Interview

Interview mit Kathi Damerow

1)Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern

laut, gackerig, zuverlässig

2)Hast Du eine Lieblings Kollegen/in?

Ich hab sogar zwei. Sarah Matberg und Franziska Kuropka.

3)Du arbeitest schon sehr lange im Schmidts Theater, besonders in der Heißen Ecke, was reizt dich nach so vielen Jahren noch dort zu spielen?

Meine 2 besten Freundinnen spielen dort mit und Heiße Ecke ist ein wunderbares Stück das immer wieder Platz für kleine, neue Sachen lässt. Das hält frisch und macht gute Laune.

4) Schreibst du nochmal ein Stück?

Auf jeden Fall. Aber das braucht noch ein bisschen Zeit.

5) Kannst du dir vorstellen ein Solokonzert einmal zu machen?

Gabi Mut war mein erstes Solostück, und so sehr ich es auch geliebt habe, bin ich doch mehr ein Mensch für mehrere Personen auf der Bühne. Dann natürlich gerne die Hauptrolle. 😉

6) Du spielst seit 2019 auch im Stück „Wir- Familie ist was man daraus macht“ mit. Dieses Stück wurde von deinen Freunden Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck geschrieben. Wie bist du an deine Rolle gekommen?

Indem meine Freunde Franziska Kuropka und Lukas Nimscheck mich gefragt haben. 🙂

7) Hast du einen Lieblingsplatz/ort in Hamburg, wenn ja sagst du uns diesen?

Habe ich nicht wirklich. Solange meine Freunde um mich herum sind, ist es eigentlich überall schön.

8) Wie bereitest du deinen Körper vor einer Show vor, damit du dich nicht verletzen tust?

So körperlich anstrengende Sachen mache ich auf der Bühne nicht, als dass das nötig wäre. 😉

9) Wie bist du nach Hamburg gekommen?

Ich habe mich damals bei der Stella Academy beworben, wurde angenommen und bin deshalb hergezogen.

10) Du bist als „Margot“ eine feste Größe im Ensemble der Heißen Ecke. Wie trainierst du deine Stimme?

Ich habe Gott sei Dank einen ziemlich sicheren Stimmsitz, so dass ein paar Aufwärmübungen ausreichen.

11) Wieviel Kathi stecke in der Rolle „Margot“?

Ehrlich gesagt sehr wenig bis gar nichts. Wenn überhaupt, dann der trockene Humor.

12) Was macht dir Angst?

Arbeitslosigkeit. Krankheit. Klimawandel.

13) Welchen Mitbringsel aus Hamburg würdest du verschenken?

Irgendwas mit St.Pauli drauf.

14)Wenn man sein Hobby zum Beruf macht und Musicaldarstellerin wird, verändert sich dann der eigene Blick aufs Theater?

Er wird vielleicht ein wenig genauer und kritischer. Aber die Liebe dazu hat sich nie verändert.

15) Bei welchem Film fängst du an laut zu lachen, auch wenn du ihn alleine schaust?

Ich lache eigentlich immer laut, auch wenn ich alleine gucke. Auf jeden Fall immer bei Will Ferrell.

16) Gibt es Erfahrungen die dein Leben nachhaltig verändert hat?

Ja.

17) Bist du ein Gefühls- oder Kopfmensch?

Definitiv Kopfmensch.

18) Was ist dir wichtiger, ehrlich zu sein oder nett zu sein?

Da richte ich mich gerne nach dem bekannten Zitat: „Alles was du sagst sollte wahr sein. Aber nicht alles was wahr ist, solltest du auch sagen.“

19) Was darf in deinem Kühlschrank nicht fehlen?

Käse und Eier.

20) Welche drei Dinge sind dir aktuell am wichtigsten in deinem Leben?

Meine Freunde. Meine Familie und mein Job.

21) Gibt es Situationen in denen du schüchtern oder unsicher bist?

Auf jeden Fall.

22) Was ist das Berste an deinem Beruf?

Das ich nicht früh aufstehen muss!!!! :-))))))

23) Wurde schon mal ein Gerücht über dich Verbreitet?

Nicht das ich wüsste.

24) Welche schlechte Angewohnheit würdest du gerne loswerden?

Das ich nicht immer alles zu 1000% plane, sondern Dinge auch einfach mal nehme wie sie sind.

25) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Ich möchte auf jeden Fall anfangen mein neues Stück zu schreiben

Interview mit Victor Petersen

1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten!

Organisiert, Lustig, Zielstrebig

2)Welche Inszenierung von Chicago findest du persönlich am besten?

Ich bin der Meinung, dass sich die originale Broadway-Revival Inszenierung nicht über 22 Jahre (mit einer solchen Konkurrenz in NYC was tolle Stücke betrifft!) hätte halten können, wenn diese Inszenierung nicht einfach genial ist und – ehrlichgesagt – Ihresgleichen sucht. Diese gefällt mir außerordentlich in ihrer „Einfachheit“, die den Darstellern einfach erlaubt, diesen Rollen Tiefgang zu verleihen, ohne dass es durch ein „Drumherum“ gestört wird. Und die Choreographie von Ann Reinking im einzigartigen Stil von Bob Fosse trägt so unglaublich viel zum Stück bei, in diesem Ausmaß gibt es das bei Musicals nicht immer. Daher wird kaum eine andere Inszenierung meiner Meinung nach mit dieser Version mithalten können, auch, wenn ich sagen muss, dass mir das Kostümdesign der Mary Sunshine am Staatstheater Braunschweig tatsächlich etwas besser gefällt… 😉

3) Was hörst Du Privat für Musik?

Lustigerweise höre ich gar nicht so viel Musik, wie alle vermuten würden. Das hat allerdings sicher damit zu tun, dass ich beruflich immer und ständig von Musik umgeben bin (was ich natürlich auch sehr genieße!). Allerdings ist es dann auch mal ganz schön, wenn man nach Hause kommt nach einem langen Tag und einfach mal Ruhe hat. Ansonsten kommt es ganz auf meine Stimmung an: Ich lerne natürlich gerne neue Stücke kennen und höre die. Sonst höre ich sehr gerne Musik meines Lieblingskomponisten Jason Robert Brown, manchmal auch gerne Jazz oder klassische Musik bis hin zu Künstlern wie Jessie J, Katie Perry, Lady Gaga, Beyoncé usw.

4)Welches war dein aller erstes Musical was du gesehen hast?

Mein erstes Musical war „Hair“ im Musicaltheater Bremen, dicht gefolgt von „Tanz der Vampire“ in Stuttgart 🙂

5)Du wurdest mit dem Nachwuchsförderpreis für Darstellende Künste der proskenion Stiftung in der Sparte Musiktheater ausgezeichnet. Wie fühlt man sich diesen Förderpreis zu erhalten?

Ich habe mich wahnsinnig gefreut, da dieser Preis meine Arbeit und mich als (angehender) Darsteller gewürdigt hat, der eben einen etwas anderen Weg geht. Toll war, dass explizit ausgezeichnet wurde, dass ich eben neben meinem Musicalstudium in München auch klassischen Gesang an der Hochschule für Musik und Theater studiert habe und mich eben nicht diesem im deutschsprachigen Bereich doch noch stark vorherrschenden Schubladendenken unterworfen habe. Diese Offenheit finde ich ganz wichtig und mir wurde mit dieser Verleihung bewusst, dass das genau der richtige Weg für mich ist.

6)Du standest von 2016-2018 in der Erstbesetzung als Professor Abronsius bei der Deutschlandtournee von Tanz der Vampire. Was war für dich das schönste Erlebnis in dieser Zeit?

Das war mit Sicherheit die Premiere im April 2016 im Theater des Westens in Berlin. Dieser Tag hat uns nach dieser spannenden aber auch anstrengenden Probenzeit mit tosendem Applaus belohnt und endete mit einer tollen Premierenfeier in einem der schönsten Theater Deutschlands – ich meine: was will man mehr? Aber nicht nur dieser eine Tag wird mir immer in Erinnerung bleiben. Auch, mit wie viel Liebe, Unterstützung und Zuspruch ich vom Publikum in allen Tourstandorten aufgenommen worden bin, war eine einzigartige Erfahrung. Das Publikum hat diese Show mit so viel Vorfreude, Neugier und Offenheit dieser neuen Cast willkommengeheißen – das war schon was ganz Besonderes!

7)Zur Zeit spielst du in Braunschweig. Wie findest du die Stadt und das Theater?

Ich kannte Braunschweig vorher kaum und wusste nur, dass ich (gottseidank) keine so lange Anreise aus Berlin habe was mich natürlich sehr gefreut hat. (Allerdings: verglichen mit meinem 2018/2019 wo ich immer aus/nach Paris gereist bin, scheint jede Entfernung dann doch wieder ok! :D) Das Theater und insbesondere die Leute die mit uns an „Chicago“ arbeiten sind der Wahnsinn! Die Cast und ich freuen uns jedes Mal auf jede einzelne Show in Braunschweig, weil man endlich wieder zusammenkommt und einfach einen tollen Abend mit dem Publikum und den Mitarbeitern des Theaters in Braunschweig hat. Schon in der Probenzeit wurde klar, wie gut sich die Cast insgesamt versteht, darum macht es einfach Spaß! Insgesamt gefällt mir Braunschweig auch als Stadt sehr gut, insbesondere das Magni-Viertel in der Nähe des Theaters ist sehr schön und wir haben schöne, kleine Cafés entdeckt, in denen wir uns einen leckeren Cappuccino haben schmecken lassen 🙂

8)Beschreibe mit 5 Worten, warum der Leser Chicago in Braunschweig anschauen sollte?

Einfach eine mega tolle Cast!!! Wenn das nicht reicht: Bunt – Liebevoll – Anders – Laut – und ausverkauft!

9)Was macht dir bei deinem Job am meisten Spaß?

Toll ist natürlich, dass wir als Darsteller die Möglichkeit haben, mit unserem Publikum deren Freizeit und diesen „ganz besonderen Abend“ zu gestalten. So erleben wir jeden Abend hautnah diese Begeisterung und Freude, die natürlich auf uns übergeht und das ist ein großes Geschenk. Außerdem ist es besonders schön, dass ich die Chance bekommen habe, mein Hobby wirklich zum Beruf machen zu können und das ist ganz und gar nicht selbstverständlich. Ich darf viel reisen, sehe und lebe in vielen verschiedenen Städten, erlebe andere Kulturen und Länder und deren Sprachen und das, in dem ich die Chance bekomme, dort auf der Bühne zu stehen – toll!

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus? 

Das knüpft ja direkt an den vorherigen Punkt an – denn ich weiß ja vorher nie ganz genau, wo es mich hinverschlägt. Dieser Beruf birgt neben diesen ganzen tollen Punkten auch ein großes Risiko und eine große Unsicherheit, die nicht zu unterschätzen ist. Ich bin froh, wie es bisher immer für mich gelaufen ist und freue mich, wenn ich dann veröffentlichen kann und darf, welche Produktion und Rolle als nächstes auf der Agenda steht 🙂

Interview mit Melanie Kastaun

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Optimistisch, herzlich, ehrlich


2) Woher kommt Deine Leidenschaft für Gesang,Schauspiel und Musical?

Ich hatte in der 6. Klasse einen großartigen Musiklehrer, der mich musikalisch sehr geprägt hat. Irgendwann habe ich dann Tanzunterricht bekommen und ein Instrument erlernt. Meine Tanzlehrerin war selbst Musicaldarstellerin und auch sonst hatte ich welche in meinem Bekanntenkreis (u.A. Nadja Scheiwiller, Daniel & Stefan Raaflaub).
Spätestens, als wir 2009 am Gymnasium „Anatevka“ gespielt hatten, war es um mich geschehen.


3) Wann hast Du dich entschieden, dass du den Weg zur Künstlerin gehen möchtest und für Dich eine Ausbildung/Studium für einen 0815-Job nicht in Frage kommt?

Bei „Anatevka“ 2009 kam mir das erste Mal dieser Gedanke, habe ihn aber ziemlich schnell wieder verworfen, weil ich damals noch Anwältin werden wollte.
3 Jahre später nahm ich an einem Workshop der Joop Van den Ende Academy in Hamburg statt und danach wusste ich – für mich gibt es nur das!


4) Was ist Dein Ziel?

Weiterhin von meinem Beruf leben zu können und glücklich zu sein.


5) Was macht dir am meisten Spaß: das Tanzen, das Singen oder das Schauspielern?

Am liebsten alles auf einmal!
Es ist zwar super anstrengend, eine schnelle Nummer gleichzeitig zu tanzen und zu singen, aber genau das macht doch das Musical aus, das sind die Momente, die das Publikum „ausrasten“ lassen.


6) Welches Lied bringt dich sofort zum Tanzen?

Oh da gibt es viele, aber ich glaube, „Shake it off“ von Taylor Swift schafft es auf Platz 1.


7) Wo siehst du dich in 5 Jahren?

Ich hoffe sehr, dass ich dann immer noch als Darstellerin arbeiten darf und tolle Projekte hinter und vor mir habe.


8) Du hast Deine Musicalausbildung an der Stage School Hamburg abgeschlossen. Was nimmst Du aus Deiner Ausbildung mit?

Dass nichts selbstverständlich ist.
Wir waren ca. 100 Leute in meinem Jahrgang, dementsprechend musste man kämpfen, an sich arbeiten und offen für Neues sein, um gesehen zu werden. Das hat mich alles sehr demütig werden lassen und dafür bin ich sehr dankbar.


9) Wie ist es so, in Rollen zu schlüpfen?

Ich finde es super. Man darf immer jemand Anderes sein und somit auch andere Leute „kennenlernen“. Man fängt an, Menschen zu verstehen, die man vorher nicht verstanden hat.
Man muss nur aufpassen, dass man die Rolle nach der Vorstellung oder Probe auch wieder ablegt, ansonsten kann das ziemlich auf die Psyche schlagen.


10) Wie sieht Dein Jahr 2020 aus?

Im März mache ich erst einmal Urlaub.
Dann spiele ich bis April noch in Hamburg „Zweimal um die Welt – oder wohin will Oma“ und im Sommer geht es wieder nach Hasselburg zu „Mona Lisa – Das Musical“.
Was den Rest des Jahres angeht – da lasse ich mich noch überraschen.

Interview mit Nico Müller

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Worten!

Abenteuerlustig, Zielstrebig, verrückt aber unterhaltsam ;-))))

2. Wie lange dauert die Kreativ Pause von Adoro?

So etwas ist nicht abzusehen. Wir haben über 10 Jahre eine Menge Alben produziert, waren mehrfach auf Deutschlandtournee und eigentlich ständig auf Achse. Da jeder von aus dem Musiktheater kommt, war es an der Zeit etwas Raum für Soloprojekte zu schaffen. In dieser Phase stehen wir nun und wann es mit ADORO weitergeht steht terminlich noch nicht fest.

3. Was war dein erstes Instrument, was du gelernt hast?

Akkordeon beziehungsweise bevor man richtig Akkorden spielen durfte, musste man zu meiner Zeit erst mit einer Triola beginnen, welche ebenfalls diese Tasten hatte.

4. Was würde Dieter Bohlen zu deinem Gesang sagen?

Hmm,… darüber habe ich mir ehrlicherweise noch keine Gedanken gemacht. Müssen wir ihn mal fragen ;-)))

5. Legst du dein Schamgefühl auf der Bühne komplett ab?

Ich versuche meine privaten Momente so gut es geht abzulegen. Das heisst nicht, dass ich alles tun würde auf der Bühne, aber am Ende geht es ja um die Gefühlswelt/Schamgefühle der Rolle , die man spielt.

6. Gab es jemals einen Plan B, falls es mit der Musik und dem Schauspiel nicht hätte funktioniert?

Ja, ich persönlich habe viele Interessen. Ich habe mich parallel zu den Aufnahmeprüfungen als Koch beworben und hätte sogar eine Lehrstelle bekommen. Auch KfZ Mechaniker oder 2Rad Mechaniker hätte mich sehr interessiert ;-))) Und eine gewisse Zeit in meinen Jugendjahren wollte ich Bundeskanzler werden. Aber es ist gut, wie es sich alles verändert hat und einige Dinge nur Hobbies sind ,-))))

7. Du hast ein Aufbaustudium in „Konzertexamen“ an der Musikhochschule Köln gemacht, was hast du da genau gelernt?

Ein Konzertexamen ist eine Art Aufbaustudium in den künstlerischen Studiengängen. Es setzt ein abgeschlossenes Diplomstudium voraus (o.ä.). Es ist sozusagen eine Vertiefung oder Weiterführung des normalen Studiums, nur mit Fokus auf die praktische Herangehensweise. Hat man im Diplomstudium noch sehr viele Theoriefächer zu absolvieren, so kann man im Konzertexamen vordergründig an allen praktischen Tätigkeiten im Gesang arbeiten (Gesang, Repertoire: Liedstudium, Opernstudium und Konzert; Korrepetition, Schauspiel, Projekte)

8. Welche Rolle die du gespielt hast war deine Lieblingsrolle?

Ich habe gern die Rollen in Les Miserables gespielt, weil man durch die verschiedenen Charaktere immer vielseitig zu tun hatte. Es wurde nicht langweilig. Momentan probe ich aber auch für La Cage aux Folles und die Rolle des „George“ ist ebenfalls unglaublich abwechslungsreich und sehr lustig.

9. Du bist zur Zeit mit deinen Kollegen von Gentlemen of Voices auf Tour. Was fasziniert dich mit deinen Kollegen dieses „Projekt“ zu machen?

Wir kennen uns jetzt alle schon viele Jahre. Man trifft sich immer wieder bei Produktionen oder Konzerten. Deshalb freut es mich mit so tollen Künstlern befreundet zu sein und gemeinsam auf der Bühne ebenfalls seinen Spass zu haben. Wir sind alles sehr abenteuerlustig und probieren immer neue Songs aus , die man dann mehrstimmig und in einer neuen Version dem Publikum präsentiert. So wird es nie langweilig.

10. Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Das Jahr ist schon wieder ziemlich voll mit Arbeit. Ich bin Dozent für Musical-Gesang in Bayern und unterrichte zum Teil deutschlandweit sehr viel. Dabei habe ich immer sehr viele Anfragen von Schülern, die die Aufnahmeprüfungen an den Musikhochschulen machen wollen. Mit Unterrichten hat man ja jeder Woche eine gewisse Regelmässigkeit zu gewährleisten oder gibt Workshops und Einzelunterrichte.

Parallel dazu bin ich immer für Projekte verschiedener Musical-Chöre angefragt. So habe ich den Chor für die Musical Gala „This is Musical“ Ende Februar vorbereitet oder erarbeite mit der Jungen Bühne Sindelfingen das Stück „Spring Awakening“. Ich gebe Musicalkurse an verschiedenen Schulen und Gymnasien und studiere auch dort für die Aufführungen die Solisten ein.

Momentan probe ich schon für das Stück „La Cage aux Folles“ wo ich beim Musicalsommer Geislingen die Rolle des „George“ spielen werde.

Mit den Gentlemen of Voices habe ich neben den Konzerten eine CD erarbeitet, welche ebenfalls Ende Februar veröffentlich wird.(Release 29.2.2020)

Viele Solokonzert, Liederabende und Sommer-Open-Airs müssen ebenfalls vorbereitet werden und ich bin Leiter eines Gospelchores aus Dresden. Dieser probt ebenfalls wöchentlich und bestreitet 10-15 Konzerte pro Jahr. Viel mehr Zeit bleibt dann meist nicht 😉

Interview mit Stefan Reil

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.

Lustig, chaotisch, direkt

2. Wer ist deiner Meinung nach die größte Inspiration für dich?

Die Größte Inspiration für mich war, beziehungsweise ist Lotte Ledl. Sie war meine Schauspieldozentin während meiner Ausbildung. Sie hat wahnsinnig viel Power und strahlt eine unglaubliche Lebensfreude aus. Für eine Prüfung mußte ich damals aus „Frühlingserwachen“ den Melchior spielen und hatte totale Probleme mich auf die Rolle einzulassen. Da hat Sie mich und zwei Kollegen aus meinem Jahrgang einfach mal an einem Samstag Abend um 23:00 Uhr in ihr Auto gepackt und ist mit uns auf den Friedhof der Namenlosen in Wien gefahren. Und hat mit uns dort eine Unterrichtsstunde gemacht. Danach war es für mich absolut kein Problem mehr die für die Rolle nötigen Gefühle zuzulassen und zu erzeugen!

Aber um ehrlich zu sein inspirieren mich alle Menschen in meinem Umfeld! Mal mehr mal weniger! Man muß sich halt nur immer darauf einlassen;-)!

3. Du hast schon so viele Stücke und Rollen gespielt. Welches war dein Highlight und warum?

Bozen- 2011. Ich war für die Produktion Hair dort. Die Atmosphäre und der Zusammenhalt in der Cast war einzigartig, wir hatten den geilsten und besten Sommer dort. Als ‚Tribe’ haben wir sogar einen alten Bus selbst bemalt, der dann später auch Teil des Bühnenbilds wurde.

4. 2009 warst du bei Marie Antoinette als Choreographische Assistenz tätig, wie bist du dazu gekommen?

Ich selbst würde mich jetzt nicht unbedingt als Tänzer bezeichnen. Zwar hatte ich in meiner Ausbildung sehr viel Tanz, jedoch war es schon damals klar, daß mein Schwerpunkt auf Gesang und Schauspiel liegt.

Eine Woche vor Probenbeginn von ,Marie Antoinette’ wurde ich angefragt ob ich verfügbar wäre, da noch eine Swingposition zu besetzen war.

Ich sagte damals zu, begann zu proben, dann kamen erst einige Cover ( Zweitbesetzungen ) dazu und ich wurde Dancecaptain. Nach der Hälfte der Probenphase gab es einen Wechsel in der choreographischen Abteilung und Doris Marlis übernahm als Choreografin.

Die gemeinsame Arbeit funktionierte so gut, daß ich zusätzlich zu meiner Funktion als Dancecaptain auch noch ihr Assistent wurde.

Diese Arbeit damals hat mir unglaublich viel Freude bereitet und auch gezeigt, daß man nicht unbedingt der beste Tänzer für so eine Aufgabe sein muß. Man braucht Genauigkeit, Kreativität, ein gutes Auge und viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

5. Du warst im Jahr 2019 mit einigen deiner Kollegen in Shanghai. Wie war es für dich dort aufzutreten?

Es war ein unvergessliches Erlebnis für mich. Wann hat man schonmal die Chance einfach so in ein fremdes Land zu kommen und das dann auch noch mit der wunderbaren Musik von Sylvester Levay, mit der ich quasi aufgewachsen bin. Meine jungen Kollegen aus der Universität der Künste in Berlin waren sehr inspirierend und die Zusammenarbeit mit Andreas Gergen und Till Nau hat mega viel Spaß gemacht. In kürzester Zeit mußte das komplette Konzert stehen. Wir probten ein paar Tage in Berlin und in Shanghai wurde dann noch am ‚Feinschliff‘ gearbeitet. Andreas war auch mit vor Ort und vor jeder Show gab es noch eine kurze Probe mit ihm. Wir haben uns Alle in Shanghai wie Popstars gefühlt:)

6. Was ist deine größte Schwäche?

„Nein“ zu sagen. Daran arbeite ich.

7. Welches Stück möchtest du einmal spielen und welche Rolle?

Schwierige Frage…Es gibt so viele Stücke die ich noch gerne spielen möchte. Eins davon ist aber auf jedenfall „Wicked“. Da würde ich jede Rolle nehmen 🙂

8. Welchen Beruf im Theater würdest du machen, wenn du nicht auf der Bühne stehst?

Definitiv Kostümbildner.

9. Deine größte Panne während des Musicals?

Da ist mir ehrlich gesagt schon Einiges passiert…

Ich habe bei ,Mozart’ in einer Nummer meine Kollegin Lenneke Willemsen zu Fall gebracht. Ich hielt sie in einer Choreografie etwas zu fest am Arm, sie riss sich los, fiel um und wurde langsam auf der Drehscheibe weggedreht…Sie warf mir einen bitterbösen Blick zu, hörte aber nicht auf zu singen… Das war mir damals unendlich peinlich. Heute kann ich drüber lachen;-)

Bei Marie Antoinette ist mir eine Hose gerissen und jeder konnte meine hellblaue Calvin Klein Unterhose sehen.

Am meisten Spaß daran hatte der Dirigent Bernd Steixner, dem ich quasi meinen Hintern entgegenstreckte und der mich nach der Vorstellung in der Kantine fragte ob zu Marie Antoinette Zeiten der Kalvinismus ausgebrochen wäre. Hat ein bissl bei mir gedauert bis ich seinen Scherz verstanden hatte.

Seit diesem Malheur trage ich nur noch schwarze Schlüpfer!:-)

10. Was bedeutet für dich einmal eine Woche nicht arbeiten zu müssen?

Zeit für Famile, Freunde und Sport! Ich versuche dann zu entschleunigen.

11. Hättest du mal eine Kulisse/Ausstattung eines Musicals nach Hause nehmen wollen?

Nein, ich finde das Abschließen eines Kapitels wichtig um frei für Neues zu sein.

12. Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Erstmal spiele ich noch in Kassel die Komödie ‚Käthe holt die Kuh vom Eis‘ und für danach gibt es auch schon einige Projekte. Aber ich halte Euch natürlich auf dem Laufenden!:-)

Interview mit Bettina Mönch

1) Beschreibe dich bitte mit drei Wörtern.
leidenschaftlich, spielwütig, hochneurotisch

2) Wenn du eine männliche Rolle spielen könntest, welche wäre es und warum?
Judas in ‪Jesus Christ Superstar‬, Roger in Rent oder Galileo in We will rock you – weil ich einmal Rockstar sein will 🙂

3) Wie sieht deine Fitness-Routine aus?
Ich praktiziere täglich Yoga. Wenn ich es zeitlich schaffe, gehe ich tatsächlich auch täglich in eine Yogastunde. In einer neuen Stadt gehe ich als erstes auf die Suche nach einem Yogastudio. Das Tolle ist, dass ich mit Yoga Fitnesstraining, Meditation und Entspannung miteinander verbinden kann. Fitnessstudios dagegen sind überhaupt nicht mein Ding.

4) Was war die anspruchsvollste Rolle, die du jemals gespielt hast?
Jede meiner bisherigen Rollen hatte ihre eigenen Herausforderungen. Evita ist eine echte Tour de Force weil man fast ununterbrochen auf der Bühne steht, die Partie gesanglich sehr anspruchsvoll ist und auch, weil sie nicht unbedingt eine Sympathieträgerin ist. Ihre verbissene Härte und der Todeskampf haben mich immer sehr mitgenommen. Auch Sally Bowles ist sehr herausfordernd, braucht unglaublich viel Energie und Kondition und hat mich emotional immer völlig ausgelaugt. Aber genau das sind die Rollen, die mir am meisten geben, weil man so eine unglaubliche Reise mit ihnen durchmacht und so viele Facetten durchleben und zeigen kann. Das sind die Sternstunden des Berufs.

5) Was ist deine absolute Traumrolle?
Mit Sally Bowles und Evita haben sich zum Beispiel schon Traumrollen erfüllt. Traumrollen, die ich noch nicht gespielt habe, wären die Charity Hope in Sweet Charity oder Queenie in The Wild Party. Auch Chicago steht noch auf meiner Liste…

6) Hattest du mal Schwierigkeiten im Beruf wegen deiner Körpergröße?
In meinen Anfangsjahren hatte ich diese Sorge. Sie hat sich aber zum Glück als unbegründet erwiesen- mittlerweile glaube ich, dass meine Körpergröße eine Art Markenzeichen ist und mir mehr Vorteil als Hindernis war.  

7) Du pendelst ja viel. Wo sagst du, ist deine Heimat?
Eigentlich lebe ich in Wien und fühle mich dort zu Hause , habe aber durch meinen Mann in Essen ein zweites Zuhause. Also wird auch privat gependelt.

8) Würdest du selbst einmal ein Musical schreiben?
Im Moment sehe ich mich eher auf der Bühne als hinter den Kulissen.

9) Du spielst zur Zeit in Dortmund Jekyll & Hyde. Wie hast Du dich auf deine Rolle als Lucy Harris vorbereitet?
Die Lucy ist eine Figur, der ich mich eher emotional als intellektuell genähert habe.  Ich habe versucht, die seelischen Wunden, die Prostitution verursacht. Gefühle wie Selbstekel, innere Distanz zum eigenen Körper und die Einsamkeit dieser Figur zu erspüren und im Gegensatz dazu die starken Gefühle, die ein mitfühlender Mensch und ein ungewohnt respektvoller Umgang in ihr auslösen.  

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?
Bis Februar bin ich noch in JEKYLL & HYDE, bis Mai in GUYS & DOLLS in Graz zu sehen. Danach bin ich schon gut durchgeplant, darf aber noch nichts bekanntgeben. Verraten kann ich, dass ich sowohl in Wien als auch in Nordrhein-Westfalen in mehreren Rollen auf der Bühne stehen werde.

Interview mit Bonita Niessen

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern

Energisch, fröhlich, optimistisch

2) Du bist zur Zeit mit dem Chormusical Martin Luther King auf Tour, bist du froh, dass du nicht zu der Zeit von Martin Luther King gelebt hast?


Ja und nein! Natürlich freue ich mich über die viele Rechte, die ich als dunkelhäutige Frau, in Deutschland lebend, habe. Dennoch vermisse ich oft bei mir den “Drive” mich wie Rosa Parks in den 50ern  rigoros und täglich für die Rechte andere einzusetzen, die sich nicht so glücklich schätzen dürfen.

3) Nachdem du schon das Pop Oratorium Martin Luther gemacht hast ist Martin Luther King dein zweites Musical mit einem riesigen Chor im Rücken. Was fasziniertdich an solchen Projekte

Es hat eine enorme Kraft, wenn viele Stimmen sich vereinen und eine so wichtige Botschaft überbringen! “We shall overcome” wirkt von einer Stimme gesungen wie ein Appell, wohingegen hundert Stimmen wie eine unausweichliche Tatsache in den Ohren und Herzen bohren!

4) Was machst du, wenn du ein paar Tage vor einem Auftritt merkst, dass eine Erkältung naht?

Ingwer, Ingwer, Ingwer!!! So viel Ingwertee und Wasser wie möglich trinken und Schlaf hilft bei eine anbahnenden Erkältung.

5) Was motiviert dich?

Mein Leben und meine Berufung leben und voll ausleben zu dürfen! Viele Menschen müssen in täglichen Leid und Not leben. Mir ist sehr bewusst, wie privilegiert ich bin, mein Leben mit Musik, Gesundheit und keinem Mangel genießen zu dürfen. Das motiviert!!!!

6) Auf welche Stadt bei der Martin Luther King Tour freust du dich am meisten?


Ich freue mich gleichermaßen auf allen Städte und alle Chorsänger auf dieser Tour!!!

7) Was machst du mit deinen alten Textbüchern, wenn die Spielzeit zu Ende ist?

Am liebsten lasse ich mir von meine Kollegen etwas Nettes reinschreiben als Erinnerung an die schöne Zeit und dann bewahre Ich sie alle auf.

8) Was ist für dich das vollkommen Glück?

Die Gesundheit und Wohlbefinden meiner Kinder, die Freiheit lieben und leben zu dürfen wie ich’s möchte und andere eine Freude zu machen mit meinem Gesang 🙂

9) Was wolltest du schon immer mal tun, hast dich aber nicht getraut?

Im Fahrstuhl oder in öffentlichen Verkehrsmitteln einfach lauthals los zu singen! Ein One- “man”- flashmob sozusagen :))

10) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Diese Tour natürlich! Dann werde ich anschließend mit meiner Bluesband in Kalifornien und San Diego eine kleine Tournee starten. Es gibt ein paar Theaterproduktionen, worauf ich mich freue und zwischendurch schraube ich weiter an meinem Soloalbum, das hoffentlich im Herbst 2020 fertig sein wird. Es bleibt spannend!

Interview mit Valerie Luksch

  1. Beschreibe dich bitte mit 3 Worten

lebensfroh, offen, eifrig

2.Was ist deine Kindheitswunschrolle in einem Film oder Musical?

Christine aus Phantom der Oper

3.Du darfst dieses Jahr in deiner Traumrolle spielen. Im Stück singing in the Rain…. Wie wirst du dich auf diese Rolle Vorbereiten?

Da ich das Stück sehr gut kenne, werde ich mich einfach voller Elan reinstürzen. Ich kann es kaum erwarten. Vielleicht werde ich vor Beginn noch meine Steppkünste bisschen auffrischen… 

4. Ab Februar bist du wieder am Stadttheater Baden im Stück „The King and I“ zu sehen, wieso sollte man diese Produktion sehen?

King and I“ ist ein Musical, welches musikalisch unheimlich viel zu bieten hat, gleichzeitig eine sehr berührende Geschichte erzählt und anhand humorvoller Szenen Konflikte darstellt. Nicht ohne Grund wurde dieses Stück bereits mehrmals ausgezeichnet. Also unbedingt anschauen!

5. Gehst du zur Audition von Wicked oder Frozen für Hamburg?

Geplant ist es, ja. In Wicked Glinda zu spielen steht groß und fett auf meiner bucketlist!!

Und in Frozen möchte ich für Anna vorsingen, mal sehen 

6. Hat es einen Grund warum du hauptsächlich nur im Süden Deutschlands bzw. in Österreich spielst?

Ich muss ehrlich zugeben, das ist tatsächlich reiner Zufall. Durch meine Ausbildung in München hat es sich damals angeboten am Gärtnerplatztheater zu arbeiten. Das hat glücklicherweise geklappt und die weiteren Engagements haben sich dann größtenteils daraus ergeben, weshalb ich mich bis jetzt eher im Süden Deutschlands und Österreich aufgehalten habe. Ich hätte aber auch nichts dagegen, mal in anderen Teilen Deutschlands zu arbeiten.

7. Mit welchem Kollegin/Kollegen würdest du gerne einmal zusammen spielen? Und Warum?

Das kann ich nicht konkret sagen, ich freue mich über alle Kollegen, mit denen eine schöne Zusammenarbeit möglich ist und vielleicht sogar eine gute Freundschaft entsteht.

8. Was machst du zur Entspannung?

Urlaub. Ich versuche es so viel wie möglich dazwischen einzubauen…Auch wenn es nur ein paar wenige Tage sind, sobald sich mal eine kleine Lücke ergibt, buche ich spontan und nutze die Zeit um irgendwo schnell Sonne und Energie zu tanken.

9. Gibts einen Song aus einem Musical welchen du besonders gerne singst?

In my Dreams aus dem Musical Anastasia

10. Wie sieht dein Jahr 2020 aus? Kannst du da schon was verraten?

Das Jahr 2020 wird ein volles Jahr, viel darf ich aber leider noch nicht verraten. Jetzt gilt es erst mal die Premieren von „King and I“ und „Singing in the Rain“ Wort wörtlich über die Bühne zu bringen und alles Weitere wird bald erzählt… 😉

Interview mit Lukas Nimscheck

1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern!

Da fällt mir nix ein. 

2) Was macht für dich ein gutes Musical aus? Bzw. was nervt dich an Musicals?

Ein gutes Musical ist in erster Linie eine gute Geschichte, idealerweise mit einer klaren Haltung zu sozialen- oder historischen Themen. Autoren und Komponisten brauchen einen Grund, warum gerade sie einen Stoff auf die Bühne bringen wollen. Das kann ein persönlicher Bezug in der eigenen Familie, eine lange Recherchearbeit oder einfach das Bedürfnis nach großem Quatsch sein. 

Das ist jetzt eine Eigenart von mir: Ich kann ich schlechtes Timing nur schwer verzeihen – und das zieht sich leider ausnahmslos durch alle Großproduktionen, die ich in den letzten fünf Jahren gesehen hab; von Aladdin bis Tina. 

Da sitzt einfach keine Pointe und das tut mir körperlich weh.

Der Fairness halber sei gesagt, dass es eine Ausnahme gab: „Fack ju Goethe“

3) Du hast ja zusammen mit Franziska Kuropka „Wir- Familie ist, was man daraus macht“ geschrieben und 2019 im Schmidtchen als Regisseur auf die Bühne gebracht. Du hast selbst 2018 deinen Partner geheiratet. Habt ihr auch einen Kinderwunsch?

Ja, wir wünschen uns ein Kind, sind aber noch nicht ganz sicher, wie wir das anstellen sollen. Leihmutterschaft im Ausland kommt für mich aus ethischen Gründen nicht in Frage und eine Inlandsadoption kann sehr lang dauern – oder auch gar nicht zustande kommen. Wir versuchen es aber. 

4) Bezüglich Franziska Kuropka, wie ist es, mit ihr zusammen zu arbeiten? Ist da das Zicken vorprogrammiert oder harmoniert ihr nur?

Franzi und ich sind beide sehr meinungsstark, aber niemals zickig. Wir können ein gegenseitiges „Halt die Fresse“ gut ertragen, daher passt es als Team perfekt. 

5) Dieses Jahr wirst du in der Jury von „The Voice Kids“ sein, was war dein peinlichstes Erlebnis bei den Dreharbeiten?

Die Blind Auditions sind wie ein Rausch an mir vorbeigezogen, daher hoffe ich, dass es keine allzu peinlichen Momente gab. Ich hab einmal geheult, weil mich ein Talent so gerührt hat und herausgefunden, dass Lena Meyer-Landruts Hund auf Instagram mehr Follower hat, als unsere Band. 

6) Du bist ein Allrounder. Stehst selbst auf der Bühne mit deiner Band „‪Deine Freunde‬“ und bist ein erfolgreicher Komponist und Autor. Was machst du lieber? Auf der Bühne oder hinter der Bühne?

Ich mag beides, bin aber am allerliebsten in kreativer Verantwortung. Wenn man ein Projekt von der ersten Idee bis zur Premiere begleitet, ist das für mich das Schönste. Ich brauche die Öffentlichkeit gar nicht so dringend, sie ist ein schöner Nebeneffekt, viel mehr liebe ich die Arbeit im Studio oder auf der Probebühne. 

Das eigentliche Musical oder Konzert ist ja nur das Sahnehäubchen am Ende eines langen Prozesses – und wenn der mir keinen Spaß machen würde, dann hätte ich ein Problem. 

7) Wie war es für dich 2019 wieder einmal für den Deutschen Musical Theater Preis nominiert gewesen zu sein?

Das war toll! Ich liebe es, dass unsere kleine Szene so zusammenhält und sich füreinander interessiert. Ich würde mir in die folgenden Jahren  die Kategorie: „Bester Song“ wünschen. 

8) Du befindest dich zur Zeit auf Tour mit „Deine Freunde“. Wie sieht so ein Tour-Alltag bei dir aus?

Wir sind zwischen Januar und März jedes Wochenende mit unserem Tourbus unterwegs. Da das ganze Team aus guten Freunden besteht, ist es recht entspannt: Alle pennen im Tourbus, es gibt viele Chips und da unsere Shows immer schon gegen 19:30 vorbei sind, können wir abends alle gemeinsam das Dschungelcamp gucken. 

Seit etwa 3 Jahren sind wir so erfolgreich, dass wir als Bandmitglieder nicht mehr beim Aufbau mithelfen müssen. Daher kann ich ausschlafen. 

9) Was gibst du jemandem auf den Weg, der selbst gerade ein Stück schreibt?  

So banal es klingen mag: Nicht Abschreiben. Viele junge Kreative sind Fans von bestimmten Musicals oder Styles, demzufolge klingen und lesen sich ihre Sachen auch nicht ganz frisch. Da muss man aufpassen. Außerdem gibt es oftmals den Hang zu großen Geschichten mit 30 Charakteren und 40 Statisten. Die werden sowieso nicht realisiert, besonders nicht in Deutschland. Daher: klein anfangen, 2-3 Personen-Stücke entwickeln und an Open-Stage-Abenden teilnehmen. 

Eine Warnung muss ich allerdings noch aussprechen: Man kann nicht davon leben, es wird überall gespart und gemauschelt – und meistens führen die Theater dann doch lieber zum 1000. Mal „My fair Lady“ auf. 

10) Gibt es eine Fortsetzung von „Wir“, bzw. seid ihr schon am schreiben?

Eigentlich finde ich zweite Teile ekelhaft – aber wir hätten auf jeden Fall Ideen für „WIR 2“. Allerdings muss uns das Theater dazu erstmal fragen.

11) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?

Ich bin in 2020 ziemlich ausgebucht, denn wir spielen etwa 60 Konzerte, dann kommt „The Voice Kids“ im TV und ich mache eine kleine Regie am Schmidtchen für ein Drei-Personen-Musical namens „Trash Island“. Letzteres liegt mir sehr am Herzen: Das Stück setzt sich humoristisch mit Umweltverschmutzung und dem Klimawandel außeinander und wurde von dem Berliner Autoren Tom van Hasselt geschrieben. Premiere ist am 16.04. 

Interview mit Maik Eckhardt

1.)Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern
Ordentlich, impulsiv, sozial

2.) Du hast deine Ausbildung als Musicaldarsteller in Frankfurt am Main gemacht? Wie bist du dahin gekommen und nicht z.B. wie viele deiner Kollegen nach Hamburg?


Ja ich habe meine Ausbildung zum Musicaldarsteller an der Academy of Stage Arts in Frankfurt-Oberursel absolviert. Da ich vor meiner Musical-Ausbildung bereits mein Schauspielstudium absolviert hatte & einige Engagements in Hessen an verschiedenen Theater hatte, war es nicht mehr als sinnvoll, etwas Zeit & Stress sparender an der Academy zu studieren.
Des Weiteren hab ich mich vom ersten Tag an superwohl dort gefühlt, so dass für mich keine nichts anderes mehr in Frage kam.

3.)Wofür schlägt dein Herz mehr? Fürs Schauspiel oder fürs Musical?


Definitiv fürs Musical. Ich liebe den Gesang & den Tanz so sehr, dass es mir leider im puren Schauspiel oft gefehlt hat. Heute werde ich oft auf Grund von Musical-Engagements zusätzlich für Schauspiel-Produktionen gebucht, wie es z.B.: oft bei Festspielen der Fall ist. Dies kommt mir natürlich zu Gute, da ich so beides vereinbaren kann.

4.)Du wohnst ja nicht gerade in einer Musicalstadt, hast du dich bewusst für Gießen entschieden?


Ja, ich habe mich ganz  bewusst für Gießen entschieden, da ich dort mit meinem Freund zusammen lebe. Ich schätze auch die Nähe zu meiner Heimatstadt Bad Hersfeld sehr & natürlich auch mal schnell bei meiner Familie & Freunden zu sein. Gießen hat ein großes kulturelles Programm, in dessen Rahmen ich auch schon Musical-Workshops gegeben habe & im Prinzip ist es egal wo ich wohne, da ich ja deutschlandweit arbeite.

5.)Dein nächstes Urlaubsziel?


Im Januar geht’s eine Woche nach London. Natürlich steht auch ein Musical-Besuch auf dem Plan, welches steht noch nicht fest, aber London hat ja reichlich Auswahl.

6.)Was ist beruflich dein Traum?


Ein beruflicher Traum ? Definitiv weiterhin so im Geschäft zu sein, dass ich  davon leben kann & natürlich weiterhin das Publikum unterhalten zu können. Ein riesiger Traum von mir wäre es, irgendwann mal ein Duett mit Kathy Kelly von der Kelly Family zu singen.

7.) Was magst du total gerne an dir selbst?


Schwere Frage ! Ich mag meine Ordenlichkeit & meine Pünktlichkeit. Ich bin ein Mensch, der gerne das Segel in der hand hat, mit dem man sehr viel Spaß haben kann. Alles andere müssen die Menschen beurteilen die ich um mich habe ?

8.) In welchem Musical möchtest du gerne mit spielen und welche Rolle?


1. Rocky Horror Show – Frank N‘ Furter – Ich liebe seine impulsive & extrovertierte Art.
2. Elisabeth – Der Tod – Die Rolle ist mystisch & vielfältig interpretierbar & kreativ gestaltbar
3. Evita – Che – Gesanglich eine tolle Herausforderung

9.) Wo siehst du dich in 5 Jahren?


In 5 Jahren hoffe ich, das alles weiterhin so gut läuft wie bisher, sich eventuell die Ein oder Andere Türe sich noch öffnet & die Menschen weiterhin zu begeistern.

10.) Was steht für dich im Jahr 2020 an?


2020 ist bei mir voll ausgebucht, glücklicherweise. Allzu viel darf ich noch nicht verraten, aber ich halte euch natürlich auf meinen Sozialen Netzwerken auf dem Laufenden. Das Musical-Jahr 2020 startet für mich aufjedenfall in Bayern & mit einer ganz neuen Aufgabe, auf die ich sehr freue.  Ich darf das erste Mal die Choreografie für eine Musical-Uraufführung übernehmen, aber welches & wo genau verrate ich erst im Januar.
Im Sommer stehen Festspiele auf dem Plan, welche ich leider auch noch nicht verraten darf. Ich freue mich aber riesig drauf.

Interview mit Andreas Gergen


1) Beschreibe dich bitte mit 3 Wörtern
abenteuerlustig, kreativ, durchsetzungsfähig

2) Was hat dich bewegt deine Arbeit als Schauspieler/Musicaldarsteller 
„zurückzustellen“ und als Regisseur tätig zu werden?
Nach meiner Ausbildung als Musical-Darsteller an der Universität der Künste/ Berlin hatte ich mein erstes Engagement beim Musical „Der Glöckner von Notre Dame“. Ich habe dort schnell gemerkt, dass ich keine 8 Shows in der Woche spielen mag und kreativ unterfordert war. Ich habe dann zusammen mit zwei Kollegen die Firma Toys Musicalproduktion gegründet.  Und dann hat alles seinen Lauf genommen.

Dadurch bist du dann auch 2006 in die Kreativ Stube von Stage 
Entertainment gekommen?

So ist es.

3) Du warst für so viele Musicals schon verantwortlich. Welches Stück 
war das emotionalste für dich bis jetzt?
Unser erstes Stück „Du bist in Ordnung, Charlie Brown – Das Peanuts-Musical“, die „Zauberflöte“ am Saarländischen Staatstheater (2007) und „ I am from Austria“ bei den Vereinigten Bühnen Wien.

4) Du bist gerade für die Audition für „Betlehem“ in Hamburg. Was 
erwartest du von der Audition?
Dass wir ein Ensemble finden, das mit geballter Kraft an der Umsetzung des Stückes arbeitet. Es geht in dem Stück um ein „Flüchtlingspaar“, das in einer Notunterkunft – in diesem Fall in einem Stall – unterkommt … Mehr wird noch nicht verraten. Es wird aktuell relevante Themen behandeln. Und es ist mir wichtig, genau die passenden Darsteller/innen zu finden, die das gut dem Zuschauer vermitteln können.

5) Gibt es einen Darsteller/in, mit dem/mit der du sehr gerne zusammenarbeitest?
Natürlich arbeite ich gerne mit Darsteller/innen zusammen, die meine Arbeitsweise verstehen und die sich schon in Zusammenarbeiten bewährt haben. Aber ich versuche, bei jedem Stück 
das komplette Spektrum und die Vielfalt der Darsteller/innen neu in meinem Kopf zu öffnen. Das Papier ist zu kurz, um alle aufzuzählen. Ich arbeite mit allen Darsteller/in gerne zusammen, die professionell sind und ihren Job mit Leidenschaft machen.

6) Ist es für dich anders, wenn du bei Uraufführungen Regie führst, wo
du keine Vorlage hast?
Ich kann das Stück mitentwickeln und meine eigene Sichtweise mit einbringen.

7) Was bringt dich auf 180?
Unprofessionalität, seinen Job nicht ernst nehmen – egal in welcher Abteilung des Theaters.

8) Was ist für dich spannender,  auf der Bühne zu stehen oder hinter der Bühne?
Ganz klar… beides …, da beides für mich einen Reiz hat. Es ähnelt 
sich. Da ich auch Musical-Darsteller bin, kann ich mich als Regisseur in die Kollegen hineinversetzen und sie besser verstehen.

Also ist es nicht ausgeschlossen, dich selbst nochmal in der ein oder anderen Rolle zu sehen?

Nein, das ist offen und könnte sehr gut möglich sein.

9) Welche Bühne hat dich bis jetzt am meisten überrascht?
Das Opernhaus in Nizza. Ich habe dort die „Fledermaus“ inszeniert. Bei 
der Durchlaufprobe im Theater saß ich da und schaute mich die ganze 
Zeit nur um, da ich so fasziniert war von dem Theatersaal und der Architektur.
Ich fand aber auch die Seebühne in Mörbisch schön. Es ist schon komisch, auf so einer gigantischen Bühne (120 Meter Bühnenbreite) 200 Darsteller in Gruppen über die Bühne zu „scheuchen“, so mit Mikro da zu stehen und denen zu sagen, wer was zu machen hat.  Das ist dann schon mal wie Mathematik.

10)Welches Broadway Musical möchtest du gerne einmal auf Deutsch sehen?
„Moulin Rouge“. Das wäre ein Stück, was ich sehr gerne auf Deutsch sehen würde.

11)  Was sagst du zu der Entwicklung der Musicalszene in Deutschland?
Es ist noch ein hartes Stück Arbeit. Es geht aber in die richtige Richtung. Es ist noch ein langer Weg, damit die Zuschauer die Stücke als Schauspiel mit Musik ansehen. So wie es in den USA ist. Wenn wir diese Sichtweise schon in Deutschland hätten, wäre das schon ein Fortschritt.

12) Wie lange dauert es, ein Stück bis zur Premiere auf die Bühne zu bringen?
Ein gutes Jahr. Von Entwicklung, Audition und ein Team zu finden. Dann 
sind es meistens 5-6 Wochen Proben vor der Premiere. Bei Uraufführungen sind es meistens 3 Jahre.

Wie lange müssen Darsteller/in auf die Zusage oder Absage warten?

Ich versuche es sehr schnell und sage es auch den Theatern, dass sie schnell den Darsteller/innen eine Antwort geben sollen, damit diese dann auch planen können.

13) Openair oder Hallenproduktion?
 Auch hier beides. Mich fasziniert z.B. Tecklenburg, da das Bühnenbild dort ja steht und man mit den örtlichen Gegebenheiten bei jedem Stück kreativ anders umgehen muss. In einem  Theater muss man eine komplett neue Welt von 0 auf kreieren. 10


14) Du warst vor Kurzem in Shanghai, wie bist du dazu gekommen?
Ich wurde gefragt (lach) … von Michael Kunze und Sylvester Levay. Es war mein erstes Mal in Asien


15) Wie sieht dein Jahr 2020 aus?
Ich habe nächstes Jahr 7 Premieren und im Sommer 3 Wochen Urlaub 🙂
Es wird also nicht langweilig werden.



Interview mit Petter Bjällö

  1. Beschreibe dich bitte mit drei Worten

Fröhlich, Lustig, Schwedisch,

2. Du gibst dieses Jahr wieder die Show „Absolut Christmas“ was bedeutet für dich Weihnachten

Es ist ein wenig wie Heimat. Ich lebe jetzt schon 20 Jahre in Deutschland. Ich mache diese Konzerte seit 3 Jahren, um mich auch selbst auf Weihnachten einzustimmen. 🙂

3. Du hast diesen Sommer in Schweden gespielt. Wie war es in deinem Heimatland zu spielen?

„ Mein Schweden“ lach ich habe im Inland von Schweden gespielt wo es die Seen gibt und tatsächlich diese Bilderbuch charm mit roten Häuschen Ich komme aus dem Süden von Schweden, wo es das Meer gibt. Es war aber schön nochmal dort zu spielen.

4. Wann steht du nochmal in Deutschland auf der Musicalbühne?

Das weiß ich noch nicht. Mal schauen. Ich bin offen.

5. Lucia oder Midsommer?

Beides 🙂 „Lucia“ Winter… Es ist feierlich und ganz viel Traditionen. „Midsommer“ haben wir damals in Oberhausen gemacht. Ich habe mit u.a. Anton und Matthias Edenborn zusammen den Midsommer gefeiert mit den Tänzchen und alles! „Lucia“ ist ein Bonus.

6. Welchen Charakter einer Serie oder eines Filmes würdest du gerne mal spielen wollen?

Von Netfelix „POSE“ Billy Porter. Was für ein Schauspieler/Sänger. Hat ja auch den Emmy sich geschnappt dafür!:)

7. Was war dein letztes Musical was du gesehen hast?

Familienstück: „ Kleine Meerjungfrau“ von Christian Berg. Und vom Mischpult aus habe ich Tina (Turner) geschaut, da das Stück an diesem Tag ausverkauft war :)*lach*

8. Mit welchen Regisseuren/Darstellern/Gesangsdozenten würdest du gerne noch arbeiten?

Regisseur: Gil Mehmet, Darstellern: Mit Pia Douwes Gesangsdozenten: Colleen Besett-Schoots. Ich hatte bei Ihm auch Unterricht als ich in Berlin den Glöckner gespielt habe.

9. Würdest Du wenn du könntest einen Blick in deine Zukunft wagen?

Nein! Ich habe ein Intuitives Verhalten. Ich habe z.B. Nach Wicked mich ganz bewusst für die Freiberufliche Tätigkeit entschieden um meine Eltern äfter Besuchen zu können. Jetzt sind sie beide leider gestorben. Es war in den Stage-Musicals immer schwer frei zu bekommen.

10. Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und was dürfen deine Fans für 2020 erwarten.

In drei Wochen habe ich meine Konzerte. 3 Tage= 3 Konzerte. Darauf freue ich mich sehr. Und 2020 lasst euch überraschen.

Interview mit Alice Wittmer

1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten?
Humorvoll, Perfektionistin (Job), Vollblut-Musiker

2) Wie ist es, im Fritz Theater Bremen zu arbeiten?
Ich bin jetzt ca. 1,5 Jahre in Bremen. Ich verbinde viel Positives mit dem Theater, da ich dort viel gelernt habe, gerade was Impro-Theater angeht.

3) Wie steht deine Familie zu deinem Künstlerleben?
Alle stehen hinter mir. Sie sind auch ein wenig Schuld, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.
Durch meine Mutter habe ich mit drei Jahren die Kinderfrüherziehung (Musik) gemacht, danach habe ich Flöte gelernt und im Chor gesungen.
Und mein Vater hat mich damals zu dem Stage School Workshop motiviert.
Ich habe aber in der zwischen Zeit auch eine Ausbildung als Fitnesstrainerin gemacht.

Eine kleine Zwischenfrage: Was wärst du geworden wenn Du keine Musicaldarstellerin wärst?

Ich wäre Lehrerin geworden. Ich war schon fürs Lehramt eingeschrieben.:)

4) Was läuft gerade bei dir privat für Musik?
Querbeet. Es ist bei mir tatsächlich Tages abhängig. Ich sage es mal so, bis auf Schlager ist alles dabei. Aber ganz besonders Queen.

5) Du warst dieses Jahr für den Deutschen Musicaltheaterpreis in der Kategorie „ Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ nominiert. Wie hast du davon erfahren und was war dein erster Gedanke?
Ich habe es in Kiel erfahren bei den Proben. Meine Erste Reaktion? Wollt ihr mich verarschen? Danach habe ich 5 Minuten geweint und gleichzeitig gelacht.

6) Dieses Jahr hast du bei der Uraufführung von Sherlock Holmes- next Generation in Hamburg und München gespielt. Wie hast du dich auf deine Hauptrolle vorbereitet?

Ich habe mir auf BBC die Serie angeschaut. Zwar hat das Musical ja mal so gar nichts mit der Serie zu tun, aber es war richtig, das so zu machen. Kollegen von mir meinten, ich sollte zur Audition gehen, weil genau sowas gesucht würde. Eine Göre die aber auch charmant sei. Und dann hat es tatsächlich geklappt.

7) Auf welcher Bühne möchtest Du gerne einmal stehen und warum?
Ich möchte überall stehen 🙂 Es gibt keine spezielle Bühne. Ich möchte einfach nur spielen! Ich liebe meinen Job. Da ist es mir egal, auf welcher Bühne ich stehen darf.


8) Du bist noch Jung und bist ein Talent deines Jahrgangs. Wer ist dein Vorbild?
Oh, da bin ich gerührt.
Freddie Mercury von Queen. Im Musicalbereich: Alle Kollegen/innen, die es aus Leidenschaft machen.


9) Wie sieht bei dir ein „arbeitsfreier“ Tag aus?
Wenn ich zu Hause bin: ausschlafen, 1 Stunde Fitness, meine sozialen Kontakte pflegen, die sonst leider zu kurz kommen, der Kamin am Abend und Netflix schauen. Aber auch Musik machen, was unsere Nachbarn schon kennen :)*lach*


10) Bald steht 2020 vor der Türe. Was steht bei dir da so alles an ?
‪Bis 8.12. „Wie im Himmel“.‬
‪Danach „My Fair Lady“ in Kiel bis Weihnachten.‬
‪Silvester und bis Juni  „Amerikaner in Paris“ in Kiel.‬
‪Und auch dieses Jahr bis nächstes Jahr durchgehend am Fritz Bremen und zusätzlich ab Februar wieder auf Tour mit „FALCO!‬
Das Musical“ auf Tour und dann stehen noch Auditions auf dem Plan.



1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten?
Humorvoll, Perfektionistin (Job), Vollblut-Musiker

2) Wie ist es, im Fritz Theater Bremen zu arbeiten?
Ich bin jetzt ca. 1,5 Jahre in Bremen. Ich verbinde viel Positives mit dem Theater, da ich dort viel gelernt habe, gerade was Impro-Theater angeht.

3) Wie steht deine Familie zu deinem Künstlerleben?
Alle stehen hinter mir. Sie sind auch ein wenig Schuld, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.
Durch meine Mutter habe ich mit drei Jahren die Kinderfrüherziehung (Musik) gemacht, danach habe ich Flöte gelernt und im Chor gesungen.
Und mein Vater hat mich damals zu dem Stage School Workshop motiviert.
Ich habe aber in der zwischen Zeit auch eine Ausbildung als Fitnesstrainerin gemacht.

Eine kleine Zwischenfrage: Was wärst du geworden wenn Du keine Musicaldarstellerin wärst?

Ich wäre Lehrerin geworden. Ich war schon fürs Lehramt eingeschrieben.:)

4) Was läuft gerade bei dir privat für Musik?
Querbeet. Es ist bei mir tatsächlich Tages abhängig. Ich sage es mal so, bis auf Schlager ist alles dabei. Aber ganz besonders Queen.

5) Du warst dieses Jahr für den Deutschen Musicaltheaterpreis in der Kategorie „ Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ nominiert. Wie hast du davon erfahren und was war dein erster Gedanke?
Ich habe es in Kiel erfahren bei den Proben. Meine Erste Reaktion? Wollt ihr mich verarschen? Danach habe ich 5 Minuten geweint und gleichzeitig gelacht.

6) Dieses Jahr hast du bei der Uraufführung von Sherlock Holmes- next Generation in Hamburg und München gespielt. Wie hast du dich auf deine Hauptrolle vorbereitet?

Ich habe mir auf BBC die Serie angeschaut. Zwar hat das Musical ja mal so gar nichts mit der Serie zu tun, aber es war richtig, das so zu machen. Kollegen von mir meinten, ich sollte zur Audition gehen, weil genau sowas gesucht würde. Eine Göre die aber auch charmant sei. Und dann hat es tatsächlich geklappt.

7) Auf welcher Bühne möchtest Du gerne einmal stehen und warum?
Ich möchte überall stehen 🙂 Es gibt keine spezielle Bühne. Ich möchte einfach nur spielen! Ich liebe meinen Job. Da ist es mir egal, auf welcher Bühne ich stehen darf.
8) Du bist noch Jung und bist ein Talent deines Jahrgangs. Wer ist dein Vorbild?
Oh, da bin ich gerührt.
Frederick Mecklin von Queen. Im Musicalbereich: Alle Kollegen/innen, die es aus Leidenschaft machen.
9) Wie sieht bei dir ein „arbeitsfreier“ Tag aus?
Wenn ich zu Hause bin: ausschlafen, 1 Stunde Fitness, meine sozialen Kontakte pflegen, die sonst leider zu kurz kommen, der Kamin am Abend und Netflix schauen. Aber auch Musik machen, was unsere Nachbarn schon kennen :)*lach*
10) Bald steht 2020 vor der Türe. Was steht bei dir da so alles an ?
‪Bis 8.12. „Wie im Himmel“.‬
‪Danach „My Fair Lady“ in Kiel bis Weihnachten.‬
‪Silvester und bis Juni  „Amerikaner in Paris“ in Kiel.‬
‪Und auch dieses Jahr bis nächstes Jahr durchgehend am Fritz Bremen und zusätzlich ab Februar wieder auf Tour mit „FALCO!‬
Das Musical“ auf Tour und dann stehen noch Auditions auf dem Plan.



1) Beschreibe dich bitte mit drei Worten?
Humorvoll, Perfektionistin (Job), Vollblut-Musiker

2) Wie ist es, im Fritz Theater Bremen zu arbeiten?
Ich bin jetzt ca. 1,5 Jahre in Bremen. Ich verbinde viel Positives mit dem Theater, da ich dort viel gelernt habe, gerade was Impro-Theater angeht.

3) Wie steht deine Familie zu deinem Künstlerleben?
Alle stehen hinter mir. Sie sind auch ein wenig Schuld, dass ich diesen Berufsweg eingeschlagen habe.
Durch meine Mutter habe ich mit drei Jahren die Kinderfrüherziehung (Musik) gemacht, danach habe ich Flöte gelernt und im Chor gesungen.
Und mein Vater hat mich damals zu dem Stage School Workshop motiviert.
Ich habe aber in der zwischen Zeit auch eine Ausbildung als Fitnesstrainerin gemacht.

Eine kleine Zwischenfrage: Was wärst du geworden wenn Du keine Musicaldarstellerin wärst?

Ich wäre Lehrerin geworden. Ich war schon fürs Lehramt eingeschrieben.:)

4) Was läuft gerade bei dir privat für Musik?
Querbeet. Es ist bei mir tatsächlich Tages abhängig. Ich sage es mal so, bis auf Schlager ist alles dabei. Aber ganz besonders Queen.

5) Du warst dieses Jahr für den Deutschen Musicaltheaterpreis in der Kategorie „ Beste Darstellerin in einer Nebenrolle“ nominiert. Wie hast du davon erfahren und was war dein erster Gedanke?
Ich habe es in Kiel erfahren bei den Proben. Meine Erste Reaktion? Wollt ihr mich verarschen? Danach habe ich 5 Minuten geweint und gleichzeitig gelacht.

6) Dieses Jahr hast du bei der Uraufführung von Sherlock Holmes- next Generation in Hamburg und München gespielt. Wie hast du dich auf deine Hauptrolle vorbereitet?

Ich habe mir auf BBC die Serie angeschaut. Zwar hat das Musical ja mal so gar nichts mit der Serie zu tun, aber es war richtig, das so zu machen. Kollegen von mir meinten, ich sollte zur Audition gehen, weil genau sowas gesucht würde. Eine Göre die aber auch charmant sei. Und dann hat es tatsächlich geklappt.

7) Auf welcher Bühne möchtest Du gerne einmal stehen und warum?
Ich möchte überall stehen 🙂 Es gibt keine spezielle Bühne. Ich möchte einfach nur spielen! Ich liebe meinen Job. Da ist es mir egal, auf welcher Bühne ich stehen darf.
8) Du bist noch Jung und bist ein Talent deines Jahrgangs. Wer ist dein Vorbild?
Oh, da bin ich gerührt.
Frederick Mecklin von Queen. Im Musicalbereich: Alle Kollegen/innen, die es aus Leidenschaft machen.
9) Wie sieht bei dir ein „arbeitsfreier“ Tag aus?
Wenn ich zu Hause bin: ausschlafen, 1 Stunde Fitness, meine sozialen Kontakte pflegen, die sonst leider zu kurz kommen, der Kamin am Abend und Netflix schauen. Aber auch Musik machen, was unsere Nachbarn schon kennen :)*lach*
10) Bald steht 2020 vor der Türe. Was steht bei dir da so alles an ?
‪Bis 8.12. „Wie im Himmel“.‬
‪Danach „My Fair Lady“ in Kiel bis Weihnachten.‬
‪Silvester und bis Juni  „Amerikaner in Paris“ in Kiel.‬
‪Und auch dieses Jahr bis nächstes Jahr durchgehend am Fritz Bremen und zusätzlich ab Februar wieder auf Tour mit „FALCO!‬
Das Musical“ auf Tour und dann stehen noch Auditions auf dem Plan.

Interview mit Roberta Valentini

1)Beschreibe dich bitte mit 3 Worten
Lustig, liebend, tollpatschig
2) Was ist das Besondere an der (zweifachen) Zusammenarbeit mit Riccardo?
Dass ich nicht nur mit einem Kollegen sondern auch mit einem Freund wieder auf der Bühne stehen darf. Ich kann bei ihm einfach ich selbst sein und  mich fallen lassen.
3) Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
Ganz klar…Musik
4) Was ist dein Lieblingssong auf Ghost? Und was verbindest du damit?
„Immer folgt ein neuer Tag.“
Weil es auch in der Realität so ist. Egal was passiert…, mache dir  keine Sorgen, morgen ist ein neuer Tag.
5) Gibt es eine Rolle die du auf keinen Fall mehr spielen möchtest?
Puhhhhh…es gibt eine Rolle, die ich nicht mehr 8mal die Woche  spielen möchte…das verrate ich aber nicht.
6) Was magst du total gern an dir selbst?
Ich akzeptiere mich so, wie ich bin.
7) Was würdest du deinem 18-jährigen Ich heute sagen?
Sei nicht so naiv 😂
8) Wie stehst du zu „Friday for Future“? Und warst du selbst auf einer  Demo mit dabei?
Ich war noch nicht auf einer Demo. Finde ich prinzipiell gut, um auf  ein Problem aufmerksam zu machen.
9) Welche Musik hörst du gerade privat?
Christliche Musik, wie z.B. Hillsong oder Bethel
10) Gibt es eine Roberta 2020 auf einer Open Air Bühne im Sommer?
Ja, darf ich aber noch nicht verraten.
11) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und worauf dürfen sich deine Fans 2020 freuen?
Das restliche Jahr bin ich bei Ghost in Stuttgart, Otello in Bielefeld  und bei dem ein oder anderen Weihnachtskonzert mit Christian Alexander Müller und Mark Seibert. Im nächsten Jahr bin ich auf Tour mit „The greatest Show“ und dann stehen noch einige neue Projekte auf dem Plan, auf die ich mich schon 
so sehr freue. Neue Sachen und tolle Konzerte. Wuhuuuuuuuuuuuu

Ich bedanke mich bei Roberta für Ihre Zeit. Und wünsche Ihr noch viel Spaß in Stuttgart.

Interview mit Stefan Tolnai

1) Beschreibe Dich mit drei Worten!

Offen, ehrlich, zielstrebig

2) Wo ist Dein Lebensmittelpunkt zurzeit?

Zurzeit pendle ich zwischen Hamburg und Heidenheim.

3) Du warst im First Cast von Aladdin, wie war Deine Zeit dort?

Die Zeit von den Proben bis zur Premiere war etwas ganz besonders. Auf und Abs gab es auch, aber es war eine tolle Zeit. Das Stück wurde in der wunderbarsten Stadt der Welt zum ersten Mal aufgeführt. Ich durfte die CD aufnehmen und spielte die Europapremiere als Babkak. Es haben sich auch Freundschaften gebildet, zum Beispiel mit Philipp Hägeli.

Also sagst Du, es können Freundschaften in euer Branche entstehen?

Ja, Freundschaften können passieren und bleiben 🙂

4) Du hast zuletzt bei Elisabeth in Wien gespielt. Beschreibe dieses Erlebnis bitte in fünf Worten.

Große Ehre dabei gewesen zu sein, Einzigartige Erfahrung, Tolles Team/Tolle Kollegen/innen, Spaß pur, einmalige Atmosphäre.

5) Du bist Darsteller, Vorstandsmitglied bei musical sehnsucht e.V. und Geschäftsführer/Inhaber. Hast Du da noch Zeit für Freizeit und ein Privatleben?

Es ist tatsächlich schwierig. Ich bin bei musical sehnsucht e.V. ehrenamtlich und diese Aufgabe füllt mich sehr gut aus. Als Darsteller bin ich freiberuflich unterwegs und noch Event- und Künstlermanager. Ich muss die Zeit schon bewusster einteilen. Und mir die Auszeiten auch nehmen.

6) Du bist Geschäftsführer/Inhaber von der Event-und Künstleragentur Er&Ich Entertainment. Hörst Du als Darsteller auf?

Nein, Nein. *Lach* Ich werde teilweise mehr hinter der Bühne aktiv sein. So zu sagen im Eventbereich und im Management Bereich. Dazu gibt es immer Neuigkeiten auf meiner Instagram-Seite. Es wird verschiede Projekte geben. Ich bleibe aber der Bühne erhalten.

7) Wieso hast du die Musical Gents „New Generation“ gegründet?

Ich habe das Konzept überarbeitet. Es gibt eine neue Besetzung. Die jetzt dabei sind, sind zwar die Stammbesetzung, aber das wechselt, da nicht jeder immer kann. Als wir zum Beispiel auf der MS Europa waren, da war auch eine andere Besetzung an Bord. Flexibel ist da das beste Stichwort. Wir alle haben verschiede Charaktere, was das Publikum auch sehen soll.

8) Mit Thomas Hohler, Enrico de Piere, Frank Winkels und Philipp Hägeli hast Du Dir vier Kollegen ins Boot geholt. Wie bist Du gerade auf diese vier gekommen? Und wir war deren Reaktion?

Thomas kenne ich aus Tecklenburg. Ihn habe ich bei der Gala Musical meets Pop getroffen. Und wir waren uns einig, dass wir zusammen mal was machen wollen.

Enrico kenne ich schon, seitdem ich 16 bin. Er war mein erster Gesangslehrer in Stuttgart als er bei „3 Musketiere“ war. Wir haben uns dann bei Aladdin 2015 wiedergesehen. Uns verbindet schon eine sehr lange Zeit.

Frank kenne ich über Kasper Holmboe (von 2Entertain Germany GmbH). Kasper spinnt mit mir (Stefan) die Fäden im Hintergrund bei Musical Gents. Als ich Frank getroffen habe, waren wir sofort auf einer Wellenlänge. Und wir beide haben den selben Quatsch im Kopf. (Positiv gemeint)

Die musikalische Leitung übernimmt Giorgio Radoja, kenne ich auch von Aladdin. Er war dort unser Proben-Pianist und spielte im Orchester. Alle haben sofort zugestimmt, als ich sie gefragt hatte.

9) Euer erstes Konzert findet am 02.11.19 im First Stage Theater in Hamburg statt. Wieso gerade dort?

Wir wollen es in Hamburg starten lassen. Das First Stage Theater ist die beste Adresse hierfür. Es passen zirka 300 Menschen ins Theater, ist also schön klein. Und wir wollen, dass es eine exklusive Premiere wird. Sprich „familiär“. Der Abend steht unter dem Motto: „ Ein Abend unter Freunden“

Eine Zwischenfrage: Wird es weitere Konzerte von euch geben?

Ja es wird Konzerte 2020 und 2021 geben. Wo? Wird noch nicht verraten. Weitere Infos werden wir dann auf unserer Facebook und Instagram Seite veröffentlichen.

10) Euer „Warm Up (Erster Auftritt)“ war in Tecklenburg bei der Abschlussgala Musical goes Swing. Das Publikum war sehr begeistert von Euch. Werdet Ihr auch in diese Musikrichtung weitermachen?

Wir hatten Spaß. Warum sollte man dann nicht diese Richtung beibehalten? Es werden aber Ausflüge in andere Musikrichtungen geben, zum Beispiel Pop. Es soll authentisch sein. Deshalb haben wir Euch auch auf unserem Instagram Account gezeigt, dass wir hinter den Kulissen viel Spaß hatten Diesen Eindruck habt ihr auch vermittelt.

11) Warum sollte man zu Eurem Konzert am 02.11.19 in Hamburg kommen?

Man sollte kommen, um charmante junge Kerle mit Witz zu sehen und was Tolles zu erleben. Alle haben verschiedene Charaktere und sind sehr authentisch. Tolle Stimmen. Und, um einen tollen Abend unter Freunden zu erleben.

12) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und kannst Du schon etwas zu 2020 sagen?

2019 ist bis Dezember komplett verplant. Fünf oder sechs Projekte stehen noch an. Bei meinem Verein, ein Workshop mit Jugendlichen. Musical Dinner mit Anja Wenzel steht noch auf dem Plan. Ich werde hinter der Bühne noch aktiv sein. Und Musical Gents. Dann hoffe ich auf Urlaub. Auch wenn ich nach Aladdin eine Verschnaufpause hatte, war 2019 doch sehr erfolgreich und ereignisreich. Aber ich bin ein Networking Typ und liebe es, neue Menschen kennen zu lernen. 2020 wird auf jeden Fall interessant werden.

Vielen Dank Stefan für das tolle Interview und für deine Zeit.  Jetzt ist die Vorfreude auf den 2.11.19 noch größer 🙂

Interview mit Franziska Kuropka

1) Beschreibe dich mit drei Worten:

Laut,witzig,Laut

2) Haben deine Eltern dich schon einmal in der Heißen Ecke gesehen und was denken Sie?

Ja haben Sie. Meine Mutter ist selbst am Theater als Souffleuse (allerdings ernstes Sprechtheater). Sie meint immer: Auch für die leichte Muse gibt es ein Publikum. Sie mag es auch mal zotig.

3) Du bist die meiste Zeit in Hamburg, vermisst man da nicht auch mal andere Bühnen?

Ja das stimmt. Mein Wunsch wäre, wenn dann mehr in Berlin zu spielen. Nicht nur weil ich aus Berlin komme sondern auch mein Freund dort wohnt. Ich habe in der Berlin u.a. schon „ Ein Titel ohne Show“ gespielt, was ich aber auch schon in Hamburg gespielt habe.

4) Wie stehst du zu dem Thema „Homo Ehe“?

Es kann nur gut sein. Wenn man solange dafür kämpft, will man es auch wirklich. Love is Love. Alles darf heiraten was bei Sinnen „ja“ sagen kann. Warum nicht? Sogar eine Kuh, wenn diese nicht weggeht und „ja“ muht.*grins*

5) Welche Entwicklung würdest Du dir für den dt. Musicalmarkt wünschen?

Ich finde es nicht so spannend, wenn Musicals „nur ernst“ oder „nur albern“ sind. Ich mag die Amerikaner sehr, die schaffen diese Mitte fürs Musical. Und genau sowas wünsche ich mir für den Deutschen Markt. In „Wir – Eine Familie ist was man darauf macht“ haben Lukas und ich das versuchst umzusetzen.

6) Wie fandest Du es bei Herbstgold mal nicht zu singen?

Es war (ent-)spannend, nicht zu singen. Die Rolle war eine Herausforderung, weil meine Figur das Meiste außerhalb der Szenen passierte, und es für den Zuschauer trotzdem nachvollziehbar sein muss.

7) Du spielst in der Heißen Ecke eine Prostituierte, Wie gehst du persönlich mit diesem Thema um?

Prostitution hat ja mehrere Seiten. Meine Rolle in der Heißen Ecke ist freiwillig eine Prostituierte. Und wird dazu nicht gezwungen. Sie hat auch kein Problem damit.

 8) Wie fühlt es sich an wieder für den dt. Musicalpreis nominiert zu sein?

Es ist das erste Mal, dass ich alleine nominiert bin. Mich freut es aber viel mehr, dass Lukas Nimscheck für „Beste Regie“ nominiert ist. Ich persönlich glaube nicht, dass ich ein zweites Mal gewinne. (Nach 2018) Eine Rede werde ich auch dieses Jahr nicht vorbereiten, das hat letztes Mal gut geklappt. 

9) Wie sieht dein Jahr 2019 weiterhin aus und kannst Du schon was zu 2020 sagen?

2019? Heiße Ecke noch im November und ein, zwei Konzerte mit verschiedenen Bands. Und dann habe ich den ganzen Dezember frei, da ich die erste Hälfte des Jahres schon fleißig war. 2020?Da schwebt noch einiges rum, aber da bin ich auch gespannt 😉

Interview mit Steffi Irmen

1) Beschreibe dich mit drei Worten!

lustig, ehrgeizig, hilfsbereit

2) Wie bist Du an die Rolle von „Wir- Eine Familie ist, was man darauf macht“ gekommen?

Ich habe mich zufällig kurz vorher initiativ beworben. Daraufhin kam eine Absage, dass sie keine freien Stellen haben. 1-2 Monate später, haben sie sich bei mir gemeldet und gefragt, ob ich zur Audition kommen möchte

3) Wirst Du weiterhin im Schmidts Theat.er zu sehen sein?

WIR wird noch eine Weile spielen! Also Ja. Ob noch etwas dazu kommt, wird sich zeigen. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen!

4) Wie bereitest Du dich auf deine Rolle vor?

Ehrlich gesagt bereite ich mich nicht wirklich viel vor. Der erste Akt läuft quasi von alleine. Beim zweiten Akt passiert etwas krasses, was für mich sehr sehr fremd ist. Da habe ich das Glück, dass ich einfach genau das empfinden kann, was verlangt wird, weil es so gut geschrieben ist. (ich will nicht Spoilern was passiert haha)

5) Was ist deine lieblings einsingübung?

puhhhh – die müsste ich vormachen bzw singen 😀

6) In welcher Stadt würdest Du gerne einmal spielen?

Ich würde gerne mal in Linz spielen. Man hört so viel gutes. 

7) Wie findet man eigentlich eine Wohnung für Produktionen, die nur ein paar Wochen gehen?

Aaaaaaalso! Entweder das übliche man kennt jemanden, der jemanden kennt usw. Oder man sucht sich ein WG Zimmer, oder eine eigene Wohnung. Ich hatte diese Situation erst einmal und da wurde es eine airbnb Wohnung.

8) Vermisst du Kinky Boots?

Da regt mich ja schon die Frage auf!!! 😀

9) Was gibst Du Menschen mit auf dem Weg, die genauso wie Du etwas mehr Gewicht haben. Und die immer deshalb mit Vorurteilen zu kämpfen hab?

Just be, who you wanna be. Never let ´em tell you who you ought to be!

10) Hast Du schlechte Erfahrungen in deinem Beruf gemacht wegen deinem Gewicht?

Schwierige Frage. Es kam bis jetzt erst ein einziges Mal vor, dass ein Regisseur bzw Darsteller auf mich zu kam und meinte ich solle ca 40kg abnehmen. Ich dachte kurz drüber nach. Kam aber dann sehr schnell auf den Schluss, dass ich dann nicht mehr ich wäre. Und ich finde, es gibt genug geile Jobs für meinen Typ. Und es werden auch immer wieder Regisseure kommen, die sowas zu schätzen wissen und das potential sehen. Mein „maskulines auftreten“ wirft mir glaube ich deutlich mehr Steine in den Weg, als min Gewicht. Viele können sich nicht vorstellen, wie man in einer Rolle auf der Bühne sein kann und sehen nur die private Steffi. 

11) Wie sieht Dein Jahr 2019 noch aus? Und kannst Du schon eine Aussicht auf 2020 geben?

Mein Jahr 2019 bringt noch ein paar WIR Vorstellungen. Was das Jahr 2020 mit sich bringt, kann ich euch noch nicht sagen. Aber sicher ist, es wird bestimmt genauso viel Spaß bringen, wie 2019!

Wir bedanken uns bei Steffi Irmen für das tolle Interview und freuen dich im Oktober in Hamburg auf der Bühne zu sehen.

Interview mit Frank Winkels

1) Beschreibe dich in drei Worten?

Authentisch. Empathisch. Humorvoll.

2) Was hat dich an der Rolle Gewilip besonders gereizt?

Zum Einen, wieder mal einen „Bösewicht“ spielen zu dürfen. Zum Anderen eine wahre Geschichte mit historischem Hintergrund (vor dem Fuldaer Dom) zu spielen.

3) Was machst du in deiner Freizeit am liebsten(sofern du welche hast)?

Ich gehe gerne regelmäßig Laufen u. Schwimmen. Klönen mit Freunden. Netflixen

4) Wie würden dich deine Kollegen beschreiben?

Das fragt am Besten mal meine Kollegen/Innen 😉

Sollte das nun ein Kollege/in von Frank lesen, wir würden uns über eine Rückmeldung freuen 🙂

5) Wie bist du zu den „Muscial Gents“ gekommen?

Ich habe den Gründer der MGs über einen gemeinsamen Kollegen kennengelernt und wurde gefragt, ob ich dabei sein möchte. Zur „Musical Goes Swing“ Gala wurden wir dann eingeladen.

6) Welche open air Bühne in Deutschland ist dein favorite und warum?

Jede Open-Air-Bühne hat ihren Reiz.

7) „Bewirbst“ Du dich auf alles, was man dir vorschlägt, oder differenzierst Du das?

Ich suche mir selber die Stücke und Rollen aus, für die ich mich bewerbe bzw. in Frage komme. Manchmal wird man aber auch für eine Rolle/Stück angefragt.

8) Gibt es einen Song aus dem Musical welchen du besonders gerne singst und warum?

Zuletzt hat es große Freude gemacht, als Don Quixote „The Impossible Dream“ zu singen. Es ist einfach ein tolles Stück/Rolle und die Botschaft des Songs gefällt mir.

9) Was ist dein Lieblingsessen?

Asiatisch (z.B. Sushi) aber auch gerne italienisch.

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? /Kannst du schon was zu 2020 sagen?

In diesem Jahr stehen neben „Heisse Ecke“ im Tivoli Theater Hamburg noch die Wiederaufnahme des Schauspielstücks „Der Vorname“ (Theater am Puls) und zwei Konzerte (Musical Gents / First Stage Theater Hamburg + Musical Ladies / Stadthalle Balingen) an, worauf ich mich schon sehr freue. 2020 wird man sehen… 😉

Wir bedanken uns bei  Frank Winkels für seine Zeit.  Und wünschen Ihm noch ein erfolgreiches Jahr 2019.

Interview mit Benjamin Eberling

1. Beschreibe dich in drei Worten

Groß, sympatisch und positiv.

2. Was verbindet dich persönlich mit Kinky Boots?

Ich durfte Teil der Cast sein, der in HH eine wundervolle Zeit mit der Deutschland Premiere feiern durfte. Auch wenn das Stück vielleicht in manchen Augen kein großer Erfolg war, für mich war es das. Vielleicht hätte es etwas mehr Geduld, Zeit und Geld im Marketing gebraucht um es auch finanzielle zu einem Erfolg werden zulassen, aber das ist nicht meine Baustelle. Abend für Abend hatten wir Menschen im Theater die mit uns dieses herrliche Stück gefeiert haben. Ich durfte glänzen in der Rolle des Don, der ja während des Stückes vom Saulus zum Paulus wird, und am Schluss endlich die Botschaft versteht: Akzeptiere jemanden so wie er ist. Eine für mich sehr wichtige Botschaft, gerade in der heutigen Zeit, wo sehr viel mit Klischees und Vorurteilen gearbeitet und manchmal sogar provoziert wird. Ich durfte in der Zeit bei Kinky Boots, viele Menschen kennenlernen, denen genau diese Botschaft Kraft gegeben hat, sei es bei Krankheit, Problemen in der Schule, mit den Eltern, oder einfach nur die dunklen Geister des Alltages besiegen konnten, die jeder mal hat. Das hat mich schwer beeindruckt, und ist auch immer ein Grund gewesen, warum ich überhaupt Musical Darsteller geworden bin. Um Menschen glücklich zu machen und zu berühren. Deswegen wird Kinky Boots immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.

3. Du spielst bei Martin Luther King – Das Musical mit. Es ist ein Chorprojekt. Wie findest du es mit einem riesigen Chor zu singen? Hast du dir auch in diesem Zusammenhang das Pop Oratorium Martin Luther angeschaut.

Ja, ich habe mir Martin Luther angeschaut, da wusste ich aber noch nichts von MLK ( Martin Luther King – Musical ). Es hat mir sehr gut gefallen und ich liebe Chormusik, da ich selber 12 Jahre lang bei den Limburger Domsingknaben gesungen habe. Die Arbeit bei MLK mit dem Chor finde ich sehr besonders. Es ist so eine emotionale Welle, die sich während des Stückes immer wieder über uns ergießt, was mich von Anfang an sehr berührt hat, besonders im Finale. Da bekomme ich immer wieder Gänsehaut. Wie gesagt, ich war 12 Jahre lang ein Limburger Domsingknabe, und durfte auf der ganzen Welt Konzert machen mit Orchestern und Chören. Es ist eine wundervolle Erfahrung die ich nicht missen möchte, vor allem weil sie auch den Grundstein für mein jetziges Leben gelegt hat.

4. Wie bist du dazu gekommen auf der AIDA mit deinem Soloprogramm aufzutreten?

Ich habe von 2009 – 2012 als Solist im Showensemble auf verschiedenen AIDA Schiffen gearbeitet. Damals war das Entertainment Programm noch ganz anders. 4 Shows am Abend a 30 Minuten, manchmal Poolshows am Morgen und oder Abend und wenn man Lust hatte noch ein bisschen Solo in der Disco. Das war eine sehr schöne, aber harte Zeit für mich. Als Sänger konnte ich mich richtig austoben denn die Shows waren von ABBA bis Queen, über Elton John zu Motown, von Schlager- zu Filmmusik- und Musical Shows. Damals gab es auch nicht soviel Gastkünstler wie heute auf den Schiffen, aber die Zeiten ändern sich, und es werden auch immer mehr Schiffe. Ich habe einfach angefragt, ob ich nicht mal als Gastkünstler fahren könne, habe 2 Programme vorgeschlagen und wurde genommen. So bin ich nun schon 2 mal gefahren und die nächsten 4 Einsätze stehen auch schon fest. 🙂 Das schöne ist, dass ich wirklich machen kann was ich will. Meine erste Show heißt „Die 70iger“ und bringt alles auf die Bühne was der Schlager in Deutschland so zu bieten hatte in den 70igern, natürlich mit passender Frisur und Outfit. Da trifft die Biene Maja auf Dalli Dalli, oder Mirelle Mathieu auf den 7. Sinn, und sogar der Grand Prix auf Tulpen aus Amsterdam. Mein 2. Programm heißt „Mann singt deutsch“ und zeigt was für tolle Musik wir in Deutschland haben da geht es von Comedian Harmonists, über Die Prinzen bis zu Mark Forster und Revolverheld. Ein drittes ist gerade in Arbeit, was sehr privat werden wird, über meinen Weg im Musical mit vielen Bildern, Erinnerungen und natürlich Songs aus den Shows die ich bis jetzt spielen durfte. Da kommt bei 15 Jahren schon so einiges zusammen. Ich freue mich jedenfalls sehr das es geklappt hat, denn die Welt bereisen und das tun was ich liebe ist für mich die perfekte Kombination.

5. Wo siehst du dich in 10 Jahren ?

Das ist einer meiner Lieblingsfragen. In 10 Jahren möchte ich weiter so gesund und glücklich in Hamburg leben und weiterhin Musik machen und auf der Bühne stehen. Vielleicht nicht mehr in diesem Umfang wie jetzt, aber immer wieder. Wie ich die andere Zeit ausgleichen will, weiß ich noch nicht wirklich. Vielleicht mehr im Studio sprechen, mehr auf Schiffen als Solokünstler auftreten, oder in einem Casting Büro sitzen, oder sogar unterrichten. Auf jedenfall umgeben von meinen besten Freunden und meinem Partner, denn die sind meine Felsen in der Brandung.

6. Was hast du bei deiner letzten absage gemacht?

Meine letzte Absage war sehr schwierig für mich. Ich werde jetzt keine Details nennen, aber die hatte es in sich…. Ich habe eigentlich nie wirklich Probleme mit Absagen, dass gehört zum Spiel dazu. Ich versuche auf einer Audition immer mein Bestes geben. Wenn ich zufrieden war mit mir, dann ist es nicht meine Schuld, wenn ich den Job nicht bekomme. Dann hat vielleicht nicht mein Stimmfarbe 100% gepasst, oder jemand anderes passte einfach besser in das Bild des Creative Teams. Wenn ich nicht mit mir zufrieden war, dann weiß ich ja an wem es lag. 🙂 Bei der letzten Absage hingegen, war es ein bisschen anders. Trotz mehrfacher sehr guter Auditions für den Part, und am Tag immer sehr gute Feedbacks bekommen habe, wurde ich sehr privat angegriffen und meine Arbeitsweise, dass ich da dann am Telefon mal richtig laut werden musste, weil ich das als keine professionelle Umgangsform empfand. Aber das gehört leider auch zum Geschäft. Du wirst immer bewertet, Leute finden immer Ausreden warum das nicht passt oder jenes, und gerade in der heutigen Zeit von Fake News gibt es auch genügen Fake Bewertungen. Da bin ich froh, dass ich schon ein paar Jahr auf dem Buckel habe und das nach ein paar Tagen abhaken konnte. Es geht weiter, und Du weißt nie wofür es gut war.

7. Hast du ein Vorbild?

Als ich noch nicht studiert habe hatte ich einige Idole gehabt in der Szene. Aber jetzt kenne ich viele davon persönlich und weiß auch das die nur mit Wasser kochen. Mich beeindrucken viele Kollegen und Kolleginnen und ich bin sehr dankbar, dass ich in diesem Beruf arbeiten kann und darf.

8. Gibt es einen Film, den du dir besonders gut als Musical vorstellen kannst?

Oh, da gibt es viele!!!! Ich warte ja nur auf Hercules von Disney. „Der Club der Teufelinnen“ war ja leider im Tryout ein Flop, was ich schade finde, denn die Geschichte ist sogut! Falls ihr den film kennt „Connie & Carla“, der wäre bestimmt auch ein geniales Off Theater Stück. Was ich genial fände, wenn man In Deutschland endlich mal eine Musical Verfilmt was auch hier geschrieben wurde. Letterland, Zum Sterben schön, Elternabend, Villa Sonnenschein, und und und da könnte man bestimmt was draus machen. Ich muss aber auch sagen, das ich neue Stories liebe, ganz aktuell Come from away. Man muss ja nicht immer alles schon kennen.

9. Was ist dein „Ritual“ bevor es auf die Bühne geht? Und was machst Du gegen Nervosität?

Ein Ritual, was ich aber gar nicht mehr so pflege ist vor jeder Show einen Grünen Apfel zu essen. Aber wenn ich sehr nervös bin, kommt das immer wieder durch. Ich bin eigentlich nicht sehr nervös, nur kurz bevor es auf die Bühne geht, dann ist erstmal ein paar Minuten Herzklopfen angesagt. Aber es ist auch ein herrliches Gefühl, was ich sonst vermissen würde.

10. Wie sieht Dein Jahr 2019 noch aus?

2019 ist ein sehr vielseitiges Jahr für mich. Ich hatte Premiere mit Martin Luther King – Das Musical in Essen, was dann 2020 auf große Tour gehen wird, war schon 2 mal als Gastkünstler auf AIDA unterwegs und habe für das Schmidt Theater in der 70iger Schlagerrevue Karamba, eine kleine Tour gemacht. Dazu habe ich 2 TV Sendungen gemacht, zu denen ich aber erstmal noch nix genaues sagen kann. Da müsst ihr mir auf Insta und Facebook folgen, denn da werde ich dann alles genau verkünden. Dann werde ich dieses Jahr noch den Porthos spielen in 3 Musketiere am Opernhaus Magdeburg und im Dezember gehe ich nochmal als Gastkünstler auf AIDA Luna durch die Karibik. Nächstes Jahr geht es dann weiter mit den Musketieren bis Mai und Martin Luther King, und weitere spannende Projekte liegen auf dem Tisch. Es geht immer weiter und ich freue mich sehr, wenn ihr mich weiter auf meinem Weg weiterhin so toll begleitet und unterstützt. Danke.

Interview mit Elena Zvirbulis

1) Beschreibe dich bitte in drei Worte?

Kreativ, nachdenklich, sensibel

2) Was ist dein „ Ritual“ beor es auf die Bühne geht? Und was machst du gegen die Nervosität?

Ich singe mich zu Hause ein, vor einer frühen Show mache ich gerne kurz Yoga oder Sport, damit mein Körper wach ist. Im Theater quatschen wir Mädels beim Schminken meistens in der Garderobe, das hilft mir, mich darauf einzustellen, mit wem ich dann auf die Bühne gehe, denn wir haben im Schmidt´s Tivoli und im Schmidt Theater ja immer wechselnde Besetzungen. Kurz vor der Show werde ich meistens ziemlich still, und ziehe mich kurz zurück, um mich zu konzentrieren und einmal tief durchzuatmen. Wenn ich vor einer Premiere nervös bin, meditiere ich.

3) Du standest in „Fack ju Göthe – das Musical“ u.a. als Lisi Schnabelstedt und die Direktorin Gerster auf der Bühne. Wieso bist du ausgerechnet zu dieser Audition hingegangen? Als ich gehört habe, dass FJG kommt, war ich ehrlich gesagt sehr kritisch. Ich konnte mir das gar nicht als Musical vorstellen. Dann habe ich aber die Präsentation des Workshops zur Stückentwicklung gesehen, und war so geflasht von dem kreativen Konzept, von der geilen Musik und hatte richtig Bock auf das Stück. Alles war eher untypisch für´s Musical, kein großes Bühnenbild und man hört einfach, dass die Komponisten in der Pop- und Rockmusik zu Hause sind. Die CD höre ich immer noch gerne, auch nach über 200 gespielten Shows. . Für das Finale der Auditions habe ich dann sogar meinen Sommerurlaub in Griechenland unterbrochen und bin danach wieder zurückgeflogen. Etwas verrückt, aber hat sich ja zum Glück gelohnt!

4) Deine Lieblings Netflix Serie?

Jane the Virgin, Unbreakable Kimmy Schmidt, Grace and Frankie und aktuell auch Stranger Things. Dafür durfte ich in der deutschen Fassung in der 3. Staffel „Suzie“ meine Stimme leihen, daher habe ich die ganze Serie geguckt, um zu verstehen, worum es da eigentlich geht. Die beste Serie aller Zeiten bleibt für mich aber Friends!

5) Du spielst schon mehrere Jahre im Schmidts Theater in Hamburg, was fasziniert dich dort immer wieder in mehreren Stücken auf die Bühne zu stehen? Ich bin jetzt seit 2008 am Schmidt Theater/ Schmidts Tivoli. Ich kam frisch aus der Ausbildung an das Haus und habe dort wirklich viel gelernt und ausprobieren können. Ich liebe die Abwechslung und verschiedene Rollen spielen zu dürfen. Vor allem eine neue Figur zu entwickeln, ist eine tolle Chance und ich darf immer viele Ideen einbringen, z.B. für „Blondie“ in „Cindy Reller“, oder „Emily“ in der „Weihnachtsbäckerei“. Allein diese beiden Rollen liegen so weit auseinander und das fordert mich natürlich als Schauspielerin. Ich liebe unsere Familienstücke, wie „Es war einmal“ und ganz besonders den „Kleinen Störtebeker“. Und „Heiße Ecke“ spiele ich ja quasi durchgehend. Heute spiele ich meine 980. Vorstellung, das heißt bald knacke ich die 1000! Diese Sicherheit über Jahre hinweg in meiner Heimatstadt arbeiten zu können, ist für uns Schauspieler echt nicht selbstverständlich. Bei „Schmidt in Love“ und „Käthe holt die Kuh vom Eis“ stand ich mit einigen meiner besten Freunde auf der Bühne, und die Lachanfälle waren einfach vorprogrammiert. Außerdem war es mir möglich, nebenbei z.B. am Ohnsorg Theater oder in Tecklenburg zu spielen, und jetzt nach der FJG-Zeit in München wieder zurückzukommen.

6) Im letzten Jahr standest du bei der Uraufführung von der Weihnachtsbäckerei im Tivoli aus der Bühne, was verbindest du persönlich mit der Weihnachtsbäckerei? 

Das war eine lustige und schöne Erfahrung. Nach FJG, was extrem laut, explosiv, energetisch und an vielen Stellen echt krass und etwas asi war, (ich erinnere mich an die Hartzerin mit Fluppe im Mund und der Kacki an der Hand, die ich gespielt habe 😊)- nicht falsch verstehen, es hat mega Spaß gemacht, es war nur ein kleiner Kulturschock, auf einmal wieder in so eine heile Welt einzutauchen, als kleines behütetes Mädchen, die noch fest an den Weihnachtsmann glaubt. Die Weihnachtsbäckerei ist ein absolutes Ensemblestück. Das Team ist in der Zeit zu einer kleinen Familie zusammengewachsen, und bei der letzten Vorstellung sind einige Tränen geflossen, weil wir uns voneinander verabschieden mussten. Die Musik von Rolf Zuckowski kenne ich natürlich seit meiner Kindheit, und es war für mich unglaublich, mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen.

7) Auf welcher Bühne würdest du gerne einmal spielen? 

Ich würde sehr gerne mal im Schmidtchen spielen. Da stand ich neulich bei der schreib.maschine zum ersten Mal auf der Bühne, und ich finde diesen kleinen Raum einfach super gemütlich. Ich würde aber auch gerne mal in einem richtig großen Haus spielen, wie z.B. in der Neuen Flora oder im Theater an der Elbe.

8) Was hast du bei deiner letzten Absage gemacht?

Hm, ich kann mich gerade nicht erinnern. Inzwischen finde ich Absagen nicht mehr so tragisch wie früher. Da habe ich es eher persönlich genommen und war traurig oder enttäuscht. Ich bin mittlerweile meistens eher erleichtert, wenn ich Bescheid weiß, weil ich dann Klarheit habe, wie es weitergeht. Und ich vertraue darauf, dass alles so kommt, wie es soll.

9) Wenn du die Wahl hättest eine Fernsehserie machen zu dürfen, welche wäre dieses und warum?

Tatortreiniger!!! Leider wird die Serie ja nicht mehr gedreht… aber ein Mal mit Bjarne Mädel zu arbeiten, wäre der Hammer.

10) Wird man dich 2020 auch woanders sehen als in Hamburg? Ich werde Anfang 2020 auf jeden Fall wieder in„Cindy Reller“ im Schmidt Theater spielen und im Herbst sind wir auf Tournee mit „Käthe holt die Kuh vom Eis“. Dazwischen ist alles noch nicht spruchreif.

11) Wie würden dich deine Kollegen beschreiben?

11) Dafür habe ich jetzt einfach mal ein paar meiner engsten Kollegen gefragt. Die Antworten, die am häufigsten kamen waren: lustig, kreativ, liebenswert, empathisch, einfühlsam, zuverlässig, aufmerksam und professionell sowie bekloppt, plemplem, craaaaazy und 8-8-8. Ich bringe die Kollegen gerne auch hinter der Bühne zum Lachen und ich hab immer Hustenbonbons dabei! Franzi sagt: „Geniale Mischung aus konzentriertem Handwerk und komplettem Wahnsinn.“ Das gefällt mir. 😊 Danke an alle für die lieben Worte! Es wundert mich nur, dass niemand erwähnt hat, dass ich sehr gut gestretcht bin, zumindest mein rechtes Bein.

12) Wie geht für dich das Jahr 2019 weiter?

Erstmal spiele ich weiter „Heiße Ecke“ und am 30.11. ist dann die Wiederaufnahme von der „Weihnachtsbäckerei“ Außerdem unterrichte ich nebenbei Steptanz und gebe Workshops und Schauspielkurse für Kinder. Tagsüber bin ich ab und zu im Synchronstudio. Alle News poste ich immer auf meiner Facebook Seite, also schaut gerne mal vorbei!

Interview mit  Milica Jovanović

1) Beschreibe dich mit drei Worten? 

Spirituell, ernst, anpackend 

2) Du ernährst Dich vegan, Du ersuchst im Kleinen etwas für den Umweltschutz zu tun, kämpfst gg. Kunststoff in den Meeren. Was motiviert und bewegt dich dazu und wann hat dieses Umdenken begonnen?

Ich habe mich schon als kleines Kind sehr für die Umwelt und den Tierschutz interessiert. Schon damals hab ich nicht gern Fleisch gegessen. Je mehr ich mich über die Jahre weitergebildet habe, desto stärker wurde in mir der Wunsch, mich aktiv für unsere Welt einzusetzen. Letztes Jahr hatte ich quasi die „Erleuchtung“, als vor mir auf einer Reise eine Influencerin saß und ich darüber nachdachte, wie toll es wäre, wenn diese Frau, statt über Mode und Schmuck zu bloggen, auf (in meinen Augen) wichtigere Themen aufmerksam machen würde. Daraufhin beschloss ich, es einfach selber zu machen. Leider habe ich mit solch einem Content und meinem Bekanntheitsgrad nicht die Reichweite von Instagramstars, aber es folgen mir immerhin einige Menschen. Ich bekomme regelmäßig Nachrichten, dass sie sich durch meine Ideen, Vorschläge und Posts inspiriert fühlen. Das bestärkt mich, weiterzumachen. Diesen Sommer hatte ich durch meine eigene Hochzeit, einige Projekte und vielen Proben keine Zeit, große Müllsammelaktionen oder Saatkugelrolltreffen zu planen, aber wenn mein Mann und ich spazieren oder laufen gehen, sammeln wir auf, was wir an Müll finden.  Ich versuche generell in meinem Alltag, die nachhaltigste Möglichkeit zu wählen.  Die Motivation, vegan zu leben, wird mit jedem Tag stärker. Es ist einfach gesagt, die beste Möglichkeit, am umweltfreundlichsten zu leben, da man weniger Wasser verbraucht, weniger CO2, Methangas und Co. ausgestoßen wird, weniger Land gebraucht wird, keine Gülle entsteht, die für hohe Nitratbelastung in unseren Böden verantwortlich ist. Das sind nur die Umweltfaktoren. Auch moralisch kann ich es nicht vertreten, dass ich Menschen bezahle, die für mich und meinen Konsum Tiere töten. Für die Massentierhaltung wird 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der Sojaernte als Futter herangeschafft, welches insbesondere an Entwicklungsländer gehen könnte, wo tagtäglich ca. 37.000 Menschen verhungern. Durch vegane Ernährung könnte die Menschheit es schaffen, den Welthunger zu reduzieren oder sogar zu besiegen. (Quelle: veganworld.de)  Und klar, ich liebe Tiere und deswegen kann ich sie oder deren Produkte nicht essen.  Sie sind Erdlinge, wie wir.  Jede*r, der*die etwas ändern möchte, braucht ein starkes „WARUM (will ich das machen)?“

3) Wenn Du dir selbst die Rolle wählen könntest, welche würdest Du wählen und warum?

Ich würde gern die Clara in „The Light in the Piazza“ spielen, weil ich die Geschichte der jungen Frau spannend finde und ich bei diesen Melodien aus Glückseligkeit weinen muss. 

4) Wie fanden es deine Eltern, dass Du diesen Beruf gewählt hast? 

Meine Eltern haben mich immer unterstützt und dafür bin ich sehr dankbar. Sie sagen, so lange ich mit diesem Beruf glücklich bin, soll ich ihn machen. Sonst würden sich die Entbehrungen auch in meinen Augen nicht lohnen. Ich bin viel unterwegs, muss teilweise nachts reisen, um pünktlich um 10h auf der Probebühne zu stehen, kann meine Familie nicht oft sehen und bin teilweise einfach angespannt, weil ich eine Premiere vor mir habe. Das ist nicht leicht und sollte man wirklich nur machen, wenn der Job einem Spaß bringt. Wenn das irgendwann nicht mehr so sein sollte, gründe ich ein Zerowaste-rein pflanzliches und positives Café.

5) Was war bisher deine emotionalste/schwierigste Szene zu spielen und warum?

Ich denke, es waren die letzten zwanzig Minuten von „Schikaneder“. Diese emotionale Achterbahnfahrt hat mich jedes Mal fertig gemacht. Aber das lag auch sicher an meiner persönlichen Situation, da ich damals eine schmerzhafte Trennung hinter mir hatte.

6) Lebensmotto?

Ich stehe auf, wenn ich hinfalle. Ich lasse den Schmerz und die Trauer zu und dann schau ich nach vorn. Ich denke, es ist wichtig, Gefühle zu verdauen und nicht wegzudrängen. Es kann so leicht sein, sich abzulenken, mit sozialen Medien, Serien. Aber Gefühle auszuhalten, besonders die Unbequemen, lassen mich als einen „ganzen“ Menschen fühlen, von schwarz bis weiß, rot bis blau.

7) Auf welcher Bühne möchtest du einmal stehen und mit welchem Stück?

Wenn ich groß träume, dann als Eleonore in der Broadway- Premiere von „Schikaneder“. Bald in Dortmund in „Jekyll & Hyde“ zu spielen, so nah an meiner Heimat Recklinghausen, macht mich sehr glücklich. Endlich kann meine Familie leicht und schnell zu mir kommen und auch einige Schulfreund*innen haben sich angekündigt und Freund*innen aus meinem Orchester, in dem ich früher Geige gespielt habe. Das macht mich froh.

8) Wann läuten bei Dominik und Dir die Hochzeitsglocken?

Am 1. August haben wir standesamtlich im Tecklenburger Wasserschloss Haus Marck geheiratet. Unsere Familien, engen Freund*innen und das liebste Ensemble der Welt haben mit uns gefeiert und uns mit so vielen Überraschungen beschenkt.

9) Was für Musik hörst Du Privat?

Ich höre selten Musik, da sich meine Ohren nach viel Ruhe sehnen. Wenn, dann mag ich zur Zeit Bossa Nova Jazz. „Muse“ geht immer. Im Moment stehe ich auf Podcasts und die höre ich viel, gerne Folgen über Umweltthemen, Politik, Feminismus und Spiritualität.

10) Wäre die Politik was für dich?

Du hast das so wunderbar für die Europa-Wahl gemacht. Das ist lieb, danke. Ich interessiere mich sehr für die Politik, spüre aber noch nicht den Drang, einer Partei beizutreten. Vielleicht später einmal, wenn ich auch länger an einem Ort bin. Ich versuche, in meinem Umkreis für wichtige Themen zu sensibilisieren und meinen Einkaufszettel als täglichen Wahlzettel zu sehen. Ich denke, dass jede*r Konsument*in eine große Macht hat, die man weise einsetzen sollte.

11) Was wärst Du heute, wenn du nicht Musicaldarstellerin wärst?

Ärztin, vegane Köchin und/oder Ernährungsberaterin.

12) Wie motivierst du dich an „schlechten Tagen“ dennoch das Beste zu geben?

Ich habe selber eine sehr große Erwartung an meine Leistung, die mich antreibt, mich vor jeder Vorstellung bestmöglich vorzubereiten. Und ich nutze kleine Hilfsmittel wie ätherische Öle und angeleitete Meditationen und bin eine begeisterte Anhängerin von Ritualen. Außerdem denke ich an das Publikum, das viel Geld gezahlt hat für die Eintrittskarte, vielleicht sogar eine lange Reise hinter sich hat und für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen und genießen, fühlen möchte.

13) Du spielst diesen Sommer gleich 2 Stücke. Wie lernst du die Texte?

Ich wiederhole und wiederhole und wiederhole meine Zeilen, bis ich die Texte kann. Ich bin aber auch ein Nerd, der selbst im Spielbetrieb vor jeder Vorstellung den Text durchgeht.

14) Mit wem von deinen Kollegen/innen würdest Du gerne mal auf der Bühne stehen?

Ich bin immer dankbar, wenn ich mit Freunden und Freundinnen auf der Bühne sein darf. Und nachdem Tecklenburg langsam dem Ende zugeht, hoffe ich auf eine baldige erneute Zusammenarbeit mit Dominik.

15) Wann kommt eine eigene CD von dir?

Das weiß ich noch nicht. Irgendwann hoffe ich, nehme ich mir die Zeit und Muße dafür. Aber ich wüsste schon, mit wem ich die Liebesduette einsingen würde.

Wir bedanken uns bei Milica für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr noch einen tollen Sommer in Tecklenburg.

 Interview mit Tina Podstawa 

  1.  Beschreibe dich in drei Wörtern

Kreativ,ehrgeizig,organisiert

2.   Was ist dein Lebensmotto

Do it from the heart,or not at all (Tu es mit ganzem Herzen oder gar nicht)

3.  Was fandest du bei „Luther“ am Besten?

In der ausverkauften Olympiahalle in München vor 10.000 Leuten zu spielen,das war schon was ganz Besonderes.Normalerweise spielt man in den großen Musical-Häusern maximal vor ca.2000 Zuschauern,aber das war nochmal eine ganz andere Größenordnung. Außerdem war meine Position als Swing und Dance Captain bei diesem Projekt eine Herausforderung,da ich auch für die Einstudierung der Kinderdarsteller vor Ort und für die Choreos des Chors(oft mehrere tausend ChorsängerInnen) verantwortlich war,und ich liebe Herausforderungen;)Zu sehen,wie alles zusammenkommt und funktioniert,war ein Wahnsinns-Gefühl, mit so vielen Menschen gemeinsam zu singen,begleitet von Band und Orchester,das gibt es in dieser Form nur noch selten. Dass in unser Cast sehr viele erfahrene DarstellerInnen waren,die fast alle irgendwo schon einmal zusammengearbeitet hatten,war auch sehr schön,das machte die Zusammenarbeit nochmal runder.

4. Sehr gute Freundschaften im Musical Business möglich oder nicht?

Auf jeden Fall möglich,wobei man sich natürlich nicht so regelmäßig sieht,wenn jeder in einer anderen Stadt arbeitet oder man seine Home-Base in verschiedenen Städten hat. Über soziale Netzwerke bleibt man heutzutage aber auch einfacher auf dem Laufenden,das ist in unserem Job schon praktisch.

5. Was machst du,um über eine schlechte Phase hinwegzukommen?

Ich versuche mir ins Gedächtnis zu rufen,was ich schon alles geschafft habe,und was ich alles habe,wofür ich dankbar sein kann. Yoga hilft mir immer, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich zu erden.

6.  Was machst du lieber?Yoga unterrichten oder auf der Bühne stehen?

Im Moment noch auf der Bühne stehen.Meine zweite Leidenschaft ist aber definitiv das Unterrichten,ich habe schon als Jugendliche gerne kleinere Kinder im Bereich Tanz unterrichtet,und besonders beim Kinderyoga kann ich auch viele Elemente aus dem Bereich Tanz und Schauspiel einfließen lassen,da darf man schon kreativ sein.Wenn ich nach einer Yogastunde in lauter entspannte und strahlende Gesichter schaue,dann macht mich das auch glücklich,ein bisschen zu vergleichen ist das schon mit dem Gefühl,beim Applaus in die Gesichter des Publikums zu schauen.

7.  Gibt es einen Song aus einem Musical,welchen du besonders gerne singst?

Ach,da gibt es schon viele,aber „Science Fiction“ aus „The Rocky Horror Show“ ist wirklich einer meiner absoluten Lieblings-Musical-Songs,weil man so toll mit dem Text (und auch mit dem Publikum)spielen kann,und ich bin dankbar,dass ich diese Rolle letztes Jahr endlich spielen durfte,denn das ist wirklich mein Herzens-Stück.

8.  Hattest du schonmal einen Blackout auf der Bühne,oder hast dich versungen?

Natürlich!Ich glaube,das passiert jedem mindestens einmal im Laufe der Spielzeit eines Stückes.Entweder,wenn du das Stück zu oft spielst,und du dich dann auf einmal wieder fragst,was da jetzt textlich kommt,worüber Du Dir sonst eigentlich gar keine Gedanken machst,weil es einfach „drin“ ist.Oder aber,wenn Du das Stück nach langer Zeit wieder spielst,und es da immer diese eine Stelle gibt,die in Gefahr gerät,vergessen zu werden.Lieder mit ganz vielen Strophen zum Beispiel…

9.Wenn du selbst die Rolle wählen könntest,welche würdest du wählen,und warum?

Ich bin sehr dankbar,dass ich in den letzten 20 Jahren bereits viele tolle Rollen und Stücke spielen durfte,aber ein paar Rollen und Stücke stehen da noch auf meiner Liste.Ich habe zum Beispiel noch nie ein Sondheim-Stück gespielt,also die Hexe oder Bäckersfrau in „Into The Woods“ würde mich schon sehr reizen.MorticiaAddams in „TheAddams Family“ wäre auch eine tolle Rolle für mich(hat auch ein bisschen was „Magenta“-artiges;) und natürlich Norma Desmond in „Sunset Boulevard“ (da muss ich aber noch ein paar Jährchen warten).Spannend fände ich es auch in „Kiss Me Kate“ die Kate zu spielen,weil ich als junge Darstellerin ja bereits die Bianca gespielt habe,also quasi das gleiche Stück in einer anderen Rolle.Aber da gibt es noch so Einiges…

10. Bist du bei dem neuen Chorprojekt „Bethlehem“ von Dieter Falk und Michael Kunze dabei?

Aktuell habe ich noch keineAudition-Ausschreibung gesehen oder bekommen,aber wenn es soweit ist,und etwas für mich dabei sein sollte,werde ich mit Sicherheit zum Vorsingen gehen.

11.  Wie sieht dein Jahr 2019 noch aus?

Ab dem 14.Oktober werde ich die Rolle der Schwester Margaretha in „Sister Soul und ihre Schwestern“ an der Komödie im Marquardt in Stuttgart übernehmen,darüber freue ich mich sehr,weil ich dort so einige ehemalige Kolleginnen wiedertreffen werde,mit denen ich unheimlich gerne zusammengearbeitet habe. Außerdem gibt es für unser Chanson-Programm „Für eine Nacht voller Seligkeit“ für September schon ein paar neue Termine im Ruhrgebiet ,in dem ich zusammen mit meinem Mann Stefan Stara deutsche Chansons der 20er und 30er -Jahre präsentiere,und wir arbeiten gerade daran,dass es noch ein paar mehr Termine werden. Ansonsten darf da dieses Jahr aber gerne noch etwas kommen,leider ist es manchmal nicht so einfach,wenn sich zwei Jobs überschneiden,scheitert es oft nur an ein paar Terminen!

Ich bedanke mich für eure Fragen,und hoffe,dass wir uns bald in irgendeinem Theater sehen:)

Wir bedanken uns bei Tina Podstawa für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr weiterhin viel Erfolg.

10 Fragen an Stefan Leonard

1)Wie würdest Du dich in drei Worten beschreiben?

Sensibel, Kreativ, Zielorientiert

2) Was fasziniert dich als Regisseur zu arbeiten?

Die Verantwortung in der eigenen Hand zu haben und nach eigenem Geschmack zu kreieren.

3) Was ist es für ein Gefühl, wenn das Stück wo Du Regie führst („Herbstgold) im Altonaer Theater aufgeführt wird?

Das Gefühl mit unserer Produktion für den Monika Bleibtreu Preis nominiert zu sein ist unglaublich und schön. Wir freuen uns riesig.

4) Du bist in der Hausproduktion „ Heiße Ecke“ im Schmidts Tivoli zu sehen, was fasziniert dich nach den Jahren immer noch dort zu mit zu wirken? 

Wenn das Publikum begeistert ist, von dem was wir leisten, weiß ich immer noch, warum ich es tue.

5) Was ist dein größter Traum?

Beruflich: eine größere Rolle in einem Kinofilm. Privat: eine große Amerikareise zu machen

6) Auf welche Bühne würdest Du gerne mal stehen und mit welchem Stück?

Im Thalia Theater in Macbeth

7) Du spieltest bis vor kurzem noch im Ohnsorg Theater in Hamburg. Was bewegt dich immer wieder auch ein Plattdeutsches Stück zu spielen?

Ich werde immer wieder gefragt😂Es ist spannend in einer anderen Sprache zu spielen und bedeutet eine wesentlichere Konzentration als im Hochdeutschen.

8) Was machst Du in deiner Freizeit?

Wenn ich mal Zeit habe, liebe ich es zu reisen, Schaufenster bummeln oder Kino

9) Welchen Beruf hättest Du gemacht, wenn es nicht mit deinem jetzigen Job geklappt hätte?

Grosshandelskaufmann

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Darfst/Kannst du schon was verraten?

Ich werde ab Oktober in dem Stück VENEDIG IM SCHNEE im kleinen Hoftheater spielen und gehe danach auf Tournee mit dem Ohnsorg Theater und Heidi Mahler EIN MANN MIT CHARAKTER. Natürlich spiele ich auch weiterhin HEISSE ECKE

Wir danken Stefan für seine Zeit und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg. Und drücken Ihm und dem ganzen Ensemble von „Herbstgold“ die Daumen für den 19.06.2019

  Auf Facebook könnt Ihr noch mehr von Ihm erfahren. https://www.facebook.com/stefanleonardschauspieler/