Interview

Interview mit Roberta Valentini

1)Beschreibe dich bitte mit 3 Worten
Lustig, liebend, tollpatschig
2) Was ist das Besondere an der (zweifachen) Zusammenarbeit mit Riccardo?
Dass ich nicht nur mit einem Kollegen sondern auch mit einem Freund wieder auf der Bühne stehen darf. Ich kann bei ihm einfach ich selbst sein und  mich fallen lassen.
3) Was war dein Lieblingsfach in der Schule?
Ganz klar…Musik
4) Was ist dein Lieblingssong auf Ghost? Und was verbindest du damit?
„Immer folgt ein neuer Tag.“
Weil es auch in der Realität so ist. Egal was passiert…, mache dir  keine Sorgen, morgen ist ein neuer Tag.
5) Gibt es eine Rolle die du auf keinen Fall mehr spielen möchtest?
Puhhhhh…es gibt eine Rolle, die ich nicht mehr 8mal die Woche  spielen möchte…das verrate ich aber nicht.
6) Was magst du total gern an dir selbst?
Ich akzeptiere mich so, wie ich bin.
7) Was würdest du deinem 18-jährigen Ich heute sagen?
Sei nicht so naiv 😂
8) Wie stehst du zu „Friday for Future“? Und warst du selbst auf einer  Demo mit dabei?
Ich war noch nicht auf einer Demo. Finde ich prinzipiell gut, um auf  ein Problem aufmerksam zu machen.
9) Welche Musik hörst du gerade privat?
Christliche Musik, wie z.B. Hillsong oder Bethel
10) Gibt es eine Roberta 2020 auf einer Open Air Bühne im Sommer?
Ja, darf ich aber noch nicht verraten.
11) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und worauf dürfen sich deine Fans 2020 freuen?
Das restliche Jahr bin ich bei Ghost in Stuttgart, Otello in Bielefeld  und bei dem ein oder anderen Weihnachtskonzert mit Christian Alexander Müller und Mark Seibert. Im nächsten Jahr bin ich auf Tour mit „The greatest Show“ und dann stehen noch einige neue Projekte auf dem Plan, auf die ich mich schon 
so sehr freue. Neue Sachen und tolle Konzerte. Wuhuuuuuuuuuuuu

Ich bedanke mich bei Roberta für Ihre Zeit. Und wünsche Ihr noch viel Spaß in Stuttgart.

Interview mit Stefan Tolnai

1) Beschreibe Dich mit drei Worten!

Offen, ehrlich, zielstrebig

2) Wo ist Dein Lebensmittelpunkt zurzeit?

Zurzeit pendle ich zwischen Hamburg und Heidenheim.

3) Du warst im First Cast von Aladdin, wie war Deine Zeit dort?

Die Zeit von den Proben bis zur Premiere war etwas ganz besonders. Auf und Abs gab es auch, aber es war eine tolle Zeit. Das Stück wurde in der wunderbarsten Stadt der Welt zum ersten Mal aufgeführt. Ich durfte die CD aufnehmen und spielte die Europapremiere als Babkak. Es haben sich auch Freundschaften gebildet, zum Beispiel mit Philipp Hägeli.

Also sagst Du, es können Freundschaften in euer Branche entstehen?

Ja, Freundschaften können passieren und bleiben 🙂

4) Du hast zuletzt bei Elisabeth in Wien gespielt. Beschreibe dieses Erlebnis bitte in fünf Worten.

Große Ehre dabei gewesen zu sein, Einzigartige Erfahrung, Tolles Team/Tolle Kollegen/innen, Spaß pur, einmalige Atmosphäre.

5) Du bist Darsteller, Vorstandsmitglied bei musical sehnsucht e.V. und Geschäftsführer/Inhaber. Hast Du da noch Zeit für Freizeit und ein Privatleben?

Es ist tatsächlich schwierig. Ich bin bei musical sehnsucht e.V. ehrenamtlich und diese Aufgabe füllt mich sehr gut aus. Als Darsteller bin ich freiberuflich unterwegs und noch Event- und Künstlermanager. Ich muss die Zeit schon bewusster einteilen. Und mir die Auszeiten auch nehmen.

6) Du bist Geschäftsführer/Inhaber von der Event-und Künstleragentur Er&Ich Entertainment. Hörst Du als Darsteller auf?

Nein, Nein. *Lach* Ich werde teilweise mehr hinter der Bühne aktiv sein. So zu sagen im Eventbereich und im Management Bereich. Dazu gibt es immer Neuigkeiten auf meiner Instagram-Seite. Es wird verschiede Projekte geben. Ich bleibe aber der Bühne erhalten.

7) Wieso hast du die Musical Gents „New Generation“ gegründet?

Ich habe das Konzept überarbeitet. Es gibt eine neue Besetzung. Die jetzt dabei sind, sind zwar die Stammbesetzung, aber das wechselt, da nicht jeder immer kann. Als wir zum Beispiel auf der MS Europa waren, da war auch eine andere Besetzung an Bord. Flexibel ist da das beste Stichwort. Wir alle haben verschiede Charaktere, was das Publikum auch sehen soll.

8) Mit Thomas Hohler, Enrico de Piere, Frank Winkels und Philipp Hägeli hast Du Dir vier Kollegen ins Boot geholt. Wie bist Du gerade auf diese vier gekommen? Und wir war deren Reaktion?

Thomas kenne ich aus Tecklenburg. Ihn habe ich bei der Gala Musical meets Pop getroffen. Und wir waren uns einig, dass wir zusammen mal was machen wollen.

Enrico kenne ich schon, seitdem ich 16 bin. Er war mein erster Gesangslehrer in Stuttgart als er bei „3 Musketiere“ war. Wir haben uns dann bei Aladdin 2015 wiedergesehen. Uns verbindet schon eine sehr lange Zeit.

Frank kenne ich über Kasper Holmboe (von 2Entertain Germany GmbH). Kasper spinnt mit mir (Stefan) die Fäden im Hintergrund bei Musical Gents. Als ich Frank getroffen habe, waren wir sofort auf einer Wellenlänge. Und wir beide haben den selben Quatsch im Kopf. (Positiv gemeint)

Die musikalische Leitung übernimmt Giorgio Radoja, kenne ich auch von Aladdin. Er war dort unser Proben-Pianist und spielte im Orchester. Alle haben sofort zugestimmt, als ich sie gefragt hatte.

9) Euer erstes Konzert findet am 02.11.19 im First Stage Theater in Hamburg statt. Wieso gerade dort?

Wir wollen es in Hamburg starten lassen. Das First Stage Theater ist die beste Adresse hierfür. Es passen zirka 300 Menschen ins Theater, ist also schön klein. Und wir wollen, dass es eine exklusive Premiere wird. Sprich „familiär“. Der Abend steht unter dem Motto: „ Ein Abend unter Freunden“

Eine Zwischenfrage: Wird es weitere Konzerte von euch geben?

Ja es wird Konzerte 2020 und 2021 geben. Wo? Wird noch nicht verraten. Weitere Infos werden wir dann auf unserer Facebook und Instagram Seite veröffentlichen.

10) Euer „Warm Up (Erster Auftritt)“ war in Tecklenburg bei der Abschlussgala Musical goes Swing. Das Publikum war sehr begeistert von Euch. Werdet Ihr auch in diese Musikrichtung weitermachen?

Wir hatten Spaß. Warum sollte man dann nicht diese Richtung beibehalten? Es werden aber Ausflüge in andere Musikrichtungen geben, zum Beispiel Pop. Es soll authentisch sein. Deshalb haben wir Euch auch auf unserem Instagram Account gezeigt, dass wir hinter den Kulissen viel Spaß hatten Diesen Eindruck habt ihr auch vermittelt.

11) Warum sollte man zu Eurem Konzert am 02.11.19 in Hamburg kommen?

Man sollte kommen, um charmante junge Kerle mit Witz zu sehen und was Tolles zu erleben. Alle haben verschiedene Charaktere und sind sehr authentisch. Tolle Stimmen. Und, um einen tollen Abend unter Freunden zu erleben.

12) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Und kannst Du schon etwas zu 2020 sagen?

2019 ist bis Dezember komplett verplant. Fünf oder sechs Projekte stehen noch an. Bei meinem Verein, ein Workshop mit Jugendlichen. Musical Dinner mit Anja Wenzel steht noch auf dem Plan. Ich werde hinter der Bühne noch aktiv sein. Und Musical Gents. Dann hoffe ich auf Urlaub. Auch wenn ich nach Aladdin eine Verschnaufpause hatte, war 2019 doch sehr erfolgreich und ereignisreich. Aber ich bin ein Networking Typ und liebe es, neue Menschen kennen zu lernen. 2020 wird auf jeden Fall interessant werden.

Vielen Dank Stefan für das tolle Interview und für deine Zeit.  Jetzt ist die Vorfreude auf den 2.11.19 noch größer 🙂

Interview mit Franziska Kuropka

1) Beschreibe dich mit drei Worten:

Laut,witzig,Laut

2) Haben deine Eltern dich schon einmal in der Heißen Ecke gesehen und was denken Sie?

Ja haben Sie. Meine Mutter ist selbst am Theater als Souffleuse (allerdings ernstes Sprechtheater). Sie meint immer: Auch für die leichte Muse gibt es ein Publikum. Sie mag es auch mal zotig.

3) Du bist die meiste Zeit in Hamburg, vermisst man da nicht auch mal andere Bühnen?

Ja das stimmt. Mein Wunsch wäre, wenn dann mehr in Berlin zu spielen. Nicht nur weil ich aus Berlin komme sondern auch mein Freund dort wohnt. Ich habe in der Berlin u.a. schon „ Ein Titel ohne Show“ gespielt, was ich aber auch schon in Hamburg gespielt habe.

4) Wie stehst du zu dem Thema „Homo Ehe“?

Es kann nur gut sein. Wenn man solange dafür kämpft, will man es auch wirklich. Love is Love. Alles darf heiraten was bei Sinnen „ja“ sagen kann. Warum nicht? Sogar eine Kuh, wenn diese nicht weggeht und „ja“ muht.*grins*

5) Welche Entwicklung würdest Du dir für den dt. Musicalmarkt wünschen?

Ich finde es nicht so spannend, wenn Musicals „nur ernst“ oder „nur albern“ sind. Ich mag die Amerikaner sehr, die schaffen diese Mitte fürs Musical. Und genau sowas wünsche ich mir für den Deutschen Markt. In „Wir – Eine Familie ist was man darauf macht“ haben Lukas und ich das versuchst umzusetzen.

6) Wie fandest Du es bei Herbstgold mal nicht zu singen?

Es war (ent-)spannend, nicht zu singen. Die Rolle war eine Herausforderung, weil meine Figur das Meiste außerhalb der Szenen passierte, und es für den Zuschauer trotzdem nachvollziehbar sein muss.

7) Du spielst in der Heißen Ecke eine Prostituierte, Wie gehst du persönlich mit diesem Thema um?

Prostitution hat ja mehrere Seiten. Meine Rolle in der Heißen Ecke ist freiwillig eine Prostituierte. Und wird dazu nicht gezwungen. Sie hat auch kein Problem damit.

 8) Wie fühlt es sich an wieder für den dt. Musicalpreis nominiert zu sein?

Es ist das erste Mal, dass ich alleine nominiert bin. Mich freut es aber viel mehr, dass Lukas Nimscheck für „Beste Regie“ nominiert ist. Ich persönlich glaube nicht, dass ich ein zweites Mal gewinne. (Nach 2018) Eine Rede werde ich auch dieses Jahr nicht vorbereiten, das hat letztes Mal gut geklappt. 

9) Wie sieht dein Jahr 2019 weiterhin aus und kannst Du schon was zu 2020 sagen?

2019? Heiße Ecke noch im November und ein, zwei Konzerte mit verschiedenen Bands. Und dann habe ich den ganzen Dezember frei, da ich die erste Hälfte des Jahres schon fleißig war. 2020?Da schwebt noch einiges rum, aber da bin ich auch gespannt 😉

Interview mit Steffi Irmen

1) Beschreibe dich mit drei Worten!

lustig, ehrgeizig, hilfsbereit

2) Wie bist Du an die Rolle von „Wir- Eine Familie ist, was man darauf macht“ gekommen?

Ich habe mich zufällig kurz vorher initiativ beworben. Daraufhin kam eine Absage, dass sie keine freien Stellen haben. 1-2 Monate später, haben sie sich bei mir gemeldet und gefragt, ob ich zur Audition kommen möchte

3) Wirst Du weiterhin im Schmidts Theat.er zu sehen sein?

WIR wird noch eine Weile spielen! Also Ja. Ob noch etwas dazu kommt, wird sich zeigen. Ich würde mich jedenfalls sehr freuen!

4) Wie bereitest Du dich auf deine Rolle vor?

Ehrlich gesagt bereite ich mich nicht wirklich viel vor. Der erste Akt läuft quasi von alleine. Beim zweiten Akt passiert etwas krasses, was für mich sehr sehr fremd ist. Da habe ich das Glück, dass ich einfach genau das empfinden kann, was verlangt wird, weil es so gut geschrieben ist. (ich will nicht Spoilern was passiert haha)

5) Was ist deine lieblings einsingübung?

puhhhh – die müsste ich vormachen bzw singen 😀

6) In welcher Stadt würdest Du gerne einmal spielen?

Ich würde gerne mal in Linz spielen. Man hört so viel gutes. 

7) Wie findet man eigentlich eine Wohnung für Produktionen, die nur ein paar Wochen gehen?

Aaaaaaalso! Entweder das übliche man kennt jemanden, der jemanden kennt usw. Oder man sucht sich ein WG Zimmer, oder eine eigene Wohnung. Ich hatte diese Situation erst einmal und da wurde es eine airbnb Wohnung.

8) Vermisst du Kinky Boots?

Da regt mich ja schon die Frage auf!!! 😀

9) Was gibst Du Menschen mit auf dem Weg, die genauso wie Du etwas mehr Gewicht haben. Und die immer deshalb mit Vorurteilen zu kämpfen hab?

Just be, who you wanna be. Never let ´em tell you who you ought to be!

10) Hast Du schlechte Erfahrungen in deinem Beruf gemacht wegen deinem Gewicht?

Schwierige Frage. Es kam bis jetzt erst ein einziges Mal vor, dass ein Regisseur bzw Darsteller auf mich zu kam und meinte ich solle ca 40kg abnehmen. Ich dachte kurz drüber nach. Kam aber dann sehr schnell auf den Schluss, dass ich dann nicht mehr ich wäre. Und ich finde, es gibt genug geile Jobs für meinen Typ. Und es werden auch immer wieder Regisseure kommen, die sowas zu schätzen wissen und das potential sehen. Mein „maskulines auftreten“ wirft mir glaube ich deutlich mehr Steine in den Weg, als min Gewicht. Viele können sich nicht vorstellen, wie man in einer Rolle auf der Bühne sein kann und sehen nur die private Steffi. 

11) Wie sieht Dein Jahr 2019 noch aus? Und kannst Du schon eine Aussicht auf 2020 geben?

Mein Jahr 2019 bringt noch ein paar WIR Vorstellungen. Was das Jahr 2020 mit sich bringt, kann ich euch noch nicht sagen. Aber sicher ist, es wird bestimmt genauso viel Spaß bringen, wie 2019!

Wir bedanken uns bei Steffi Irmen für das tolle Interview und freuen dich im Oktober in Hamburg auf der Bühne zu sehen.

Interview mit Frank Winkels

1) Beschreibe dich in drei Worten?

Authentisch. Empathisch. Humorvoll.

2) Was hat dich an der Rolle Gewilip besonders gereizt?

Zum Einen, wieder mal einen „Bösewicht“ spielen zu dürfen. Zum Anderen eine wahre Geschichte mit historischem Hintergrund (vor dem Fuldaer Dom) zu spielen.

3) Was machst du in deiner Freizeit am liebsten(sofern du welche hast)?

Ich gehe gerne regelmäßig Laufen u. Schwimmen. Klönen mit Freunden. Netflixen

4) Wie würden dich deine Kollegen beschreiben?

Das fragt am Besten mal meine Kollegen/Innen 😉

Sollte das nun ein Kollege/in von Frank lesen, wir würden uns über eine Rückmeldung freuen 🙂

5) Wie bist du zu den „Muscial Gents“ gekommen?

Ich habe den Gründer der MGs über einen gemeinsamen Kollegen kennengelernt und wurde gefragt, ob ich dabei sein möchte. Zur „Musical Goes Swing“ Gala wurden wir dann eingeladen.

6) Welche open air Bühne in Deutschland ist dein favorite und warum?

Jede Open-Air-Bühne hat ihren Reiz.

7) „Bewirbst“ Du dich auf alles, was man dir vorschlägt, oder differenzierst Du das?

Ich suche mir selber die Stücke und Rollen aus, für die ich mich bewerbe bzw. in Frage komme. Manchmal wird man aber auch für eine Rolle/Stück angefragt.

8) Gibt es einen Song aus dem Musical welchen du besonders gerne singst und warum?

Zuletzt hat es große Freude gemacht, als Don Quixote „The Impossible Dream“ zu singen. Es ist einfach ein tolles Stück/Rolle und die Botschaft des Songs gefällt mir.

9) Was ist dein Lieblingsessen?

Asiatisch (z.B. Sushi) aber auch gerne italienisch.

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? /Kannst du schon was zu 2020 sagen?

In diesem Jahr stehen neben „Heisse Ecke“ im Tivoli Theater Hamburg noch die Wiederaufnahme des Schauspielstücks „Der Vorname“ (Theater am Puls) und zwei Konzerte (Musical Gents / First Stage Theater Hamburg + Musical Ladies / Stadthalle Balingen) an, worauf ich mich schon sehr freue. 2020 wird man sehen… 😉

Wir bedanken uns bei  Frank Winkels für seine Zeit.  Und wünschen Ihm noch ein erfolgreiches Jahr 2019.

Interview mit Benjamin Eberling

1. Beschreibe dich in drei Worten

Groß, sympatisch und positiv.

2. Was verbindet dich persönlich mit Kinky Boots?

Ich durfte Teil der Cast sein, der in HH eine wundervolle Zeit mit der Deutschland Premiere feiern durfte. Auch wenn das Stück vielleicht in manchen Augen kein großer Erfolg war, für mich war es das. Vielleicht hätte es etwas mehr Geduld, Zeit und Geld im Marketing gebraucht um es auch finanzielle zu einem Erfolg werden zulassen, aber das ist nicht meine Baustelle. Abend für Abend hatten wir Menschen im Theater die mit uns dieses herrliche Stück gefeiert haben. Ich durfte glänzen in der Rolle des Don, der ja während des Stückes vom Saulus zum Paulus wird, und am Schluss endlich die Botschaft versteht: Akzeptiere jemanden so wie er ist. Eine für mich sehr wichtige Botschaft, gerade in der heutigen Zeit, wo sehr viel mit Klischees und Vorurteilen gearbeitet und manchmal sogar provoziert wird. Ich durfte in der Zeit bei Kinky Boots, viele Menschen kennenlernen, denen genau diese Botschaft Kraft gegeben hat, sei es bei Krankheit, Problemen in der Schule, mit den Eltern, oder einfach nur die dunklen Geister des Alltages besiegen konnten, die jeder mal hat. Das hat mich schwer beeindruckt, und ist auch immer ein Grund gewesen, warum ich überhaupt Musical Darsteller geworden bin. Um Menschen glücklich zu machen und zu berühren. Deswegen wird Kinky Boots immer einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen haben.

3. Du spielst bei Martin Luther King – Das Musical mit. Es ist ein Chorprojekt. Wie findest du es mit einem riesigen Chor zu singen? Hast du dir auch in diesem Zusammenhang das Pop Oratorium Martin Luther angeschaut.

Ja, ich habe mir Martin Luther angeschaut, da wusste ich aber noch nichts von MLK ( Martin Luther King – Musical ). Es hat mir sehr gut gefallen und ich liebe Chormusik, da ich selber 12 Jahre lang bei den Limburger Domsingknaben gesungen habe. Die Arbeit bei MLK mit dem Chor finde ich sehr besonders. Es ist so eine emotionale Welle, die sich während des Stückes immer wieder über uns ergießt, was mich von Anfang an sehr berührt hat, besonders im Finale. Da bekomme ich immer wieder Gänsehaut. Wie gesagt, ich war 12 Jahre lang ein Limburger Domsingknabe, und durfte auf der ganzen Welt Konzert machen mit Orchestern und Chören. Es ist eine wundervolle Erfahrung die ich nicht missen möchte, vor allem weil sie auch den Grundstein für mein jetziges Leben gelegt hat.

4. Wie bist du dazu gekommen auf der AIDA mit deinem Soloprogramm aufzutreten?

Ich habe von 2009 – 2012 als Solist im Showensemble auf verschiedenen AIDA Schiffen gearbeitet. Damals war das Entertainment Programm noch ganz anders. 4 Shows am Abend a 30 Minuten, manchmal Poolshows am Morgen und oder Abend und wenn man Lust hatte noch ein bisschen Solo in der Disco. Das war eine sehr schöne, aber harte Zeit für mich. Als Sänger konnte ich mich richtig austoben denn die Shows waren von ABBA bis Queen, über Elton John zu Motown, von Schlager- zu Filmmusik- und Musical Shows. Damals gab es auch nicht soviel Gastkünstler wie heute auf den Schiffen, aber die Zeiten ändern sich, und es werden auch immer mehr Schiffe. Ich habe einfach angefragt, ob ich nicht mal als Gastkünstler fahren könne, habe 2 Programme vorgeschlagen und wurde genommen. So bin ich nun schon 2 mal gefahren und die nächsten 4 Einsätze stehen auch schon fest. 🙂 Das schöne ist, dass ich wirklich machen kann was ich will. Meine erste Show heißt „Die 70iger“ und bringt alles auf die Bühne was der Schlager in Deutschland so zu bieten hatte in den 70igern, natürlich mit passender Frisur und Outfit. Da trifft die Biene Maja auf Dalli Dalli, oder Mirelle Mathieu auf den 7. Sinn, und sogar der Grand Prix auf Tulpen aus Amsterdam. Mein 2. Programm heißt „Mann singt deutsch“ und zeigt was für tolle Musik wir in Deutschland haben da geht es von Comedian Harmonists, über Die Prinzen bis zu Mark Forster und Revolverheld. Ein drittes ist gerade in Arbeit, was sehr privat werden wird, über meinen Weg im Musical mit vielen Bildern, Erinnerungen und natürlich Songs aus den Shows die ich bis jetzt spielen durfte. Da kommt bei 15 Jahren schon so einiges zusammen. Ich freue mich jedenfalls sehr das es geklappt hat, denn die Welt bereisen und das tun was ich liebe ist für mich die perfekte Kombination.

5. Wo siehst du dich in 10 Jahren ?

Das ist einer meiner Lieblingsfragen. In 10 Jahren möchte ich weiter so gesund und glücklich in Hamburg leben und weiterhin Musik machen und auf der Bühne stehen. Vielleicht nicht mehr in diesem Umfang wie jetzt, aber immer wieder. Wie ich die andere Zeit ausgleichen will, weiß ich noch nicht wirklich. Vielleicht mehr im Studio sprechen, mehr auf Schiffen als Solokünstler auftreten, oder in einem Casting Büro sitzen, oder sogar unterrichten. Auf jedenfall umgeben von meinen besten Freunden und meinem Partner, denn die sind meine Felsen in der Brandung.

6. Was hast du bei deiner letzten absage gemacht?

Meine letzte Absage war sehr schwierig für mich. Ich werde jetzt keine Details nennen, aber die hatte es in sich…. Ich habe eigentlich nie wirklich Probleme mit Absagen, dass gehört zum Spiel dazu. Ich versuche auf einer Audition immer mein Bestes geben. Wenn ich zufrieden war mit mir, dann ist es nicht meine Schuld, wenn ich den Job nicht bekomme. Dann hat vielleicht nicht mein Stimmfarbe 100% gepasst, oder jemand anderes passte einfach besser in das Bild des Creative Teams. Wenn ich nicht mit mir zufrieden war, dann weiß ich ja an wem es lag. 🙂 Bei der letzten Absage hingegen, war es ein bisschen anders. Trotz mehrfacher sehr guter Auditions für den Part, und am Tag immer sehr gute Feedbacks bekommen habe, wurde ich sehr privat angegriffen und meine Arbeitsweise, dass ich da dann am Telefon mal richtig laut werden musste, weil ich das als keine professionelle Umgangsform empfand. Aber das gehört leider auch zum Geschäft. Du wirst immer bewertet, Leute finden immer Ausreden warum das nicht passt oder jenes, und gerade in der heutigen Zeit von Fake News gibt es auch genügen Fake Bewertungen. Da bin ich froh, dass ich schon ein paar Jahr auf dem Buckel habe und das nach ein paar Tagen abhaken konnte. Es geht weiter, und Du weißt nie wofür es gut war.

7. Hast du ein Vorbild?

Als ich noch nicht studiert habe hatte ich einige Idole gehabt in der Szene. Aber jetzt kenne ich viele davon persönlich und weiß auch das die nur mit Wasser kochen. Mich beeindrucken viele Kollegen und Kolleginnen und ich bin sehr dankbar, dass ich in diesem Beruf arbeiten kann und darf.

8. Gibt es einen Film, den du dir besonders gut als Musical vorstellen kannst?

Oh, da gibt es viele!!!! Ich warte ja nur auf Hercules von Disney. „Der Club der Teufelinnen“ war ja leider im Tryout ein Flop, was ich schade finde, denn die Geschichte ist sogut! Falls ihr den film kennt „Connie & Carla“, der wäre bestimmt auch ein geniales Off Theater Stück. Was ich genial fände, wenn man In Deutschland endlich mal eine Musical Verfilmt was auch hier geschrieben wurde. Letterland, Zum Sterben schön, Elternabend, Villa Sonnenschein, und und und da könnte man bestimmt was draus machen. Ich muss aber auch sagen, das ich neue Stories liebe, ganz aktuell Come from away. Man muss ja nicht immer alles schon kennen.

9. Was ist dein „Ritual“ bevor es auf die Bühne geht? Und was machst Du gegen Nervosität?

Ein Ritual, was ich aber gar nicht mehr so pflege ist vor jeder Show einen Grünen Apfel zu essen. Aber wenn ich sehr nervös bin, kommt das immer wieder durch. Ich bin eigentlich nicht sehr nervös, nur kurz bevor es auf die Bühne geht, dann ist erstmal ein paar Minuten Herzklopfen angesagt. Aber es ist auch ein herrliches Gefühl, was ich sonst vermissen würde.

10. Wie sieht Dein Jahr 2019 noch aus?

2019 ist ein sehr vielseitiges Jahr für mich. Ich hatte Premiere mit Martin Luther King – Das Musical in Essen, was dann 2020 auf große Tour gehen wird, war schon 2 mal als Gastkünstler auf AIDA unterwegs und habe für das Schmidt Theater in der 70iger Schlagerrevue Karamba, eine kleine Tour gemacht. Dazu habe ich 2 TV Sendungen gemacht, zu denen ich aber erstmal noch nix genaues sagen kann. Da müsst ihr mir auf Insta und Facebook folgen, denn da werde ich dann alles genau verkünden. Dann werde ich dieses Jahr noch den Porthos spielen in 3 Musketiere am Opernhaus Magdeburg und im Dezember gehe ich nochmal als Gastkünstler auf AIDA Luna durch die Karibik. Nächstes Jahr geht es dann weiter mit den Musketieren bis Mai und Martin Luther King, und weitere spannende Projekte liegen auf dem Tisch. Es geht immer weiter und ich freue mich sehr, wenn ihr mich weiter auf meinem Weg weiterhin so toll begleitet und unterstützt. Danke.

Interview mit Elena Zvirbulis

1) Beschreibe dich bitte in drei Worte?

Kreativ, nachdenklich, sensibel

2) Was ist dein „ Ritual“ beor es auf die Bühne geht? Und was machst du gegen die Nervosität?

Ich singe mich zu Hause ein, vor einer frühen Show mache ich gerne kurz Yoga oder Sport, damit mein Körper wach ist. Im Theater quatschen wir Mädels beim Schminken meistens in der Garderobe, das hilft mir, mich darauf einzustellen, mit wem ich dann auf die Bühne gehe, denn wir haben im Schmidt´s Tivoli und im Schmidt Theater ja immer wechselnde Besetzungen. Kurz vor der Show werde ich meistens ziemlich still, und ziehe mich kurz zurück, um mich zu konzentrieren und einmal tief durchzuatmen. Wenn ich vor einer Premiere nervös bin, meditiere ich.

3) Du standest in „Fack ju Göthe – das Musical“ u.a. als Lisi Schnabelstedt und die Direktorin Gerster auf der Bühne. Wieso bist du ausgerechnet zu dieser Audition hingegangen? Als ich gehört habe, dass FJG kommt, war ich ehrlich gesagt sehr kritisch. Ich konnte mir das gar nicht als Musical vorstellen. Dann habe ich aber die Präsentation des Workshops zur Stückentwicklung gesehen, und war so geflasht von dem kreativen Konzept, von der geilen Musik und hatte richtig Bock auf das Stück. Alles war eher untypisch für´s Musical, kein großes Bühnenbild und man hört einfach, dass die Komponisten in der Pop- und Rockmusik zu Hause sind. Die CD höre ich immer noch gerne, auch nach über 200 gespielten Shows. . Für das Finale der Auditions habe ich dann sogar meinen Sommerurlaub in Griechenland unterbrochen und bin danach wieder zurückgeflogen. Etwas verrückt, aber hat sich ja zum Glück gelohnt!

4) Deine Lieblings Netflix Serie?

Jane the Virgin, Unbreakable Kimmy Schmidt, Grace and Frankie und aktuell auch Stranger Things. Dafür durfte ich in der deutschen Fassung in der 3. Staffel „Suzie“ meine Stimme leihen, daher habe ich die ganze Serie geguckt, um zu verstehen, worum es da eigentlich geht. Die beste Serie aller Zeiten bleibt für mich aber Friends!

5) Du spielst schon mehrere Jahre im Schmidts Theater in Hamburg, was fasziniert dich dort immer wieder in mehreren Stücken auf die Bühne zu stehen? Ich bin jetzt seit 2008 am Schmidt Theater/ Schmidts Tivoli. Ich kam frisch aus der Ausbildung an das Haus und habe dort wirklich viel gelernt und ausprobieren können. Ich liebe die Abwechslung und verschiedene Rollen spielen zu dürfen. Vor allem eine neue Figur zu entwickeln, ist eine tolle Chance und ich darf immer viele Ideen einbringen, z.B. für „Blondie“ in „Cindy Reller“, oder „Emily“ in der „Weihnachtsbäckerei“. Allein diese beiden Rollen liegen so weit auseinander und das fordert mich natürlich als Schauspielerin. Ich liebe unsere Familienstücke, wie „Es war einmal“ und ganz besonders den „Kleinen Störtebeker“. Und „Heiße Ecke“ spiele ich ja quasi durchgehend. Heute spiele ich meine 980. Vorstellung, das heißt bald knacke ich die 1000! Diese Sicherheit über Jahre hinweg in meiner Heimatstadt arbeiten zu können, ist für uns Schauspieler echt nicht selbstverständlich. Bei „Schmidt in Love“ und „Käthe holt die Kuh vom Eis“ stand ich mit einigen meiner besten Freunde auf der Bühne, und die Lachanfälle waren einfach vorprogrammiert. Außerdem war es mir möglich, nebenbei z.B. am Ohnsorg Theater oder in Tecklenburg zu spielen, und jetzt nach der FJG-Zeit in München wieder zurückzukommen.

6) Im letzten Jahr standest du bei der Uraufführung von der Weihnachtsbäckerei im Tivoli aus der Bühne, was verbindest du persönlich mit der Weihnachtsbäckerei? 

Das war eine lustige und schöne Erfahrung. Nach FJG, was extrem laut, explosiv, energetisch und an vielen Stellen echt krass und etwas asi war, (ich erinnere mich an die Hartzerin mit Fluppe im Mund und der Kacki an der Hand, die ich gespielt habe 😊)- nicht falsch verstehen, es hat mega Spaß gemacht, es war nur ein kleiner Kulturschock, auf einmal wieder in so eine heile Welt einzutauchen, als kleines behütetes Mädchen, die noch fest an den Weihnachtsmann glaubt. Die Weihnachtsbäckerei ist ein absolutes Ensemblestück. Das Team ist in der Zeit zu einer kleinen Familie zusammengewachsen, und bei der letzten Vorstellung sind einige Tränen geflossen, weil wir uns voneinander verabschieden mussten. Die Musik von Rolf Zuckowski kenne ich natürlich seit meiner Kindheit, und es war für mich unglaublich, mit ihm zusammen arbeiten zu dürfen.

7) Auf welcher Bühne würdest du gerne einmal spielen? 

Ich würde sehr gerne mal im Schmidtchen spielen. Da stand ich neulich bei der schreib.maschine zum ersten Mal auf der Bühne, und ich finde diesen kleinen Raum einfach super gemütlich. Ich würde aber auch gerne mal in einem richtig großen Haus spielen, wie z.B. in der Neuen Flora oder im Theater an der Elbe.

8) Was hast du bei deiner letzten Absage gemacht?

Hm, ich kann mich gerade nicht erinnern. Inzwischen finde ich Absagen nicht mehr so tragisch wie früher. Da habe ich es eher persönlich genommen und war traurig oder enttäuscht. Ich bin mittlerweile meistens eher erleichtert, wenn ich Bescheid weiß, weil ich dann Klarheit habe, wie es weitergeht. Und ich vertraue darauf, dass alles so kommt, wie es soll.

9) Wenn du die Wahl hättest eine Fernsehserie machen zu dürfen, welche wäre dieses und warum?

Tatortreiniger!!! Leider wird die Serie ja nicht mehr gedreht… aber ein Mal mit Bjarne Mädel zu arbeiten, wäre der Hammer.

10) Wird man dich 2020 auch woanders sehen als in Hamburg? Ich werde Anfang 2020 auf jeden Fall wieder in„Cindy Reller“ im Schmidt Theater spielen und im Herbst sind wir auf Tournee mit „Käthe holt die Kuh vom Eis“. Dazwischen ist alles noch nicht spruchreif.

11) Wie würden dich deine Kollegen beschreiben?

11) Dafür habe ich jetzt einfach mal ein paar meiner engsten Kollegen gefragt. Die Antworten, die am häufigsten kamen waren: lustig, kreativ, liebenswert, empathisch, einfühlsam, zuverlässig, aufmerksam und professionell sowie bekloppt, plemplem, craaaaazy und 8-8-8. Ich bringe die Kollegen gerne auch hinter der Bühne zum Lachen und ich hab immer Hustenbonbons dabei! Franzi sagt: „Geniale Mischung aus konzentriertem Handwerk und komplettem Wahnsinn.“ Das gefällt mir. 😊 Danke an alle für die lieben Worte! Es wundert mich nur, dass niemand erwähnt hat, dass ich sehr gut gestretcht bin, zumindest mein rechtes Bein.

12) Wie geht für dich das Jahr 2019 weiter?

Erstmal spiele ich weiter „Heiße Ecke“ und am 30.11. ist dann die Wiederaufnahme von der „Weihnachtsbäckerei“ Außerdem unterrichte ich nebenbei Steptanz und gebe Workshops und Schauspielkurse für Kinder. Tagsüber bin ich ab und zu im Synchronstudio. Alle News poste ich immer auf meiner Facebook Seite, also schaut gerne mal vorbei!

Interview mit  Milica Jovanović

1) Beschreibe dich mit drei Worten? 

Spirituell, ernst, anpackend 

2) Du ernährst Dich vegan, Du ersuchst im Kleinen etwas für den Umweltschutz zu tun, kämpfst gg. Kunststoff in den Meeren. Was motiviert und bewegt dich dazu und wann hat dieses Umdenken begonnen?

Ich habe mich schon als kleines Kind sehr für die Umwelt und den Tierschutz interessiert. Schon damals hab ich nicht gern Fleisch gegessen. Je mehr ich mich über die Jahre weitergebildet habe, desto stärker wurde in mir der Wunsch, mich aktiv für unsere Welt einzusetzen. Letztes Jahr hatte ich quasi die „Erleuchtung“, als vor mir auf einer Reise eine Influencerin saß und ich darüber nachdachte, wie toll es wäre, wenn diese Frau, statt über Mode und Schmuck zu bloggen, auf (in meinen Augen) wichtigere Themen aufmerksam machen würde. Daraufhin beschloss ich, es einfach selber zu machen. Leider habe ich mit solch einem Content und meinem Bekanntheitsgrad nicht die Reichweite von Instagramstars, aber es folgen mir immerhin einige Menschen. Ich bekomme regelmäßig Nachrichten, dass sie sich durch meine Ideen, Vorschläge und Posts inspiriert fühlen. Das bestärkt mich, weiterzumachen. Diesen Sommer hatte ich durch meine eigene Hochzeit, einige Projekte und vielen Proben keine Zeit, große Müllsammelaktionen oder Saatkugelrolltreffen zu planen, aber wenn mein Mann und ich spazieren oder laufen gehen, sammeln wir auf, was wir an Müll finden.  Ich versuche generell in meinem Alltag, die nachhaltigste Möglichkeit zu wählen.  Die Motivation, vegan zu leben, wird mit jedem Tag stärker. Es ist einfach gesagt, die beste Möglichkeit, am umweltfreundlichsten zu leben, da man weniger Wasser verbraucht, weniger CO2, Methangas und Co. ausgestoßen wird, weniger Land gebraucht wird, keine Gülle entsteht, die für hohe Nitratbelastung in unseren Böden verantwortlich ist. Das sind nur die Umweltfaktoren. Auch moralisch kann ich es nicht vertreten, dass ich Menschen bezahle, die für mich und meinen Konsum Tiere töten. Für die Massentierhaltung wird 50% der weltweiten Getreideernte und 90% der Sojaernte als Futter herangeschafft, welches insbesondere an Entwicklungsländer gehen könnte, wo tagtäglich ca. 37.000 Menschen verhungern. Durch vegane Ernährung könnte die Menschheit es schaffen, den Welthunger zu reduzieren oder sogar zu besiegen. (Quelle: veganworld.de)  Und klar, ich liebe Tiere und deswegen kann ich sie oder deren Produkte nicht essen.  Sie sind Erdlinge, wie wir.  Jede*r, der*die etwas ändern möchte, braucht ein starkes „WARUM (will ich das machen)?“

3) Wenn Du dir selbst die Rolle wählen könntest, welche würdest Du wählen und warum?

Ich würde gern die Clara in „The Light in the Piazza“ spielen, weil ich die Geschichte der jungen Frau spannend finde und ich bei diesen Melodien aus Glückseligkeit weinen muss. 

4) Wie fanden es deine Eltern, dass Du diesen Beruf gewählt hast? 

Meine Eltern haben mich immer unterstützt und dafür bin ich sehr dankbar. Sie sagen, so lange ich mit diesem Beruf glücklich bin, soll ich ihn machen. Sonst würden sich die Entbehrungen auch in meinen Augen nicht lohnen. Ich bin viel unterwegs, muss teilweise nachts reisen, um pünktlich um 10h auf der Probebühne zu stehen, kann meine Familie nicht oft sehen und bin teilweise einfach angespannt, weil ich eine Premiere vor mir habe. Das ist nicht leicht und sollte man wirklich nur machen, wenn der Job einem Spaß bringt. Wenn das irgendwann nicht mehr so sein sollte, gründe ich ein Zerowaste-rein pflanzliches und positives Café.

5) Was war bisher deine emotionalste/schwierigste Szene zu spielen und warum?

Ich denke, es waren die letzten zwanzig Minuten von „Schikaneder“. Diese emotionale Achterbahnfahrt hat mich jedes Mal fertig gemacht. Aber das lag auch sicher an meiner persönlichen Situation, da ich damals eine schmerzhafte Trennung hinter mir hatte.

6) Lebensmotto?

Ich stehe auf, wenn ich hinfalle. Ich lasse den Schmerz und die Trauer zu und dann schau ich nach vorn. Ich denke, es ist wichtig, Gefühle zu verdauen und nicht wegzudrängen. Es kann so leicht sein, sich abzulenken, mit sozialen Medien, Serien. Aber Gefühle auszuhalten, besonders die Unbequemen, lassen mich als einen „ganzen“ Menschen fühlen, von schwarz bis weiß, rot bis blau.

7) Auf welcher Bühne möchtest du einmal stehen und mit welchem Stück?

Wenn ich groß träume, dann als Eleonore in der Broadway- Premiere von „Schikaneder“. Bald in Dortmund in „Jekyll & Hyde“ zu spielen, so nah an meiner Heimat Recklinghausen, macht mich sehr glücklich. Endlich kann meine Familie leicht und schnell zu mir kommen und auch einige Schulfreund*innen haben sich angekündigt und Freund*innen aus meinem Orchester, in dem ich früher Geige gespielt habe. Das macht mich froh.

8) Wann läuten bei Dominik und Dir die Hochzeitsglocken?

Am 1. August haben wir standesamtlich im Tecklenburger Wasserschloss Haus Marck geheiratet. Unsere Familien, engen Freund*innen und das liebste Ensemble der Welt haben mit uns gefeiert und uns mit so vielen Überraschungen beschenkt.

9) Was für Musik hörst Du Privat?

Ich höre selten Musik, da sich meine Ohren nach viel Ruhe sehnen. Wenn, dann mag ich zur Zeit Bossa Nova Jazz. „Muse“ geht immer. Im Moment stehe ich auf Podcasts und die höre ich viel, gerne Folgen über Umweltthemen, Politik, Feminismus und Spiritualität.

10) Wäre die Politik was für dich?

Du hast das so wunderbar für die Europa-Wahl gemacht. Das ist lieb, danke. Ich interessiere mich sehr für die Politik, spüre aber noch nicht den Drang, einer Partei beizutreten. Vielleicht später einmal, wenn ich auch länger an einem Ort bin. Ich versuche, in meinem Umkreis für wichtige Themen zu sensibilisieren und meinen Einkaufszettel als täglichen Wahlzettel zu sehen. Ich denke, dass jede*r Konsument*in eine große Macht hat, die man weise einsetzen sollte.

11) Was wärst Du heute, wenn du nicht Musicaldarstellerin wärst?

Ärztin, vegane Köchin und/oder Ernährungsberaterin.

12) Wie motivierst du dich an „schlechten Tagen“ dennoch das Beste zu geben?

Ich habe selber eine sehr große Erwartung an meine Leistung, die mich antreibt, mich vor jeder Vorstellung bestmöglich vorzubereiten. Und ich nutze kleine Hilfsmittel wie ätherische Öle und angeleitete Meditationen und bin eine begeisterte Anhängerin von Ritualen. Außerdem denke ich an das Publikum, das viel Geld gezahlt hat für die Eintrittskarte, vielleicht sogar eine lange Reise hinter sich hat und für ein paar Stunden dem Alltag entfliehen und genießen, fühlen möchte.

13) Du spielst diesen Sommer gleich 2 Stücke. Wie lernst du die Texte?

Ich wiederhole und wiederhole und wiederhole meine Zeilen, bis ich die Texte kann. Ich bin aber auch ein Nerd, der selbst im Spielbetrieb vor jeder Vorstellung den Text durchgeht.

14) Mit wem von deinen Kollegen/innen würdest Du gerne mal auf der Bühne stehen?

Ich bin immer dankbar, wenn ich mit Freunden und Freundinnen auf der Bühne sein darf. Und nachdem Tecklenburg langsam dem Ende zugeht, hoffe ich auf eine baldige erneute Zusammenarbeit mit Dominik.

15) Wann kommt eine eigene CD von dir?

Das weiß ich noch nicht. Irgendwann hoffe ich, nehme ich mir die Zeit und Muße dafür. Aber ich wüsste schon, mit wem ich die Liebesduette einsingen würde.

Wir bedanken uns bei Milica für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr noch einen tollen Sommer in Tecklenburg.

 Interview mit Tina Podstawa 

  1.  Beschreibe dich in drei Wörtern

Kreativ,ehrgeizig,organisiert

2.   Was ist dein Lebensmotto

Do it from the heart,or not at all (Tu es mit ganzem Herzen oder gar nicht)

3.  Was fandest du bei „Luther“ am Besten?

In der ausverkauften Olympiahalle in München vor 10.000 Leuten zu spielen,das war schon was ganz Besonderes.Normalerweise spielt man in den großen Musical-Häusern maximal vor ca.2000 Zuschauern,aber das war nochmal eine ganz andere Größenordnung. Außerdem war meine Position als Swing und Dance Captain bei diesem Projekt eine Herausforderung,da ich auch für die Einstudierung der Kinderdarsteller vor Ort und für die Choreos des Chors(oft mehrere tausend ChorsängerInnen) verantwortlich war,und ich liebe Herausforderungen;)Zu sehen,wie alles zusammenkommt und funktioniert,war ein Wahnsinns-Gefühl, mit so vielen Menschen gemeinsam zu singen,begleitet von Band und Orchester,das gibt es in dieser Form nur noch selten. Dass in unser Cast sehr viele erfahrene DarstellerInnen waren,die fast alle irgendwo schon einmal zusammengearbeitet hatten,war auch sehr schön,das machte die Zusammenarbeit nochmal runder.

4. Sehr gute Freundschaften im Musical Business möglich oder nicht?

Auf jeden Fall möglich,wobei man sich natürlich nicht so regelmäßig sieht,wenn jeder in einer anderen Stadt arbeitet oder man seine Home-Base in verschiedenen Städten hat. Über soziale Netzwerke bleibt man heutzutage aber auch einfacher auf dem Laufenden,das ist in unserem Job schon praktisch.

5. Was machst du,um über eine schlechte Phase hinwegzukommen?

Ich versuche mir ins Gedächtnis zu rufen,was ich schon alles geschafft habe,und was ich alles habe,wofür ich dankbar sein kann. Yoga hilft mir immer, mich auf das Wesentliche zu konzentrieren und mich zu erden.

6.  Was machst du lieber?Yoga unterrichten oder auf der Bühne stehen?

Im Moment noch auf der Bühne stehen.Meine zweite Leidenschaft ist aber definitiv das Unterrichten,ich habe schon als Jugendliche gerne kleinere Kinder im Bereich Tanz unterrichtet,und besonders beim Kinderyoga kann ich auch viele Elemente aus dem Bereich Tanz und Schauspiel einfließen lassen,da darf man schon kreativ sein.Wenn ich nach einer Yogastunde in lauter entspannte und strahlende Gesichter schaue,dann macht mich das auch glücklich,ein bisschen zu vergleichen ist das schon mit dem Gefühl,beim Applaus in die Gesichter des Publikums zu schauen.

7.  Gibt es einen Song aus einem Musical,welchen du besonders gerne singst?

Ach,da gibt es schon viele,aber „Science Fiction“ aus „The Rocky Horror Show“ ist wirklich einer meiner absoluten Lieblings-Musical-Songs,weil man so toll mit dem Text (und auch mit dem Publikum)spielen kann,und ich bin dankbar,dass ich diese Rolle letztes Jahr endlich spielen durfte,denn das ist wirklich mein Herzens-Stück.

8.  Hattest du schonmal einen Blackout auf der Bühne,oder hast dich versungen?

Natürlich!Ich glaube,das passiert jedem mindestens einmal im Laufe der Spielzeit eines Stückes.Entweder,wenn du das Stück zu oft spielst,und du dich dann auf einmal wieder fragst,was da jetzt textlich kommt,worüber Du Dir sonst eigentlich gar keine Gedanken machst,weil es einfach „drin“ ist.Oder aber,wenn Du das Stück nach langer Zeit wieder spielst,und es da immer diese eine Stelle gibt,die in Gefahr gerät,vergessen zu werden.Lieder mit ganz vielen Strophen zum Beispiel…

9.Wenn du selbst die Rolle wählen könntest,welche würdest du wählen,und warum?

Ich bin sehr dankbar,dass ich in den letzten 20 Jahren bereits viele tolle Rollen und Stücke spielen durfte,aber ein paar Rollen und Stücke stehen da noch auf meiner Liste.Ich habe zum Beispiel noch nie ein Sondheim-Stück gespielt,also die Hexe oder Bäckersfrau in „Into The Woods“ würde mich schon sehr reizen.MorticiaAddams in „TheAddams Family“ wäre auch eine tolle Rolle für mich(hat auch ein bisschen was „Magenta“-artiges;) und natürlich Norma Desmond in „Sunset Boulevard“ (da muss ich aber noch ein paar Jährchen warten).Spannend fände ich es auch in „Kiss Me Kate“ die Kate zu spielen,weil ich als junge Darstellerin ja bereits die Bianca gespielt habe,also quasi das gleiche Stück in einer anderen Rolle.Aber da gibt es noch so Einiges…

10. Bist du bei dem neuen Chorprojekt „Bethlehem“ von Dieter Falk und Michael Kunze dabei?

Aktuell habe ich noch keineAudition-Ausschreibung gesehen oder bekommen,aber wenn es soweit ist,und etwas für mich dabei sein sollte,werde ich mit Sicherheit zum Vorsingen gehen.

11.  Wie sieht dein Jahr 2019 noch aus?

Ab dem 14.Oktober werde ich die Rolle der Schwester Margaretha in „Sister Soul und ihre Schwestern“ an der Komödie im Marquardt in Stuttgart übernehmen,darüber freue ich mich sehr,weil ich dort so einige ehemalige Kolleginnen wiedertreffen werde,mit denen ich unheimlich gerne zusammengearbeitet habe. Außerdem gibt es für unser Chanson-Programm „Für eine Nacht voller Seligkeit“ für September schon ein paar neue Termine im Ruhrgebiet ,in dem ich zusammen mit meinem Mann Stefan Stara deutsche Chansons der 20er und 30er -Jahre präsentiere,und wir arbeiten gerade daran,dass es noch ein paar mehr Termine werden. Ansonsten darf da dieses Jahr aber gerne noch etwas kommen,leider ist es manchmal nicht so einfach,wenn sich zwei Jobs überschneiden,scheitert es oft nur an ein paar Terminen!

Ich bedanke mich für eure Fragen,und hoffe,dass wir uns bald in irgendeinem Theater sehen:)

Wir bedanken uns bei Tina Podstawa für Ihre Zeit. Und wünschen Ihr weiterhin viel Erfolg.

10 Fragen an Stefan Leonard

1)Wie würdest Du dich in drei Worten beschreiben?

Sensibel, Kreativ, Zielorientiert

2) Was fasziniert dich als Regisseur zu arbeiten?

Die Verantwortung in der eigenen Hand zu haben und nach eigenem Geschmack zu kreieren.

3) Was ist es für ein Gefühl, wenn das Stück wo Du Regie führst („Herbstgold) im Altonaer Theater aufgeführt wird?

Das Gefühl mit unserer Produktion für den Monika Bleibtreu Preis nominiert zu sein ist unglaublich und schön. Wir freuen uns riesig.

4) Du bist in der Hausproduktion „ Heiße Ecke“ im Schmidts Tivoli zu sehen, was fasziniert dich nach den Jahren immer noch dort zu mit zu wirken? 

Wenn das Publikum begeistert ist, von dem was wir leisten, weiß ich immer noch, warum ich es tue.

5) Was ist dein größter Traum?

Beruflich: eine größere Rolle in einem Kinofilm. Privat: eine große Amerikareise zu machen

6) Auf welche Bühne würdest Du gerne mal stehen und mit welchem Stück?

Im Thalia Theater in Macbeth

7) Du spieltest bis vor kurzem noch im Ohnsorg Theater in Hamburg. Was bewegt dich immer wieder auch ein Plattdeutsches Stück zu spielen?

Ich werde immer wieder gefragt😂Es ist spannend in einer anderen Sprache zu spielen und bedeutet eine wesentlichere Konzentration als im Hochdeutschen.

8) Was machst Du in deiner Freizeit?

Wenn ich mal Zeit habe, liebe ich es zu reisen, Schaufenster bummeln oder Kino

9) Welchen Beruf hättest Du gemacht, wenn es nicht mit deinem jetzigen Job geklappt hätte?

Grosshandelskaufmann

10) Wie sieht dein restliches Jahr 2019 aus? Darfst/Kannst du schon was verraten?

Ich werde ab Oktober in dem Stück VENEDIG IM SCHNEE im kleinen Hoftheater spielen und gehe danach auf Tournee mit dem Ohnsorg Theater und Heidi Mahler EIN MANN MIT CHARAKTER. Natürlich spiele ich auch weiterhin HEISSE ECKE

Wir danken Stefan für seine Zeit und wünschen Ihm weiterhin viel Erfolg. Und drücken Ihm und dem ganzen Ensemble von „Herbstgold“ die Daumen für den 19.06.2019

  Auf Facebook könnt Ihr noch mehr von Ihm erfahren. https://www.facebook.com/stefanleonardschauspieler/