt und den Tierschutz interessiert. Schon damals hab ich nicht gern Fleisch gegessen. Je mehr ich mich über die Jahre weitergebildet habe, desto stärker wurde in mir der Wunsch, mich aktiv für unsere Welt einzusetzen. Letztes Jahr hatte ich quasi die „Erleuchtung“, als vor mir auf einer Reise eine Influencerin saß und ich darüber nachdachte, wie toll es wäre, wenn diese Frau, statt über Mode und Schmuck zu bloggen, auf (in meinen Augen) wichtigere Themen aufmerksam machen würde. Daraufhin beschloss ich, es einfach selber zu machen. Leider habe ich mit solch einem Content und meinem Bekanntheitsgrad nicht die Reichweite von Instagramstars, aber es folgen mir immerhin einige Menschen. Ich bekomme regelmäßig Nachrichten, dass sie sich durch meine Ideen, Vorschläge und Posts inspiriert fühlen. Das bestärkt mich, weiterzumachen. Diesen Sommer hatte ich durch meine eigene Hochzeit, einige Projekte und vielen Proben keine Zeit, große Müllsammelaktionen oder Saatkugelrolltreffen zu planen, aber wenn mein Mann und ich spazieren oder laufen gehen, sammeln wir auf, was wir an Müll finden.  Ich versuche generell in meinem Alltag, die nachhaltigste Möglichkeit zu wählen.  Die Motivation, vegan zu leben, wird mit jedem Tag stärker. Es ist einfach gesagt, die beste Möglichkeit, am umweltfreundlichsten zu leben, da man weniger Wasser verbraucht, weniger CO2, Methangas und Co. ausgestoßen wird, weniger Land gebraucht wird, keine Gülle entsteht, die für hohe Nitratbelastung in unseren Böden verantwortlich ist. Das sind nur die Umweltfaktoren. Auch moralisch kann ich es nicht vertreten, dass ich Menschen bezahle, die für mich und meinen Konsum Tiere töten. Für die Massentierhaltung wird 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der Sojaernte als Futter herangeschafft, welches insbesondere an Entwicklungsländer gehen könnte, wo tagtäglich ca. 37.000 Menschen verhungern. Durch vegane Ernährung könnte die Menschheit es schaffen, den Welthunger zu reduzieren oder sogar zu besiegen. (Quelle: veganworld.de)  Und klar, ich liebe Tiere und deswegen kann ich sie oder deren Produkte nicht essen.  Sie sind Erdlinge, wie wir.  Jede*r, der*die etwas ändern möchte, braucht ein starkes „WARUM (will ich das machen)?“

3) Wenn Du dir selbst die Rolle wählen könntest, welche würdest Du wählen und warum?

Ich würde gern die Clara in „The Light in the Piazza“ spielen, weil ich die Geschichte der jungen Frau spannend finde und ich bei diesen Melodien aus Glückseligkeit weinen muss. 

4) Wie fanden es deine Eltern, dass Du diesen Beruf gewählt hast? 

Meine Eltern haben mich immer unterstützt und dafür bin ich sehr dankbar. Sie sagen, so lange ich mit diesem Beruf glücklich bin, soll ich ihn machen. Sonst würden sich die Entbehrungen auch in meinen Augen nicht lohnen. Ich bin viel unterwegs, muss teilweise nachts reisen, um pünktlich um 10h auf der Probebühne zu stehen, kann meine Familie nicht oft sehen und bin teilweise einfach angespannt, weil ich eine Premiere vor mir habe. Das ist nicht leicht und sollte man wirklich nur machen, wenn der Job einem Spaß bringt. Wenn das irgendwann nicht mehr so sein sollte, gründe ich ein Zerowaste-rein pflanzliches und positives Café.

5) Was war bisher deine emotionalste/schwierigste Szene zu spielen und warum?

Ich denke, es waren die letzten zwanzig Minuten von „Schikaneder“. Diese emotionale Achterbahnfahrt hat mich jedes Mal fertig gemacht. Aber das lag auch sicher an meiner persönlichen Situation, da ich damals eine schmerzhafte Trennung hinter mir hatte.

6) Lebensmotto?

Ich stehe auf, wenn ich hinfalle. Ich lasse den Schmerz und die Trauer zu und dann schau ich nach vorn. Ich denke, es ist wichtig, Gefühle zu verdauen und nicht wegzudrängen. Es kann so leicht sein, sich abzulenken, mit sozialen Medien, Serien. Aber Gefühle auszuhalten, besonders die Unbequemen, lassen mich als einen „ganzen“ Menschen fühlen, von schwarz bis weiß, rot bis blau.

7) Auf welcher Bühne möchtest du einmal stehen und mit welchem Stück?

Wenn ich groß träume, dann als Eleonore in der Broadway- Premiere von „Schikaneder“. Bald in Dortmund in „Jekyll & Hyde“ zu spielen, so nah an meiner Heimat Recklinghausen, macht mich sehr glücklich. Endlich kann meine Familie leicht und schnell zu mir kommen und auch einige Schulfreund*innen haben sich angekündigt und Freund*innen aus meinem Orchester, in dem ich früher Geige gespielt habe. Das macht mich froh.

8) Wann läuten bei Dominik und Dir die Hochzeitsglocken?

Am 1. August haben wir standesamtlich im Tecklenburger Wasserschloss Haus Marck geheiratet. Unsere Familien, engen Freund*innen und das liebste Ensemble der Welt haben mit uns gefeiert und uns mit so vielen Überraschungen beschenkt.

9) Was für Musik hörst Du Privat?

Ich höre selten Musik, da sich meine Ohren nach viel Ruhe sehnen. Wenn, dann mag ich zur Zeit Bossa Nova Jazz. „Muse“ geht immer. Im Moment stehe ich auf Podcasts und die höre ich viel, gerne Folgen über Umweltthemen, Politik, Feminismus und Spiritualität.

10) Wäre die Politik was für dich?

Du hast das so wunderbar für die Europa-Wahl gemacht. Das ist lieb, danke. Ich interessiere mich sehr für die Politik, spüre aber noch nicht den Drang, einer Partei beizutreten. Vielleicht später einmal, wenn ich auch länger an einem Ort bin. Ich versuche, in meinem Umkreis für wichtige Themen zu sensibilisieren und meinen Einkaufszettel als täglichen Wahlzettel zu sehen. Ich denke, dass jede*r Konsument*in eine große Macht hat, die man weise einsetzen sollte.

11) Was wärst Du heute, wenn du nicht Musicaldarstellerin wärst?

Ärztin, vegane Köchin und/oder Ernährungsberaterin.

12) Wie motivierst du dich an „schlechten Tagen“ dennoch das Beste zu geben?

Ich habe selber eine sehr große Erwartung an meine Leistung, die mich antreibt, mich vor jeder Vorstellung bestmöglich vorzubereiten. Und ich nutze kleine Hilfsmittel wie ätherische Öle und angeleitete Meditationen und bin eine begeisterte Anhängerin von Ritualen. Außerdem denke ich an das Publikum, das viel Geld gezahlt hat für die Eintrittskarte, vielleicht sogar eine lange Reise hinter sich hat und für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen und genießen, fühlen möchte.

13) Du spielst diesen Sommer gleich 2 Stücke. Wie lernst du die Texte?

Ich wiederhole und wiederhole und wiederhole meine Zeilen, bis ich die Texte kann. Ich bin aber auch ein Nerd, der selbst im Spielbetrieb vor jeder Vorstellung den Text durchgeht.

14) Mit wem von deinen Kollegen/innen würdest Du gerne mal auf der Bühne stehen?

Ich bin immer dankbar, wenn ich mit Freunden und Freundinnen auf der Bühne sein darf. Und nachdem Tecklenburg langsam dem Ende zugeht, hoffe ich auf eine baldige erneute Zusammenarbeit mit Dominik.

15) Wann kommt eine eigene CD von dir?

Das weiß ich noch nicht. Irgendwann hoffe ich, nehme ich mir die Zeit und Muße dafür. Aber ich wüsste schon, mit wem ich die Liebesduette einsingen würde.

Wir bedanken uns bei Milica für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr noch einen tollen Sommer in Tecklenburg.

 Interview mit Tina Podstawa 

  1.  Beschreibe dich in drei Wörtern

Kreativ,ehrgeizig,organisiert

2.   Was ist dein Lebensmotto

Do it from the heart,or not at all (Tu es mit ganzem Herzen oder gar nicht)

3.  Was fandest du bei „Luther“ am Besten?

In der ausverkauften Olympiahalle in München vor 10.000 Leuten zu spielen,das war schon was ganz Besonderes.Normalerweise spielt man in den großen Musical-Häusern maximal vor ca.2000 Zuschauern,aber das war nochmal eine ganz andere Größenordnung. Außerdem war meine Position als Swing und Dance Captain bei diesem Projekt eine Herausforderung,da ich auch für die Einstudierung der Kinderdarsteller vor Ort und für die Choreos des Chors(oft mehrere tausend ChorsängerInnen) verantwortlich war,und ich liebe Herausforderungen;)Zu sehen,wie alles zusammenkommt und funktioniert,war ein Wahnsinns-Gefühl, mit so vielen Menschen gemeinsam zu singen,begleitet von Band und Orchester,das gibt es in dieser Form nur noch selten. Dass in unser Cast sehr viele erfahrene DarstellerInnen waren,die fast alle irgendwo schon einmal zusammengearbeitet hatten,war auch sehr schön,das machte die Zusammenarbeit nochmal runder.

4. Sehr gute Freundschaften im Musical Business möglich oder nicht?

Auf jeden Fall möglich,wobei man sich natürlich nicht so regelmäßig sieht,wenn jeder in einer anderen Stadt arbeitet oder man seine Home-Base in verschiedenen Städten hat. Über soziale Netzwerke bleibt man heutzutage aber auch einfacher auf dem Laufenden,das ist in unserem Job schon praktisch.

5. Was machst du,um über eine schlechte Phase hinwegzukommen?

Ich versuche mir ins Gedächtnis zu rufen,was ich schon alles geschafft habe,und was ich alles habe,wofür ich dankbar sein kann. Yoga hilft mir immer, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich zu erden.

6.  Was machst du lieber?Yoga unterrichten oder auf der Bühne stehen?

Im Moment noch auf der Bühne stehen.Meine zweite Leidenschaft ist aber definitiv das Unterrichten,ich habe schon als Jugendliche gerne kleinere Kinder im Bereich Tanz unterrichtet,und besonders beim Kinderyoga kann ich auch viele Elemente aus dem Bereich Tanz und Schauspiel einfließen lassen,da darf man schon kreativ sein.Wenn ich nach einer Yogastunde in lauter entspannte und strahlende Gesichter schaue,dann macht mich das auch glücklich,ein bisschen zu vergleichen ist das schon mit dem Gefühl,beim Applaus in die Gesichter des Publikums zu schauen.

7.  Gibt es einen Song aus einem Musical,welchen du besonders gerne singst?

Ach,da gibt es schon viele,aber „Science Fiction“ aus „The Rocky Horror Show“ ist wirklich einer meiner absoluten Lieblings-Musical-Songs,weil man so toll mit dem Text (und auch mit dem Publikum)spielen kann,und ich bin dankbar,dass ich diese Rolle letztes Jahr endlich spielen durfte,denn das ist wirklich mein Herzens-Stück.

8.  Hattest du schonmal einen Blackout auf der Bühne,oder hast dich versungen?

Natürlich!Ich glaube,das passiert jedem mindestens einmal im Laufe der Spielzeit eines Stückes.Entweder,wenn du das Stück zu oft spielst,und du dich dann auf einmal wieder fragst,was da jetzt textlich kommt,worüber Du Dir sonst eigentlich gar keine Gedanken machst,weil es einfach „drin“ ist.Oder aber,wenn Du das Stück nach langer Zeit wieder spielst,und es da immer diese eine Stelle gibt,die in Gefahr gerät,vergessen zu werden.Lieder mit ganz vielen Strophen zum Beispiel…

9.Wenn du selbst die Rolle wählen könntest,welche würdest du wählen,und warum?

Ich bin sehr dankbar,dass ich in den letzten 20 Jahren bereits viele tolle Rollen und Stücke spielen durfte,aber ein paar Rollen und Stücke stehen da noch auf meiner Liste.Ich habe zum Beispiel noch nie ein Sondheim-Stück gespielt,also die Hexe oder Bäckersfrau in „Into The Woods“ würde mich schon sehr reizen.MorticiaAddams in „TheAddams Family“ wäre auch eine tolle Rolle für mich(hat auch ein bisschen was „Magenta“-artiges;) und natürlich Norma Desmond in „Sunset Boulevard“ (da muss ich aber noch ein paar Jährchen warten).Spannend fände ich es auch in „Kiss Me Kate“ die Kate zu spielen,weil ich als junge Darstellerin ja bereits die Bianca gespielt habe,also quasi das gleiche Stück in einer anderen Rolle.Aber da gibt es noch so Einiges…

10. Bist du bei dem neuen Chorprojekt „Bethlehem“ von Dieter Falk und Michael Kunze dabei?

Aktuell habe ich noch keineAudition-Ausschreibung gesehen oder bekommen,aber wenn es soweit ist,und etwas für mich dabei sein sollte,werde ich mit Sicherheit zum Vorsingen gehen.

11.  Wie sieht dein Jahr 2019 noch aus?

Ab dem 14.Oktober werde ich die Rolle der Schwester Margaretha in „Sister Soul und ihre Schwestern“ an der Komödie im Marquardt in Stuttgart übernehmen,darüber freue ich mich sehr,weil ich dort so einige ehemalige Kolleginnen wiedertreffen werde,mit denen ich unheimlich gerne zusammengearbeitet habe. Außerdem gibt es für unser Chanson-Programm „Für eine Nacht voller Seligkeit“ für September schon ein paar neue Termine im Ruhrgebiet ,in dem ich zusammen mit meinem Mann Stefan Stara deutsche Chansons der 20er und 30er -Jahre präsentiere,und wir arbeiten gerade daran,dass es noch ein paar mehr Termine werden. Ansonsten darf da dieses Jahr aber gerne noch etwas kommen,leider ist es manchmal nicht so einfach,wenn sich zwei Jobs überschneiden,scheitert es oft nur an ein paar Terminen!

Ich bedanke mich für eure Fragen,und hoffe,dass wir uns bald in irgendeinem Theater sehen:)

Wir bedanken uns bei Tina Podstawa für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr weiterhin viel Erfolg.

10 Fragen an Stefan Leonard

1)Wie würdest Du dich in drei Worten beschreiben?

Sensibel, Kreativ, Zielorientiert

2) Was fasziniert dich als Regisseur zu arbeiten?

Die Verantwortung in der eigenen Hand zu haben und nach eigenem Geschmack zu kreieren.

3) Was ist es für ein Gefühl, wenn das Stück wo Du Regie führst („Herbstgold) im Altonaer Theater aufgeführt wird?

Das Gefühl mit unserer Produktion für den Monika Bleibtreu Preis nominiert zu sein ist unglaublich und schön. Wir freuen uns riesig.

4) Du bist in der Hausproduktion „ Heiße Ecke“ im Schmidts Tivoli zu sehen, was fasziniert dich nach den Jahren immer noch dort zu mit zu wirken? 

Wenn das Publikum begeistert ist, von dem was wir leisten, weiß ich immer noch, warum ich es tue.

5) Was ist dein größter Traum?

Beruflich: eine größere Rolle in einem Kinofilm. Privat: eine große Amerikareise zu machen

6) Auf welche Bühne würdest Du gerne mal stehen und mit welchem Stück?

Im Thalia Theater in Macbeth

7) Du spieltest bis vor kurzem noch im Ohnsorg Theater in Hamburg. Was bewegt dich immer wieder auch ein Plattdeutsches Stück zu spielen?

Ich werde immer wieder gefragt😂Es ist spannend in einer anderen Sprache zu spielen und bedeutet eine wesentlichere Konzentration als im Hochdeutschen.

8) Was machst Du in deiner Freizeit?

Wenn ich mal Zeit habe, liebe ich es zu reisen, Schaufenster bummeln oder Kino

9) Welchen Beruf hättest Du gemacht, wenn es nicht mit deinem jetzigen Job geklappt hätte?

Grosshandelskaufmann

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Darfst/Kannst du schon was verraten?

Ich werde ab Oktober in dem Stück VENEDIG IM SCHNEE im kleinen Hoftheater spielen und gehe danach auf Tournee mit dem Ohnsorg Theater und Heidi Mahler EIN MANN MIT CHARAKTER. Natürlich spiele ich auch weiterhin HEISSE ECKE

Wir danken Stefan für seine Zeit und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg. Und drücken Ihm und dem ganzen Ensemble von „Herbstgold“ die Daumen für den 19.06.2019

  Auf Facebook könnt Ihr noch mehr von Ihm erfahren. https://www.facebook.com/stefanleonardschauspieler/